article

Eigenschaften
-

*4s1
39
19
K
Periodensystem
Argon - Kalium - Calcium
-
Na
K
Rb  
 
 

- Allgemein
- Name, Symbol, Ordnungszahl Kalium, K, 19
- Serie Alkalimetalle
- Gruppe, Periode, Block 1(IA), 4, s
- Aussehen silbrig weiß
- Massenanteil an der Erdhülle 2,4 %
- Atomar
- Atommasse 39,0983
- Atomradius (berechnet) 220 (243) pm
- Kovalenter Radius 196 pm
- van der Waals-Radius 275 pm
- Elektronenkonfiguration href="http://articles.gourt.com/de/Argon">Ar4s1
- Elektronen pro Energieniveau 2, 8, 8, 1
- Austrittsarbeit 2,3 eV
- 1. Ionisierungsenergie 418,8 kJ/mol
- 2. Ionisierungsenergie 3052 kJ/mol
- 3. Ionisierungsenergie 4420 kJ/mol
- 4. Ionisierungsenergie 5877 kJ/mol
- 5. Ionisierungsenergie 7975 kJ/mol
- 6. Ionisierungsenergie 9590 kJ/mol
- 7. Ionisierungsenergie 11343 kJ/mol
- 8. Ionisierungsenergie 14944 kJ/mol
- 9. Ionisierungsenergie 16963,7 kJ/mol
- 10. Ionisierungsenergie 48610 kJ/mol
- Physikalisch
- Aggregatzustand fest
- Modifikationen -
- Kristallstruktur kubisch raumzentriert
- Dichte (Mohshärte) 856 kg/m3 (0,4)
- Magnetismus -
- Schmelzpunkt 336,53 K (63,38 °C)
- Siedepunkt 1032 K (759 °C)
- Molares Volumen 45,94 · 10-6 m3/mol
- Verdampfungswärme 79,87 kJ/mol
- Schmelzwärme 2,334 kJ/mol
- Dampfdruck 1,06 · 10-4Pa bei __ K
- Schallgeschwindigkeit 2000 m/s bei 293,15 K
- Spezifische Wärmekapazität 757 J/(kg · K)
- Elektrische Leitfähigkeit 13,9 · 106 S/m
- Wärmeleitfähigkeit 102,4 W/(m · K)
- Chemisch
- Oxidationszustände 1
- Hydride und Oxide (Basizität) K2O (stark basisch)
- Normalpotential -2,92 V (K++ e- → K)
- Elektronegativität 0,82 (Pauling-Skala)
- Isotope
-
Isotop NH t1/2 ZM ZE MeV ZP
-
38K {syn.} 7,636 min ε 5,913 38Ar
-
39K 93,26 % K ist stabil mit 20 Neutronen
-
40K 0,012 % 1,277 · 109a β-
ε
1,311
1,505
40Ca
40Ar

-
41K 6,73 % K ist stabil mit 22 Neutronen
-
42K {syn.} 12,360 h β- 3,525 42Ca
-
43K {syn.} 22,3 h β- 1,815 43Ca

- NMR-Eigenschaften
-
39K 41K
-
Kernspin 3/2 3/2
-
gamma / rad/T 1,248 · 107 6,852 · 106
-
Empfindlichkeit 0,000508 8,4 · 10-5
-
Larmorfrequenz bei B = 4,7 T 9,33 MHz 5,12 MHz

- Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Kalium, (von Kali aus arab. al qalja „Pflanzenasche“) ist ein chemisches Element der 1. Hauptgruppe des Periodensystems mit der Ordnungszahl 19.

Geschichte


Am 19. November 1807 berichtete Davy, es sei ihm gelungen, durch Elektrolyse von schwach angefeuchteten Ätzalkalien zwei verschiedene Metalle zu gewinnen; das eine Metall nannte er Sodium (dies ist noch heute die französische und englische Bezeichnung für Natrium), weil es in Soda enthalten ist, das andere Potassium (= englische und französische Bezeichnung für Kalium), weil man es aus Pottasche gewinnen kann. Im deutschen Sprachgebiet wird das Sodium Davys seit 1811 nach einem Vorschlag von Berzelius als Natrium bezeichnet, während man für das Potassium Davys den von Klaproth 1796 eingeführten Ausdruck Kalium (von arab.: al-qali = Asche, aus Pflanzenasche gewinnbar) übernahm.

