Das Kaisertum Österreich wurde am 11. August 1804 als Erbmonarchie von Franz II., dem letzten Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, begründet. Damit wollte Franz die Ranggleichheit mit Napoléon I. wahren, der sich zuvor zum Kaiser der Franzosen gekrönt hatte. Franz II. war nun als Franz I. der erste Kaiser von Österreich, einem Vielvölkerstaat, der weite Gebiete Italiens an seiner Südgrenze, das heutige Österreich, Tschechien, die Slowakei, sowie große Teile des heutigen Polen und der Ukraine im Norden umfasste und sich im Osten und Südosten über Ungarn, Slowenien und Kroatien bis ins heutige Rumänien und Serbien ausdehnte. Nach zwei Jahren des Doppelkaisertums erklärte er am 6. August 1806 das alte Heilige Römische Reich für erloschen und legte dessen Krone ab, da die Gefahr einer Übernahme durch Napoléon bestand.
Erst mit dem Wiener Kongress 1814/15 endeten die Kriege gegen Napoléon, die das Land wirtschaftlich allerschwerstens belastet hatten. 1811 musste sogar der Staatsbankrott erklärt werden. Nach dem Kongress war der territoriale Umfang vor den Kriegen im Großen und Ganzen wieder hergestellt. Auf die abgelegenen österreichischen Niederlande und Vorderösterreich wurde verzichtet, dafür Salzburg dauerhaft erworben. Es gab aber bis fast zu Ende des Kongresses den Plan, Salzburg bei Bayern zu belassen und dafür am Rhein ein neues Vorderösterreich zu schaffen, das nach heutigen Begriffen Rheinhessen, die Pfalz und das Saarland umfasst hätte. Darauf wurde dann zugunsten der staatlichen Geschlossenheit verzichtet. In Italien wurde das Gebiet bis zum Po direkt beherrscht. Aus den Gebieten des Herzogtums Mailand und der Republik Venedig wurde das Königreich Lombardo-Venetien gebastelt, das ein dauerhafter Unruheherd blieb. Im Herzogtum Parma, dem Herzogtum Modena und der Toskana herrschten habsburgische Sekundogenituren.
1848 kam es im Habsburgerreich, wie auch sonst in Europa, zur Revolution, bei der politische und nationale Probleme fast unentwirrbar verknüpft waren. Zentren waren neben Wien und Prag Mailand und vor allem Ungarn. In Italien konnte Feldmarschall Radetzky die Aufstände unterdrücken sowie eine piemontesische Invasionsarmee zurückschlagen. Weitaus virulenter war die Revolution in Ungarn, wo der Reichstag im Oktober bereits die Habsburger abgesetzt hatte und Lajos Kossuth als De-Facto-Präsident agierte. Letztlich konnten sich die Habsburger nur dank massiver russischer Truppenhilfe und dem Einsatz der Kroaten unter Banus Jellačić, die eine Unterdrückung Kroatiens durch die Ungarn stärker ablehnten als die Herrschaft der Habsburger, halten. Der Kampf der Nationalitäten gegeneinander, der das Reich fast gesprengt hätte, rettete nun die Habsburger. Auch in Wien wurde die Revolution durch Jellačić und Windischgrätz 1849 niedergeschlagen.
Die Verfassung von 1848, die von Franz von Pillersdorf ausgearbeitet worden war (Pillersdorfsche Verfassung), trat nie in Kraft. Der neue Kaiser Franz Joseph I. zwang dem Kaiserreich eine Verfassung auf (oktroyierte Verfassung), die aber 1851 wieder außer Kraft gesetzt wurde. Bis 1859 regierte der Kaiser allein (Neoabsolutismus).
Diese Niederlage, die das kaiserliche Prestige schwer beschädigte, machte ein Aufrechterhalten des neoabsolutistischen Regiments unmöglich. Es kam zu zwei Verfassungsentwürfen (Oktoberdiplom 1860 und Februarpatent 1861, beide per Anordnung des Kaisers erlassen). Schon diese beiden Verfassungsentwürfe zeigen ein starkes Schwanken zwischen Zentralismus und Föderalismus, wobei Ersterer von den Liberalen und Letzterer von den Konservativen getragen wurde. Beide erwiesen sich als nicht zielführend. Das Modell des Oktoberdiploms, das Parlament von den Landtagen wählen zu lassen, hatte das liberale Bürgertum gegen sich und der Versuch des liberalen Ministerpräsidenten Anton von Schmerling, einen allgemeinen Reichstag direkt wählen zu lassen, scheiterte nicht zuletzt am Boykott der Ungarn.
Die Bezeichnung Kaisertum Österreich, deren Kaiserwürde sich nun nur noch auf den österreichischen Landesteil des österreich-ungarischen Gesamtstaates bezog, wurde fortan nicht mehr gebraucht. Offiziell hieß dieser Landesteil nun Die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder, inoffiziell wurde er oft Cisleithanien genannt. Der Name "Österreich" wurde aber nach wie vor als mögliche Bezeichnung für einen Gesamtstaat empfunden, daher wurde er von den Ungarn vehement abgelehnt. Erst 1916 wurde der Name "Österreich" für die westliche Reichshälfte (wieder) offiziell.
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