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DeLonghi Kaffeevollautomat.jpg | Espressovollautomat für Heimgebrauch.jpg Ein Kaffeevollautomat ist eine Espressomaschine in Form eines komplexen Geräts, das nach der Espresso-Methode vollautomatisch diverse Kaffeevariationen produzieren kann. Im Vergleich zu anderen Methoden der Kaffeezubereitung (siehe Alternativen) reduziert sich die Bedienung eines Vollautomaten auf wenige Knopfdrücke zur Erzeugung eines Kaffees.

Ein Vollautomat besteht für gewöhnlich aus den Komponenten: Mahlwerk, Pumpe, Durchlauferhitzer und/oder Boiler sowie dem Herzstück - der Brühgruppe. Je nach Hersteller ist die Brühgruppe dauerhaft im Gerät installiert, oder kann zu Reinigungs- und Wartungszwecken einfach aus dem Gerät entnommen werden.

Die Steuerung des Vollautomaten erfolgt über ein Bedienteil, welches den aktuellen Betriebszustand optisch (Leuchtdioden oder Textdisplay) darstellt. Je nach technischer Ausstattung des Gerätes lassen sich Wassermenge und Pulvermenge pro Bezug verändern oder dauerhauft einer Bezugstaste zuweisen.

Die meisten Geräte bieten zusätzlich zur Möglichkeit Kaffee zuzubereiten die Option, mit Hilfe von heißem Wasserdampf Milch aufzuschäumen. Einige Modelle erzeugen den Milchschaum für einen Cappuccino oder Latte Macchiato mittels eines Cappuccinatores. Dieser saugt automatisch Milch an und verarbeitet sie zu Milchschaum. Die Geräte sind mit Reinigungs- und Entkalkungsprogrammen ausgestattet, die in regelmäßigen Abständen vom Nutzer die Zuführung der erforderlichen (und vom Hersteller angebotenen) Chemikalien verlangen. Um frühzeitiges Verkalken der Maschine zu vermeiden und um unerwünschte Stoffe aus dem verwendeten Wasser zu entfernen, statten die Hersteller ihre Geräte mit austauschbaren Wasserfiltern aus.

Mangelhafte Haltbarkeit und Serviceprobleme


Kaffeevollautomaten werden seit 1985 (Saeco) von verschiedenen, zumeist italienischen und schweizer Herstellern, produziert. Die übliche Preisspanne der meisten angebotenen Produkte liegt zwischen 400 und 1200 Euro (Stand: 2006), wobei der Ladenpreis in dieser Größenordnung vornehmlich die Anzahl der Ausstattungsmerkmale kennzeichnet, jedoch keinen Rückschluss auf die Qualität der verbauten Teile oder die Haltbarkeit der Maschine insgesamt zulässt.

Im Internet sind allein mehrere deutschsprachige Foren zu finden, die sich ausschließlich mit der Problembehebung (Reparaturen, Bezug von Ersatzteilen usw.) auseinandersetzen. Dabei stellt sich oft heraus, dass preisunangemessene, minderwertige Bauteile (das betrifft auch Kleinteile wie Dichtungsringe und lebensmittelechte Fette) verwendet werden und sich durch höherwertige Teile die Funktionstüchtigkeit und Haltbarkeit nachweislich wesentlich verlängern ließe. Der Westdeutsche Rundfunk hat in seiner Fernsehreihe „Servicezeit Technik“ am 04.08.2005 das Thema aufgegriffen und kommt zu dem - auch in den einschlägigen Internetforen von Fachleuten vertretenen Urteil, dass die Kaffeevollautomaten bislang in einer Qualität gebaut werden, die ab der etwa 1000sten bis 1500sten Nutzung (entspricht in den meisten Fällen einer Nutzungszeit von etwa 2 Jahren und entspricht damit der gesetzlich vorgeschriebenen Garantiezeit) Probleme heraufbeschwört. Der dann einsetzende Kundendienst ist widerum teilweise so schlecht, dass er die „Stiftung Warentest“ auf den Plan rief, die unerkannte Fehler, überhöhte Servicepreise und zu lange Ausfallzeiten der Geräte bemängelte.

