| Kafue | |
|---|---|
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| Daten | |
| Lage: | In Sambia |
| Länge: | 950 km |
| Quelle: | Im Norden von Sambia an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo |
| Mündung: | In den Sambesi an der Grenze zu Simbabwe |
| Wichtige Nebenflüsse: | Lufupa, Mushingoshi, Lungwa |
| Größere Städte am Fluss: | Kafue, Mazabuka |
| Befahrbarkeit: | Wegen Stromschnellen nur eingeschränkt schiffbar |
Der Kafue ist einer der größten Flüsse Sambias.
Der Kafue entspringt nahe Ndola in 1.513 m Höhe. Er durchfließt Sambia von Norden nach Süden, durchquert dabei den Kafue-Nationalpark und mündet in den Sambesi. Im Kafue-Nationalpark wird der Kafue durch den Itezhitezhi-Damm gestaut, der 80 MW Strom liefert und durch sein großes Staubecken für einen gleichmäßigen Durchfluss über das Jahr sorgt. Südlich Lusakas wird der Fluss in der Kafue-Schlucht durch die Kafue-Talsperre aufgestaut. Die Turbinen hier erzeugen 900 MW (1972), von denen 431 MW exportiert werden. Sambia ist durch diese Talsperre in der Lage, fast seinen gesamten Energiebedarf zu decken. Oberhalb des Dammes wird am Rand der Kafue-Auen großflächig Bewässerungswirtschaft betrieben. Hier liegen die wirtschaftlich bedeutendsten und agrarisch ertragreichsten Flächen Sambias. 700.000 Menschen leben in den weiten Kafue-Auen (siehe Koordinaten) von Viehhaltung und Fischerei, der Landwirtschaft am Rand der Auen, wo riesige Flächen größflächig bewässert werden, oder der Zuckerindustrie in der Stadt.
Ein Projekt hat 1999 den Bestand an Wasserhyazinthen (Eichhornia crassipes) dramatisch reduziert, eine um 1890 von Engländern aus Lateinamerika eingeführte Wasserpflanze, die sich im Sambesi und allen seinen Nebenflüssen pestartig ausgebreitet hat und fast undurchdringliche Teppiche bildet. Diese Pflanze wird von keinem Tier gefressen und überlebt längste Trockenzeiten. Sie verstopft Turbinen und verlangsamt den Wasserlauf.
Der Kafue durchfließt das Bergbaugebiet des Copperbelt, aus dem er verschiedene Metallrückstände mitschwemmt. Das Wasser des Flusses gilt auch als mit Kunstdüngerrückständen stark belastet. Mazabuka mit 130.000 Einwohnern und Kafue-Stadt mit 160.000 Einwohnern lassen ihre Abwässer, auch industrielle ungeklärt in Becken versickern. Februar 2006 wurde eine Cholera-Epedemie auf den Kafue-Inseln gemeldet. (Studie steht unter Weblinks: Bedeutung des Kafue ...)
Siehe auch: Kafue
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"Kafue (Fluss)".
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