Kalotte.PNG Eine Kalotte ist eine abgeflachte Kugelkappe oder flache Kuppel. Sie findet ihre Anwendung in der Technik als Abschluss runder Behälter, im Bauwesen als Gewölbeform und bezeichnet in der Medizin abgeflachte Knochen.
In der Technik werden Kalotten aus Metallblechen durch Treiben hergestellt. Kalotten im Behälterbau heißen Klöpperböden und werden entsprechend der DIN 28011 für verschiedene Nennweiten und Werkstoffe angeboten. Die Formstücke sind Bestandteile von Verteilern und Kesseln.
Beim Lautsprecherbau spricht man auch von Kalotte, wenn z.B. der Hochtöner eine Kalottenform hat.
Kalotten als Gewölbekuppel bilden den Abschluss über rund angelegten Baukörpern wie Apsis, Oktagon oder Basilika-Zentralbau.
In der Medizin schützt eine Schädelkalotte das Gehirn vor äußeren Einwirkungen. Schädelkalotten von Neugeborenen sind im Anfangsstadium weich und können sich durch Kalottenimpression verformen.
In der Geographie werden für die nördliche und die südliche Kappe der Erdkugel die Bezeichnungen Nordkalotte und Südkalotte verwendet.
Im Luftsport wird die Schirmkappe des Gleitschirms als Kalotte bezeichnet (v.a. in der Schweiz).
In der katholischen Kirche wird die runde Scheitelmütze, die von den Geistlichen getragen werden, als Kalotte bezeichnet (auch Pileolus und Soli Deo genannt).
Als Kalottisten, Kappenbrüder, bezeichneten sich die Mitglieder einer Anfang des 18ten Jahrhunderts in Frankreich bestehenden Narrengesellschaft.
In der Sicherheits-Technik werden oftmals Bohrmulden an Schlüsseln als Kalotten bezeichnet.
Siehe auch: Kalottenmodell | geometrie