Vorkommen


Kalium kommt in der Natur nur als Kation in Kaliumverbindungen vor. Im Meerwasser liegt die durchschnittliche Konzentration bei etwa 0,38 gK+/l.

Natürlich vorkommende kaliumhaltige Minerale sind:

Eigenschaften


Kalium.jpg Analog den anderen Alkalimetallen reagiert Kalium mit anderen Elementen und Verbindungen sehr heftig und kommt in der natürlichen Umwelt nur in gebundener Form vor. Chemisch ist es reaktionsfähiger als Natrium. Kalium reagiert heftig mit Wasser unter Bildung von Kaliumhydroxid und Freisetzung von Wasserstoff. Bei Luftzutritt entzündet sich der Wasserstoff, es kann dabei zu Verpuffungen und Explosionen kommen. In trockenem Sauerstoff verbrennt es unter violetter Flamme zu Kaliumhyperoxid KO2. An feuchter Luft reagiert es mit Wasser und Kohlenstoffdioxid weiter zu Kaliumcarbonat. In flüssigem Ammoniak ist Kalium, wie alle Alkalimetalle, unter Bildung einer blauvioletten Lösung gut löslich. Mit den Halogenen Brom und Iod setzt sich Kalium unter Detonation zu den entsprechenden Halogeniden um.

Zur Entsorgung von Kalium wird meist das vorsichtige Einbringen kleiner Stücke des Metalls in einen großen Überschuss an tert-Butylalkohol empfohlen, mit dem es unter Bildung des Alkoholats reagiert. Da diese Reaktion recht langsam verläuft, kann es passieren, dass unbemerkt kleine, mit einer Kruste von Kalium-tert-butylat umhüllte Kaliumreste übrigbleiben. Daher muss sorgfältig auf die Vollständigkeit der Reaktion geachtet werden. Alternativ kann man für kleine Kaliummengen auch 1-Butanol verwenden, das mit dem Kalium zwar schneller, aber dennoch kontrollierbar reagiert. Keinesfalls sollten "niedrigere" Alkohole (Propanole, Ethanol oder Methanol) verwendet werden, da diese zu heftig mit Kalium reagieren und zudem leichter entzündlich sind.

An der Luft überzieht sich die silberweiß glänzende Schnittfläche des frischen Metalls innerhalb von Sekunden mit einer bläulich schimmernden Oxidschicht. Metallisches Kalium wird deshalb unter Schutzgas oder Paraffinöl aufbewahrt. Im Gegensatz zu Natrium kann Kalium bei längerer Lagerung dennoch Krusten aus Oxiden, Peroxiden und Hydroxiden bilden, die das Metall in Form rötlich-gelber Schichten überziehen und die bei Berührung oder Druck explodieren können. Eine sichere Entsorgung ist dann nicht mehr möglich, hier bietet sich nur noch der Abbrand des kompletten Gebindes unter kontrollierten Bedingungen an.

Kalium in der Ernährung

in g/kg und 87% T

Grasprodukte 25-35g

Kartoffeln 20g

Bierhefe 21g

Molken 22-25g

Milchzuckermelasse 35g

Sojaschrot 20g

Ackerbohnen 11g

Erbsen 10g

Rapskuchen 14g

Kleien 10-13g

Verwendung


Kalium wird hauptsächlich in schnellen Brütern in Form einer Na-K-Legierung als Kühlflüssigkeit eingesetzt. Ansonsten hat metallisches Kalium nur geringe technische Bedeutung, da es durch das billigere Natrium ersetzt werden kann.

Im Forschungslabor wird Kalium gelegentlich zur Trocknung von Lösungsmitteln eingesetzt, besonders, wenn der Siedepunkt des Lösungsmittels über dem Schmelzpunkt des Kaliums, aber unter dem Schmelzpunkt von Natrium liegt. Dann liegt das Kalium im siedenden Lösungsmittel geschmolzen vor und seine Oberfläche verkrustet nicht. Man benötigt somit deutlich weniger Alkalimetall und es kann fast völlig beim Trocknungsprozess verbraucht werden, so dass nur sehr kleine Reste entsorgt werden müssen.
Achtung! Halogenierte Lösungsmittel dürfen keinesfalls mit Kalium getrocknet werden. Explosionsgefahr!