Alternativen


Abgesehen von den sogenannten Vollautomaten werden (neben diversen, vor allem in Italien, der Türkei, Griechenland und in arabischen Ländern verbreiteten manuellen Methoden der Kaffeezubereitung, sowie anderen eher exotischen Maschinenvarianten, wie beispielsweise Hebelmaschinen) auch andere Maschinen sogenannte Siebträgergeräte (Halbautomaten) angeboten, die im Gegensatz zu den vorgenannten Automaten eine weitgehend problemfreie Nutzung gewähren, dafür aber dem Nutzer einige Arbeitsschritte zur eigenständigen manuellen Ausführung überlassen. So müssen beispielsweise die Kaffeebohnen separat gemahlen und in den Siebträger von Hand eingefüllt werden (obwohl es auch Siebträgermaschinen gibt, die das auf Knopfdruck erledigen). Und nach Gebrauch muss der Siebträger ausgeklopft werden, um für eine erneute Nutzung zu Verfügung zu stehen. Die sonstigen, von den Vollautomaten bekannten Ausstattungsdetails (eingebaute Kaffeemühle, Aufschäumer usw.) bieten einige Siebträgermaschinenmodelle ebenso. Siebträgermaschinen gelten als wesentlich robuster als Vollautomaten und ihre wesentlichen Bauteile bestehen grundsätzlich aus massivem Metall (meist aus wärmespeicherndem Messing), wohingegen in den Vollautomaten viele Bauteile aus Kunststoff gefertigt sind. Preislich sind Siebträgermaschinen zumeist günstiger als Vollautomaten, wenngleich insbesondere die im Gastronomiebereich verbreiteten professionellen Siebträgergeräte (mit Kuperrohren, getrennten Wasser- und Heizkreisläufen, Manometern usw.) auch bis zu mehreren tausend Euro kosten können. Spezielle Reinigungsmittel, wie sie bei den Kaffeevollautomaten regelmäßig zur Anwendung kommen, werden für Siebträgergeräte nicht benötigt.

Funktionsprinzip und Vorteile gegenüber Filterkaffee


Im Gegensatz zur gewöhnlichen Filterkaffeemaschine presst der Kaffeevollautomat das, zumeist frisch gemahlene, Kaffeepulver fest zusammen. Mit einem Druck von etwa 10-12 bar wird das heiße Wasser durch das Kaffeepulver gedrückt (Dauer für einen Espresso etwa 20-30 Sekunden). Die kurze Einwirkzeit und der dabei vorhandene Druck bewirken einserseits den Aufschluss erwünschter Aromastoffe und verhindern zugleich das Austreten von Bitterstoffen und bieten darüber hinaus den Vorteil, dass weniger Koffein freigesetzt wird. Deshalb sind mit Espressomaschinen (Vollautomaten oder Siebträger; siehe unten) erzeugte Kaffees und seine Derivate (Cappuccino, Espresso etc.) bekömmlicher und geschmackvoller als der weit verbreitete Filterbrühkaffee. Durch den hohen Druck mit dem das Waser durch das Kaffeepulver gepresst wird, werden auch die in der Bohne befindlichen Öle extrahiert, wodurch eine besonders schöne Crema (der feine Schaum auf der Oberfläche des Getränks) entsteht. Anhand der Farbe und Konsistenz der Crema lässt sich auf die Qualität des Espressos rückschließen.

Gerätetypen und Hersteller


Kaffeevollautomaten teilen sich in solche mit Zulassung für den gewerblichen Einsatz (Gastronomie) und solche für den Heimgebrauch. Die meisten Produzenten von Vollautomaten stellen auch Siebträgermaschinen her.

Eine Auswahl bekannter Hersteller/Marken:

Einige Hersteller fertigen auch für Fremdfirmen aus dem Bereich der Haushaltsgeräte (AEG, Bosch, Siemens usw.) die Vollautomaten. Diese sind dann vom Innenleben her baugleich mit den betreffenden Modellen der Originalherstellers und unterscheiden sich nur im äußeren Design.

Weblinks


Küchenmaschine | Kaffee

 

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