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Kalziumfluorid (eigentlich Kalziumdifluorid) ist ein Kalziumsalz der Fluorwasserstoffsäure.

Strukturformel
Allgemeines
Name Kalziumfluorid
Andere Namen Fluorit, Flussspat, Calciumfluorid
Summenformel CaF2
CAS-Nummer 7789-75-5
Kurzbeschreibung weißes Pulver bzw. farblose Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 78,08 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 3,17 g/cm³
Schmelzpunkt 1418 °C
Siedepunkt 2513 °C
Dampfdruck ? Pa (x °C)
Löslichkeit nicht in Wasser (16 mg/L bei 20 °C) und Alkohol
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
keine

R- und S-Sätze R: -
S: - MAK nicht festgelegt Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.  

Eigenschaften


Kalziumfluorid bildet farblose, in Wasser und verdünnten Säuren schwerlösliche Kristalle. Natürlich vorkommendes Kalziumfluorid heißt Fluorit oder Flussspat und ist meist durch Verunreinigungen gelb, grün, blau oder violett gefärbt. Kalziumfluorid kristallisiert in dem weitverbreiteten Fluoritgitter. In den meisten Lösungsmitteln wie Wasser, Alkohol usw. ist es unlöslich. Für UV- und IR-Licht besitzt es eine hohe Durchlässigkeit.
Alkalilaugen greifen Kalziumfluorid nicht an. Mit Wasserstoff und Sauerstoff erfolgt auch unter Rotglut keine Reaktion.

Reaktionen

  1. Kalziumfluorid und Schwefelsäure setzen Fluorwasserstoff frei
    CaF2 + H2SO4 → 2HF↑ + CaSO4
  2. Kalzium-Kationen und Fluorid-Anionen bilden immer das schwerlösliche Kalziumdifluorid
    Ca2+ + 2 F- → CaF2

Vorkommen und Gewinnung


Flussspat wird in großen Mengen, mehrere Millionen Tonnen pro Jahr, im Tage- und Tiefbau bergmännisch gewonnen. Da es mit anderen Mineralien wie Schwerspat (Bariumsulfat BaSO4, Bleiglanz PbS und Quarz SiO2) vergesellschaftet ist, muss das 30% bis 60% CaF2 enthaltende Roherz vor einer industriellen Verwertung aufgearbeitet werden. Hierzu wird das geförderte Erz mechanisch zerkleinert und anschließend durch (mehrstufige) Flotation auf bis zu 98% aufkonzentriert. Als Handelsform unterscheidet man
  • Säurespat mit mehr als 97% CaF2
  • Keramikspat mit mehr als 95% CaF2
  • Hüttenspat mit mehr als 85% CaF2
Reines Kalziumfluorid gewinnt man durch Umsatz von Fluorwasserstoff oder Hexafluorokieselsäure mit Kalziumsalzen.

Verwendung


Kalziumfluorid ist neben den Fluoriden aus der Phosphorsäureherstellung der wichtigste Rohstoff zur Fluorherstellung. Entsprechend den oben genannten Flussspatqualitäten wird Kalziumfluorid für folgende Anwendungen verwendet:
  • Säurespat für die Herstellung von Fluorwasserstoff
  • Keramikspat für die Herstellung von Glas und Email
  • Hüttenspat als Flussmittel und Schlacke in der Metallurgie

Weitere Anwendungen:

  • Katalysator für die Kalkstickstoffherstellung
  • Wegen ihrer Durchlässigkeit für ultraviolettes und infrarotes Licht werden Einkristalle in der instrumentellen Analytik verwendet.
  • Standardmineral der Mohs'schen Härteskala (Härte 4).

Vorsichtsmaßnahmen


Bei Kontakt mit starken Säuren wird Fluorwasserstoff freigesetzt. Verätzungsgefahr.

Nachweis


Ätzprobe: CaF2 mit etwas 6N Schwefelsäure in ein Reagenzglas geben. Die Benetzung der Glasoberfläche ändert sich, da Fluorwasserstoffsäure HF entsteht.

Geschichte


Weblinks


Siehe auch: Chemikalienliste, WikiProjekt_Chemikalien

Chemische Verbindung

Calcium fluoride | フッ化カルシウム

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Kalziumfluorid".

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