Logo-Radio-KanalRatte.png Der Sender Kanal Ratte gehört wie viele andere in Deutschland zum Nichtkommerziellen Lokalfunk (NKL) und ist somit ein Freies Radio.
Die Gründung des Senders fällt in die Zeit, als die Landesregierung einen eigenen Etat zur Förderung des Privaten Rundfunks beschließt, sowohl des kommerziellen als auch des nicht-kommerziellen. Die Landesmedienanstalt - in Baden-Württemberg Landesanstalt für Kommunikation (LfK) - vergibt seit dem alle acht Jahre Lizenzen an private Rundfunksender; sie hat die Funktion einer Aufsichtsbehörde. Gleichzeitig berät sie die Träger nicht-kommerzieller Sender bei der Antragstellung für die (jährliche) Vergabe der Fördergelder.
1995 bekam der Sender "Freies Radio Kanal Ratte" die Sendelizenz für die UKW-Frequenz 104,5 MHz auf der Sendeanlage Hohe Möhr (500 W); gleichzeitig wird das Programm ins Kabelnetz von zehn Städten eingespeist.
Chanalratt.jpg Die Räumlichkeiten für den Sender in der Bahnhofstraße, tatkräftig von den Gründungsvätern und -müttern gebaut, umfassten auf 25 Quadratmetern ein Sendestudio (mit einer bescheidenen, aber ausreichenden Technik: Mischpult, mehrere CD-Spieler, MD- und Tape-Decks; die Archivierung erfolgte auf VHS-Kassetten) und ein kleines Büro, sowie einen Raum zum Vorproduzieren von Sendungen. Letzterer musste aus Brandschutzgründen bald wieder aufgegeben werden.
Im Jahr 2003 erhielt Radio Kanal Ratte erneut eine Lizenz, dieses Mal beschränkt auf vier Jahre, verknüpft mit der Auflage, seinen Bekanntheitsgrad auszubauen. Außerdem wurden zusätzliche Mittel für eigene Räumlichkeiten bereitgestellt, welche der Sender im Frühjahr 2005 in der Hauptstraße in Schopfheim beziehen konnte. Im neuen Domizil gibt es auf 80qm das Sendestudio, ein Vorproduktions-Studio, ein Büro und eine Kaffee-Küche. Der Studio-Betrieb wurde professionalisiert und ausgebaut.
Der Sender mit seinen Ursprüngen in der linken Szene arbeitet seither daran, den Auftrag, als Bürgersender in der Region besser verankert zu sein, umzusetzen. Trotzdem hat man die Herkunft nicht vergessen: So arbeitet man zwar heute auf einem technisch höheren Niveau, setzt aber bewusst zur Sendeabwicklung und Archivierung, sowie auf den Arbeitsstationen freie Software (Linux) ein. Softwareprogramme werden zudem selbst entwickelt. Hier übernimmt der Sender eine Vorreiterrolle und tauscht seine Erfahrungen mit anderen freien Radios aus.
Das Programm ist bewusst frei und bunt gehalten. So finden sich verschiedene, zum Teil konträre, Musikredaktionen neben Fachbeiträgen zu freier Software wie Die Sendung mit der Computermaus, einem Frauenmagazin oder den schwul-lesbischen Rainbow-Stars.
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