| Strukturformel | |
|---|---|
| K+ Chlorat.PNG | |
| Allgemeines | |
| Name | Kaliumchlorat |
| Andere Namen | Chlorsaures Kali, Kalium chloricum |
| Summenformel | KClO3 |
| CAS-Nummer | 3811-04-9 |
| Kurzbeschreibung | weißes kristallines Pulver |
| Eigenschaften | |
| Molmasse | 122,55 g/mol |
| Aggregatzustand | fest |
| Dichte | 2,32 g/cm³ |
| Schmelzpunkt | 370 °C |
| Siedepunkt | (zerfällt) |
| Dampfdruck | ? Pa (x °C) |
| Löslichkeit | Löslichkeit in Wasser bei 20 °C: 70 g/l, gut in warmen Wasser, unlöslich in Alkohol |
| Sicherheitshinweise | |
| R- und S-Sätze | R: 9-20/22 S: 2-13-16-27 |
| MAK | ? |
Bei der Elektrolyse einer Kaliumchloridlösung entsteht das Kaliumchlorat auf direktem Weg.
Beim Erhitzen über 550 °C zerfällt es komplett in Sauerstoff und Kaliumchlorid. Diese Zersetzung findet bei der Zugabe von Mangandioxid (Braunstein) als Katalysator schon bei 150 bis 200 °C statt.
Sehr brisant sind Mischungen mit oxidierbaren Stoffen wie beispielsweise Schwefel, Phosphor, Iod und Kohlenstoff, die schon durch Reibung, Stoß oder Schlag explodieren können. Die brisantesten Mischungen sind mit rotem Phosphor und gelten bei feinster Vermischung als dynamitähnlich (Armstrongsche Mischung).In der Technik werden Mengen im einstelligen Milligrammbereich daher nur naß vermischt und mit Bindemittel für Knallkorken und Zündblättchen verwendet. Die bei Vorlesungsversuchen angewendete Mischung der trockenen Komponenten mittels Vogelfeder ist zu gefährlich und unnötig, da nach A. Stettbacher (Spreng- und Schießstoffe, Zürich 1948) in 96%igem Ethanol die Mischung gefahrlos erfolgen kann und erst nach Verdunstung des Alkohols bei Druck Explosion erfolgt. Diese tritt auch bei Mischungen des Chlorats mit organischen Stoffen, z.B. Holzmehl oder Petroleum nach Reibung, Schlag oder Initialzündung ein. Hierdurch ist es schon oft zu Unfällen gekommen.
Ebenfalls verwendet man es zur Produktion von Sprengstoffen („Chloratit“ enthält z.B. etwa 90 % Kaliumchlorat, 10 % organische Kohlenwasserstoffe und einen Zusatz von Holzmehl). Die reibungsempfindlichen Mischungen sind weitgehend durch handhabungssichere Explosivstoffe verdrängt worden.
Kaliumchlorat ist Bestandteil des "Holländischen Bades", einer Ätzflüssigkeit für Kupferplatten aus 88% Wasser, 10% konz.Salzsäure und 2% Kaliumchlorat, die für die Herstellung von Radierungen verwendet wird.
Es ist ein starkes Blut- und Nierengift (> 1 g). Zudem wirkt es antiseptisch und kommt deshalb bei Gurgel- und Mundwässern zum Einsatz. Es gibt allerdings nur noch wenige Gurgelmittel, die Kaliumchlorat enthalten, da es aufgrund seiner Toxizität nur noch beschränkt eingesetzt werden darf. Die antiseptische Wirkung wird heute meist skeptisch beurteilt und sogar angezweifelt.
Versuch: Gummibärchen im Flammeninferno
Potassium chlorate | Kaliumkloraatti | 塩素酸カリウム | Kālija hlorāts | Kaliumchloraat | Хлорат калия | Калијум хлоран | 氯酸钾
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"Kaliumchlorat".
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