Pamukkale3.jpg]] Kalkstein ist ein biogenes Sedimentgestein, bzw. Sedimentit, das hauptsächlich aus Kalziumcarbonat in den beiden Mineralformen Kalzit und Aragonit (beide CaCO3) sowie aus Dolomit (CaMg(CO3)2) besteht. Überwiegt der Dolomitanteil, so redet man von Dolomit, wie z. B. Kleinziegenfelder Dolomit. Der Anröchter Dolomit ist wiederum kein Dolomit, sondern ein glaukonischer Kalksandstein.
Als biogen bezeichnet man solche Sedimente, die durch Ausscheidung von Organismen (Algen, Koralle, Stromatoporen, Muscheln) oder durch pflanzliche Ablagerungen (Torf, Kohle) entstanden sind. Meistens sind noch fossile Reste erkennbar, aus denen die Gesteine bestehen. Der klassische Muschelkalk zum Beispiel aus Krensheim enthält feinen Schalenbruch, andere Muschelkalke sind von fast vollständigen Muschelschalen durchsetzt. Allerdings ist nicht jedes Gestein, in dem Fossilien sichtbar sind, ein biogenes Sediment. Viele Muschelkalke werden in Deutschland und Polen noch abgebaut und in Außenbereichen nicht nur als Fassadenmaterial verwendet. Die natürliche Verwitterung an der Oberfläche kann durchaus reizvoll sein. Die Oberflächen und möglichen Abmaße, Formen und Anwendungszwecke sind den Kalksteinen ähnlich. Pflastersteine aus Muschelkalk werden heute allerdings nur noch für denkmalgeschütze Bereiche eingesetzt. Von Korallen oder anderen Mikroorganismen gebildete Massenkalke besitzen oft sehr gute Poliereigenschaften und werden in der Natursteinindustrie deshalb oft als Marmore bezeichnet. Zu den technisch genutzten Sedimenten gehört auch die früher für die Dynamitherstellung wichtige Diatomeenerde (Kieselgur) Für alle Sedimentite gilt auch gemeinsam, daß die klimatischen Bedingungen des Einsatzortes ein Auswahlkriterium darstellen. Das Verwitterungsverhalten eines Sedimentits kann bei gleichen Einbaubedingungen z. B. in Neuwied (Westerwald) oder in Kressbronn am Bodensee sehr unterschiedlich ausfallen. Die Härte der Fröste und die eingesetzten Streumittel, die Sonnentage und Art und Menge des Niederschlags sind nicht zu unterschätzende Kriterien.
Chemische Sedimente
Zur Gruppe der chemischen Sedimente gehören die Gesteine, die durch Ausfällung von in Wasser gelösten Stoffen entstanden sind, Karbonatische Sedimentite sind die häufigsten technisch genutzten Gesteine. Meere, Seen und Ausfällungen aus mineral- oder karbonatreichen Quellen sind die Hauptbildungsbereiche für diese Art von Sedimentiten. Tropfsteine sind die anmutigsten Beispiele für diese Varietät der Gesteinsbildung. Hierbei wird durch Verdunstung von Wasser aus der Calciumhydrogenkarbonat–Lösung der Kalk (CaCO3) wieder abgegeben. Eine andere Möglichkeit ist zum Beispiel gegeben, wenn Schwebeteilchen in übersättigte Lösungen mit feinen Kalkschichten überzogen werden, bis das „Kalkkorn“ nicht mehr in der Schwebe ist, sondern nach unten absinkt. Und dann mechanisch durch den aufliegenden Druck der immer weiter aufgehäuften Materialien verdichtet wird. Aber auch Sandkörner oder Reste von Muschelschalen können ein Ansatz für eine chemische Ausfällung sein. Temperaturerhöhungen oder Druckentlastungen führen zu vermehrter Abscheidung von CO2 und gleichzeitig zur Steigerung der Kalkbildung. Der bekannteste Vertreter in Deutschland ist der Solnhofer Plattenkalk, der durch die eingebetteten Fossilien bekannt ist, die aber nichts mit der Gesteinsbilddung zu tun haben.
Zu den dichten Varianten gehören auch die fälschlicherweise als „Onyxe“ bekannten bunten Quellsedimente, die meistens aus der Türkei oder Pakistan importiert werden. Travertine und Kalktuffe, die auch zu den chemischen Sedimenten gehören, entstehen oft an Quellen und haben große Porenräume. Bedeutende Travertinvorkommen befinden sich in Deutschland zum Beispiel im Bereich von Stuttgart-Bad Cannstatt.
Vápenec | Calchfaen | Ασβεστόλιθος | Limestone | Kalkoŝtono | Caliza | Lubjakivi | Kalkkikivi | Calcaire | אבן גיר | Vapnenac | Mészkő | Batu kapur | Kalksteinn | Calcare | 石灰岩 | 석회암 | Klintis | Kaļķakmens | Kalksteen | Kalkstein | Kalkstein | Wapień | Calcário | Известняк | Limestone | Apnenec | Кречњак | Kalksten | Kireç taşı | ھاك تېشى | Đá vôi | 石灰岩
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Kalkstein".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world