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Als Kaltlufttropfen bezeichnen Meteorologen ein Höhentief in der oberen Troposphäre. Er besteht aus sehr kalter Luft polaren Ursprungs, hat typischerweise eine Ausdehnung von 300 bis 1000 km und befindet sich in 5000 bis 10000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Im Gegensatz zu einem Tiefdruckgebiet gibt es bei einem Kaltlufttropfen keine Fronten.

Ein Barometer am Boden kann trotz eines vorhandenen Kaltlufttropfens Hochdruck anzeigen und damit "schönes Wetter" vermuten lassen. Meist ist es jedoch stark bewölkt und die in der Höhe entstehenden langlebigen Wirbel können für heftige Gewitter, im Winter für Schneefälle sorgen.

Das Verhalten von Kaltlufttropfen gibt den Modellberechnungen immer noch große Schwierigkeiten auf. Welche genaue Zugrichtung er nimmt - oder ob er gar weitgehend ortsbeständig ist - bleibt schwer vorherzusagen. Die Prognose bei Wettersituationen, in denen Kaltlufttropfen im Spiel sind, enthält daher einen hohen Unsicherheitsfaktor. Bisweilen läßt sich die Wetterentwicklung kaum für die nächsten 24 bis 36 Stunden abschätzen.

Siehe auch: Cut-Off-Prozess, Rossby-Welle

Weblinks


Druckgebiete und Fronten

Polar low | Baja polar | Dépression polaire | Polar low

 

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