Ein Kammerchor ist ein Chor in kleiner Besetzung, typischerweise 20 bis 30 Personen, im weiteren Sinn 12 bis 45 Personen. Typischerweise liegt ein Schwerpunkt auf A-cappella-Musik.
Etymologie des Begriffs Kammerchor: Typischerweise waren Chöre seit dem 19. Jahrhundert sehr groß. Ein großer Chor singt automatisch weniger präzis, weniger differenziert und etwas schwerfällig. Der Begriff Kammerchor wird seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Bezeichnung für kleinere Chöre mit einem hohen musikalischen Niveau verwendet und setzt sich erst nach 1960 als Begriff durch.
Größe eines Kammerchors:
Zum Kammerchor gehört auch, dass alle Sänger noch in der Lage sind, aufeinander zu hören und miteinander Musik zu machen. Das geht mit 20 - 30 Personen sehr gut und ist schon bei 40 Personen ziemlich schwierig.
Typisch für die musikalische Probenarbeit im Kammerchor ist das intensive Arbeiten am Chorklang, an der Intonation, an der Agogik und an einer differenzierten Dynamik. Das alles ist bei orchesterbegleiteter Musik und bei großen Chorbesetzungen meistens nur begrenzt möglich.
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