Biologische Bedeutung


Bedeutung als Düngemittel

Wasserlösliche Kaliumsalze werden überwiegend als Düngemittel verwendet, da Pflanzen die im Boden vorkommenden Kaliumsilicate schlecht aufschließen können.

Kalium erhöht die Wasseraufnahme der Pflanzenzellen, und ist Gegenspieler von Calcium. Beide Nährelemente müssen also in einem Verhältnis zueinander in der Pflanze und im Boden vorhanden sein.

Wichtige kaliumhaltige Düngemittel:

Bedeutung für den Körper

Kalium ist ein essentieller Mineralstoff, der tägliche Bedarf des Menschen liegt bei ungefähr 2 g. Kaliumreiche Lebensmittel sind u.a. Pilze, Bananen, Bohnen, Chilies, Käse, Spinat und Kartoffeln, in denen es mit bis zu 5 g Kalium/100 g Lebensmittel vorkommt.

Im Körper spielt Kalium eine herausragende Rolle bei der Regulation des Membranpotentials. Die intrazelluläre Kaliumkonzentration liegt bei ungefähr 150 mmol/l, extrazellulär finden sich 4 mmol/l. Die Konzentration an Natrium liegt intrazellulär bei ca. 10 mmol/l, extrazellulär bei 140 mmol/l. Diese Konzentrationsunterschiede werden durch die Na/K-ATPase aufrecht erhalten und sind für die Funktion der Zelle lebenswichtig. Ein dauerhaftes Verschieben dieser zellulären Konzentrationen kann bei erhöhter (Hyperkaliämie) oder erniedrigter (Hypokaliämie) Blutkaliumkonzentration auftreten und führt zu Krankheitssymptomen, die lebensbedrohend sein können. Die in den USA zu Hinrichtungen verwendete Giftspritze enthält Kaliumchlorid, das zu einer Lähmung der Herzmuskulatur und damit zum Tode führt. Kalium gehört zu den wichtigsten Elektrolyten der Körperflüssigkeit und ist für die Steuerung der Muskeltätigkeit mit verantwortlich. Bei Hochleistungssportlern kann es durch übermäßiges Ausschwitzen von Kalium zu Krämpfen und Erschöpfungszuständen kommen.

Radioaktivität

Kalium besteht zu 0,012% aus dem radioaktiven Isotop 40K und verursacht fast 10% der natürlichen radioaktiven Belastung eines Bundesbürgers (0,17 mSv/a zu 2,1 mSv/a Bundesamt für Strahlenschutz.

Nachweis von Kalium


Neben dem spektroskopischen Nachweis kann man in Wasser gelöste Kalium-Ionen mit ionenselektiven Elektroden nachweisen. Die meisten Kaliumelektroden nutzen die spezifische Komplexierung von Kalium durch Valinomycin C54H90N6O18, welches in einer Konzentration von etwa 0,7 % in eine Kunststoffmembran eingebettet ist.
Außerdem ist der qualitative Kaliumnachweis mittels Perchlorsäure möglich. Es bildet sein Kaliumperchlorat, ein weißer Niederschlag.
Quantitativ lässt sich Kalium mit Hilfe der Gravimetrie bestimmen. Hierbei wird Kalium als Tetraphenylborat gefällt und der erhaltene Niederschlag ausgewogen.

Verbindungen


In seinen Verbindungen kommt Kalium nur als 1-wertiges Kation vor:

Quellen


Weblinks


Chemisches Element | Alkalimetall | Periode-4-Element

Kalium | بوتاسيوم | Калий | Potassi | Draslík | Potasiwm | Kalium | Potassium | Kalio | Potasio | Kaalium | Kalium | Potassium | Potasio (elemento) | אשלגן | Kalij | Kálium | Kalio | Kalín | Potassio | カリウム | 칼륨 | Qelye | Kalium | Kalis | Kālijs | Konurehu | Калиум | Kalium | Kalium | Kalium | Potassi | Potas | Potássio | Калий | Kalij | Potassium | Draslík | Kalij | Калијум | Kalium | โพแทสเซียม | Potasyum | كالىي | Калій | Kali | Potassiom |

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Kalium".

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