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Kali ist der Name einer umfassenden philippinischen Kampfkunst, verwandt mit Eskrima und Arnis, konnte sich jedoch die traditionelle Klingenorientierung (Messer / Schwert) über die Kolonialzeit hinaus bewahren. Die philosophische Grundlage ist lebensbejahend; es wird nicht trainiert, um Gesundheit und Leben zu zerstören, sondern um das eigene Leben und das Leben der Familie und Freunde zu schützen. Der Angreifer wird als benachteiligt angesehen.

Kampf- / Bewegungsart


Von Anfang an zentral ist die aktive Verteidigung mit oder gegen Hieb- und Stichwaffen (insbesondere Messer, Stock und Schwert), ein- oder zweihändig, und waffenloser Kampf. Die Bewegungsmuster sind mit und ohne Waffe gleich, was die Verinnerlichung bei Anfängern beschleunigt und bei Fortgeschrittenen intensiviert. Intuitive, nur mäßig modifizierte Alltagsbewegungen werden gegenüber künstlichen Bewegungen bevorzugt, um auch in extremen Streßsituationen handlungsfähig zu bleiben. Das vorherrschende Kampfprinzip ist die taktisch-strategische Anwendung des direkten Gegenangriffs zur Verteidigung, d.h. Abwehr und Gegenangriff erfolgen in einer Bewegung anstatt getrennt / nacheinander (Riposte).

Training


Auf gesunde Bewegungen und freund(schaft)liche, gute Atmosphäre wird meist großer Wert gelegt. Geschwindigkeit, Timing und Überblick trainiert man mit Drills - Partnerübungen, deren Ende wieder die Ausgangssituation ist, die also einen Kreislauf ohne Unterbrechungen darstellen, und daher in kurzer Zeit viele Wiederholungen erlauben. Nicht selten steigt die Geschwindigkeit kontinuierlich an, teilweise werden aufmerksam-meditative Zustände erreicht. Bei zweihändiger Waffenutzung übt sich die Koordination ungemein gut. Links und rechts stehen gleichberechtigt nebeneinander.

Sonstiges


Traditionell gibt es keine Gürtel wie bei Budo-Sportarten. Zur Motivation der Schüler und um Gruppen besser nach Leistungsständen einteilen zu können, haben auch in machen Kali-Stilen Graduierungen Einzug gehalten, meist kenntlich gemacht durch unterschiedliche T-Shirt Farben oder Streifen an den Hosen. Die meisten Stile sind nicht wettkampforientiert, dem entsprechend werden keine Turniere veranstaltet. Stile die Stockkampf-Wettkämpfe durchführen, tragen entsprechend Schutzkleidung, um Verletzungen auszuschließen. Kali-Schulen sind, im Vergleich zu denen anderer Kampfkünste, noch sehr dünn gesäht, jedoch haben sie in der Regel einen höheren Frauenanteil. Die Kraft beim Schwert- / Stockkampf kommt aus dem ganzen Körper, nicht dem Arm / Handgelenk, d.h. man muss nicht überdurchschnittlich kräftig sein, um auch 2-3 Stunden Training durchzuhalten.

Stile


Es gibt eine große Anzahl von verschiedenen Stilarten z.B.

Weblinks


Deutsch

Englisch

Kampfkunst (Philippinen)

 

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