Kakamega in Kenia ist die eher unauffällige Hauptstadt der Western Province mit etwa 60.000 Einwohnern und lebhaftem Markt. Der Name "Kakamega" (Ort des Todes) geht auf die Erinnerung an eine verlustreiche Schlacht zwischen verfeindeten Völkern der Region zurück.
Die Stadt liegt etwa 60 km nördlich von Kisumu am Victoriasee auf einem felsenübersäten Hochplateau mit viel Regen, Moskitos und fruchtbarem Land unmittelbar am Äquator.
Um 1930 war die Stadt Zentrum eines kurzlebigen Goldrausches. Noch heute werden in einer kleinen und baufälligen Goldmine mühsam geringste Mengen Gold aus dem Boden gewaschen.
Neben den üblichen Verwaltungsinstitutionen wie Provinzverwaltung, Krankenhaus, Post und Gefängnis, hat Kakamega einen 9-Loch-Golfplatz (mit Golfhotel), ein Stadion, ein Aids-Waisenhaus und mehrere Kirchen. Katholischer Bischof des Bistums Kakamega ist seit 1972 Philip Sulumeti, das von heutigen Erzbistum Kisumu abgetrennt wurde. Die meisten Bewohner der Stadt sind Luhya (Volk). Die Geburtenrate dieser Region war mit 4,2 jahrelang die höchste der Welt, ist nun aber auf 2,9 gesunken. Derzeit (2005) wird das Kakamega College zu Universität mit landwirtschaftlichem und ökologischen Schwerpunkt ausgebaut.
In unmittelbarer Nähe der Stadt befindet sich das allerletzte Stück Regenwald, das vom Kongo über Uganda in einem schmalen Zipfel nach Kenia reicht und als "Kakamega Forest National Reserve" einen schwachen Schutz genießt. In diesem Wald arbeitet seit 2001, das von BIOTA-Projekt zur Erhaltung des Regenwaldes.
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