Der Kakadu-Nationalpark (englisch Kakadu National Park) liegt 171 km östlich der Stadt Darwin im Northern Territory von Australien. Der Park gilt aufgrund seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt als einer der schönsten Nationalparks in Australien.
Der Name des Nationalparks bezieht sich nicht auf den Vogel Kakadu sondern auf die australischen Ureinwohner vom Stamme Gagudju, die seit rund 40.000 Jahren in diesem Gebiet leben.
Der Park ist eine Kulturlandschaft, der die spirituellen Vorfahren der Ureinwohner während der Schöpfungszeit Gestalt verliehen (Creation Era). Sie bereisten das Land und schufen auf ihrer Reise die Landschaftsformen, Pflanzen, Tiere und Bininj/Mungguy (Ureinwohner). Sie lehrten Bininj/Mungguy, wie sie leben und wie sie das Land pflegen sollten. Der Park wird jetzt von seinen traditionellen Eigentümern, den Aborigines, und den Mitarbeitern von "Parks Australia" gemeinschaftlich verwaltet. Sie streben an, die Interessen der traditionellen Eigentümer zu schützen, das Kulturerbe des Parks zu bewahren und Besucher des Parkes anzuregen von seinen Angeboten Gebrauch zu machen und sich seiner zu erfreuen.
"Build-Up" (Die Zeit vor dem Einsetzen des Monsunregens)
Während dieser Zeit nimmt die Luftfeuchtigkeit immer mehr zu, bis sich schließlich die aufgebaute elektrische Spannung in schwersten Stürmen entlädt, die aber auch Erleichterung verschaffen. Diese Jahreszeit kann unangenehm heiß und schwül sein. Allerdings ist dies auch die beste Jahreszeit für die Beobachtung von Krokodilen und Vögeln in den Flüssen und Feuchtgebieten.
Regenzeit (Dezember bis März)
Ein Besuch in der Regenzeit lässt Sie die lebendigen Veränderungen miterleben, wenn sich nach dem Einsetzen des Monsunregens Bach-und Flussbette füllen und ihr Wasser sich über die Überschwemmungsgebiete ergiesst. Die jungen Triebe verwandeln die Eukalyptuswälder in ein Meer von leuchtendem Grün. Allerdings steigt die Luftfeuchtigkeit oft unangenehm hoch, begleitet von häufigen Regenfällen. Die Zufahrt zu mehreren Parkgebieten ist während dieser Zeit stark eingeschränkt.
Die Aborigines kennen sechs Jahreszeiten:
Die Anzahl der Wasserbüffel wurde durch ein rigoroses Abschußprogramm auf 250 Tiere im Jahr 1996 reduziert. Seitdem ist eine Erholung der einheimischen Tier- und Pflanzenbestands zu verzeichnen.
Eine weitere Gefahr ist die im Jahre 1935 in Australien eingeführte Aga-Kröte.
Image:Aborigine_kunst.jpg|Barramundi-Fische im Röntgenstil Image:Aboriginal Art Australia(1).jpg|Känguru im Röntgenstil am Nourlangie Rock Image:Aboriginal Art Australia(2).jpg|eine Gruppe von Geistern am Nourlangie Rock Image:Aboriginal Art Australia(5).jpg|„Mimi“-Geist in Ubirr
Abgebildet werden Menschen, Tiere, Werkzeuge und Situationen; die Malereien dienen als Wissensspeicher. Bekannte und für Besucher zugängliche Stätten im Park befinden sich in Ubirr und Nourlangie. Da die Felsmalereien mit natürlichen, wasserlöslichen Farben gemalt sind, gefährden Regen und die Staubentwicklung durch Besucher den Bestand. Zu den Hauptaufgaben der Park Ranger gehört deshalb die Konservierung der Malereien durch das Legen von Tropfrinnen und die Umleitung von Wasserflüssen.
Eine Ausstellung und Videofilme vermitteln einen Einblick in die bedeutendsten Lebensräume des Parks.
Mamukala Feuchtgebiet
Eine überdachte Beobachtungsplattform ermöglicht es Vögel zu beobachten. Auf ausgedehnten Gehwegen kann man das Feuchtgebiet umwandern.
Warradjan Kulturzentrum der Ureinwohner
Enthält eine Ausstellung und Informationen über viele Aspekte der Kultur der Ureinwohner des Kakadugebietes. Viele Ausstellungsgegenstände wurden zu Verfügung gestellt von Bininj (Mensch/Mann hier: Bezeichnung der Aborigines des der Gegend) des Murrumbur-Clans. Benannt ist das Zentrum nach Warradjan, der Papua-Schildkröte, deren Form die Architektur des Zentrums nachempfunden ist.
Yellow Water
Ein lebendig sich veränderndes Feuchtgebiet, in der Regenzeit ein überschwemmtes Gewässer, verwandelt es sich während der Trockenzeit-Periode in einen Zufluchtsort für Tiere.
Maguk
Eine ein wunderschöner Teich am Fuße eines kleinen Wasserfalls.
Gunlom Teich
Man kann diesen Wasserfall von seinem Fuß aus betrachten oder aber hochklettern und das oben liegende Felsgebiet erkunden.
Yurmikmik
Insbesondere in der Regenzeit lockt dieses Gebiet mit seinen Angeboten an Wanderwegen entlang der Bachbette, Wasserfällen und Aussichtspunkte.
Ubirr Rock-Kunststätte
Felsmalereien der Ureinwohner und eine wunderschöne, weitschweifende Aussicht auf die Nardab Überschwemmungsgebiete verleihen Ubirr Rock seinen ganz besonderen Reiz.
East Alligator Fluss
Bildet einen Teil der Grenze zwischen Kakadu und Arnhemland. Auf einer Bootsfahrt lassen sich der Fluss und die Kultur der Ureinwohner entdecken.
Bardedjilidji
Ein Spaziergang durch geschichtete Sandsteingebiete, von Wind und Wetter in Höhlen und Säulen umgestaltet.
Nunguluwurr Kunststätte
Ein Wanderweg führt zu einer schattigen und friedvollen Naturgalerie mit Felsmalereien der Ureinwohner.
Gubarateiche
An Sandsteinklippen entlang führt ein Waldweg zu Teichen inmitten eines kühlen, schattigen Regenwaldes.
Kunststätte am Nourlangiefelsen
Am Fuße des Felsen befindet sich eine sehr alte Schutzunterkunft und außerordentliche Felsmalereien der Ureinwohner.
Anbangbang Teich
Dieses kleine Feuchtgebiet, am Fuße des Nourlangie Felsen gelegen, in dem sich Wasserlilien drängeln, stellt ein Paradies für Wasservögel dar.
Mirrai Aussichtspunkt
Von der Plattform aus bietet sich Ihnen ein Blick über die ausgedehnten Eukalyptuswaldgebiete des zentralen Parkgebietes.
Teiche an den Jim Jim Wasserfällen und die Schlucht an Twin Falls
Während der Trockenzeit tröpfelt das Wasser nur in einem dünnen Rinnsal, aber die Teiche am Fuße der Wasserfälle sind von grandiosen Klippen umgeben. In der Regenzeit, lassen sich die Fälle vom Flugzeug aus erkunden.
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