| Kakao | ||||||||||||
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| Kakaofruechte.JPG)]] | ||||||||||||
| : | Rosenähnliche (Rosidae) |
| : | Malvenartige (Malvales) |
| : | Malvengewächse (Malvaceae) |
| veraltet: Sterkulien (Sterculiaceae) | |
| : | Byttnerioideae |
| : | Theobroma |
Der Kakaobaum (Theobroma cacao) gehört zur Gattung Theobroma, die zur Familie Malvaceae (früher Sterculiaceae), der Unterfamilie Byttnerioideae der Malvengewächse gehört. Diese Gattung umfasst rund 20 Arten: immergrüne Büsche und kleine Bäume, die im Unterholz der Regenwälder Lateinamerikas wachsen. Der Kakaobaum verdankt seinen botanischen Namen dem schwedischen Naturwissenschaflter Carl von Linné, der ihm den Namen Theobroma cacao gab (aus griech. theos: "Gott" und broma: "Getränk").
Obwohl der Baum bis zu 15 Meter erreichen kann, wird er auf den Plantagen auf 4 Meter gestutzt. Die Blätter können an der Blattader bis zu 35 cm messen. Die fünfzähligen Blüten stehen direkt am Stamm (man nennt dies Kauliflorie), die Früchte haben eine ledrige Schale, sind gelb, 15–20 cm lang und wiegen bis zu 500 g. Unter einer äußerst harten Schale befinden sich in fünf Reihen angeordnet 30–60 weißliche Samen, die von einem weißen, süßen und schleimigen, sehr schmackhaften Fruchtfleisch (Pulpa) umgeben sind. Aus den Samen, den Kakaobohnen, wird nach einem komplizierten Umwandlungsprozess (siehe Kakaoherstellung) Kakaopulver und Kakaobutter zur Herstellung von Schokolade gewonnen.
Lange Zeit wurden Criollo und Forastero als Unterarten des Kakaobaumes (Theobroma cacao) mit verschiedenen Ursprungsorten angesehen Lanaud, Motamayor, Risterucci: Implications of New Insight into the Genetic Structure of Theobroma cacao L. for Breeding Strategies. Proc. of the Int. Workshop on New Technologies and Cocoa Breeding, INGENIC 2000, S. 93-111. Durch die Landenge von Panama getrennt sollen sich in Mittelamerika der Criollo (T. cacao ssp. cacao) und in Südamerika der Forastero (T. cacao ssp. shaerocarpum) mit ihren eigenen charakteristischen Merkmalen entwickelt haben. Analysen des Erbgutes scheinen dieser These zu widersprechen Motamayor, Lanaud: Molecular Analysis of the Origin and Domestication of Theobroma cacao L. Managing Plant Genetic Diversity, IPGRI 2002, S. 77-87. Demnach soll der alleinige Ursprung des Kakaobaumes in Südamerika liegen, wobei in präkolumbischer Zeit durch den Menschen einzelne Pflanzen nach Mittelamerika gebracht wurden, die man heute zum Criollo zählt. Als Ursprungsregion des Criollo wird der Südwesten Venezuelas vermutet, wo noch heute reinerbiger Criollo zu finden ist.
Eine differenziertere Einteilung der Varietäten nach dem Aussehen der Früchte geht auf Van Hall zurück . Sie wird heute noch für die Beschreibung der Fruchtform verwendet und umfasst folgende Typen:
Kakabäumen mit Früchten der Pentagona-Form ordnete man früher einer eigene Art namens Theobroma pentagona (Bernoulli) zu, es handelt sich jedoch um einen ursprünglichen Criollo International Cocoa Germplasm Database (ICGD Online), Group name details on PENTAGONA. Siehe auch: Criollo, Forastero, Trinitario, Kakaosorten
Der Kakaobaum lässt sich nur unter bestimmten klimatischen Bedingungen kultivieren. Er trägt außerhalb 20° nördlicher und 20° südlicher Breite keine Früchte, braucht gute Böden und ausreichend Wasser; zudem verträgt er keine Temperaturen unter 16 °C und ist anfällig für Krankheiten und Pilze. Da er zur Bestäubung auf Mücken und kleine Fliegen angewiesen ist, liebt er Schatten und verrottendes Laub. Während ein Baum tausende von Blüten hervorbringen kann, ist nur bei einem Bruchteil davon die Bestäubung erfolgreich. Von den sich entwickelnden Früchten werden darüber hinaus zahlreiche in frühen Stadien abgeworfen ("Cherelle Wilt") und nur einige Dutzend Früchte erreichen die Reife.
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