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Der Ausdruck Kader (v. frz. quadre, cadre = Geviert, besonderer Bereich; entlehnt aus russ. kadr) bezeichnet ursprünglich eine besondere Gruppe militärischer Vorgesetzter.

Im sowjetischen Einflussbereich waren Kader ein durch politische und fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten führender Personenkreis im Partei- und Ideologiebereich ("Parteikader", "Führungskader", "Leitungskader", "Nachwuchskader", "Kaderpolitik"). Insbesondere zählten die Funktionäre der Parteien und Massenorganisationen (Leitungskräfte) und die Hoch- und Fachschulabsolventen (Experten) dazu, normale Werktätige aber nicht. "Reisekader" hatten die Erlaubnis, ins "nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet" zu reisen, um dort Aufgaben für ihre Betriebe oder Institutionen zu erfüllen.

Heute bezeichnet der Ausdruck im Deutschen Führungskräfte oder Eliten in allgemeinen Bereichen, z. B. Industrie oder Sport, wird aber auch heute noch vorzugsweise im Sprachraum der ehemaligen DDR benutzt. Auch in der Schweiz ist er weit verbreitet.

Siehe auch


Literatur


  • Wörterbuch der marxistisch-leninistischen Soziologie, 2. überarb. Auflage, Berlin (Ost) 1977, Seite 325
  • Wörterbuch der Ökonomie Sozialismus, 3. überarb. Auflage, Berlin (Ost) 1973, Seite 453
  • Glaeßner, G.-J., Herrschaft durch Kader: Leitung der Gesellschaft und Kaderpolitik in der DDR am Beispiel des Staatsapparates., Opladen, Westdeutscher Verlag, 1977

Wirtschaft | DDR

Professional revolutionaries

 

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