| Kaliumdichromat | |
|---|---|
| Kaliumdichromat.JPG | |
| Allgemeines | |
| Name | Kaliumdichromat |
| Andere Namen | Kaliumbichromat, Doppeltchromsaures Kalium, Pyrochromsaures Kalium, Chromkali, Potassium dichromate (englisch) |
| Summenformel | K2Cr2O7 |
| CAS-Nummer | 7778-50-9 |
| Kurzbeschreibung | leuchtend orangerote Kristalle |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 294,19 g/mol |
| Aggregatzustand | fest |
| Dichte | 2,69 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 398 °C |
| Siedepunkt | >500 °C |
| Dampfdruck | ? Pa (x °C) |
| Löslichkeit | gut in Wasser |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 49-46-21-25-26-37/38-41-43-50/53 |
| MAK | ? |
Kaliumdichromat, K2Cr2O7, ist das Kaliumsalz der in freier Form instabilen Dichromsäure. Andere Bezeichnungen sind: Kaliumbichromat, Doppeltchromsaures Kalium, Pyrochromsaures Kalium, Chromkali, englisch: Potassium dichromate.
Kaliumdichromat löst sich bei 20 °C zu 130 g/L in Wasser.
Kaliumdichromat ist ein starkes Oxidationsmittel, besonders in saurer Lösung, im alkalischen Milieu liegt hauptsächlich das gelbe Chromat CrO42- vor, welches weit weniger stark oxidierend wirkt. Kaliumdichromat ist aus Ionen aufgebaut, es ist daher gut wasserlöslich. Das Dichromat-Anion Cr2O72- steht in wässriger Lösung im Gleichgewicht mit HCrO4-, CrO42-. Daher bilden sich mit Barium-, Blei- und Silberionen (Ba2+, Pb2+, Ag+) gelbe schwerlösliche Chromate und nicht Dichromate. Viele Säureanionen reagieren zu weiteren Anionenkomplexen, beispielsweise entsteht in Chlorwasserstoffsäure CrO3Cl- welches als Kaliumsalz auskristallisiert werden kann. Ähnlich reagieren auch Bromid und Iodid, denn obwohl (thermodynamisch) eigentlich die Oxidation zu den elementaren Halogenen stattfinden müsste, wird die Oxidation durch die geringe Reaktionsgeschwindigkeit verhindert (kinetische Hemmung).
Mit organischen, brennbaren Verbindungen, Reduktionsmitteln, konz. Schwefelsäure, Metallen in Pulverform (besonders: Magnesium, Eisen) sind heftige Reaktionen bis zur Selbstentzündung oder Explosion möglich. Kaliumdichromat ist zwar nicht brennbar, aber brandfördernd. Die Entsorgung von Kaliumdichromat kann mit Eisensulfat erfolgen, wobei es zu Cr(III) reduziert wird, welches ausgefällt als unlösliches Chromhydroxid wesentlich ungefährlicher ist. Gewerbliche Chromatvergiftungen sind melde- und entschädigungspflichtige Berufskrankheiten.
Potassium dichromate | Dicromato de potasio | Dichromate de potassium | 二クロム酸カリウム | Хромпик | 重铬酸钾
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