Bei einem Kachelofen handelt es sich um einen im allgemeinen vor Ort aus Schamottesteinen gesetzten Ofen, der mit Holz geheizt wird und der mit Kacheln verkleidet ist.
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Dieser Kachelofentyp entnimmt Luft aus dem Wohnraum oder aus dem Freien, erwärmt sie im Ofeninneren und gibt sie gezielt über Luftöffnungen wieder ab. Er heizt mehrere Räume direkt oder ganze Etagen mittels Warmluftkanälen oder keramischen Zügen. Die Warmluft hat einen Anteil von 60-80% an der abgegebenen Wärme, der Rest ist Strahlungswärme, die über die Kacheloberfläche abgegeben wird. Der Warmluftkachelofen gibt schnell und wirtschaftlich Wärme ab.
Der Kombi-Kachelofen ist eine Mischung aus Warmluftofen (dem Heizeinsatz) und Grundofen (gemauerte Züge). Dies ist zur Zeit die beste Ofenanlage, weil ein bei Bedarf austauschbarer Heizeinsatz mit moderner Verbrennungstechnik (raumluftunabhängige Verbrennungsluftzufuhr, Sonderarten für andere Brennstoffarten wie Pellets, Briketts, Öl oder Gas) eingebaut werden kann. Die gemauerten Züge werden an der Ofenwand entlang geleitet, damit ein möglichst gleichmäßiger und großer Wärmeanteil an den Raum abgegeben werden kann. Ein weiterer Vorteil ist eine schnelle Wärmeabgabe vom Heizeinsatz (ca. 15 bis 20 min) und eine Speicherzeit zwischen 6 und 12 h des keramischen Zugs.
Nehmen Sie zum Beispiel den deutschen Kachelofen - wo ist er außer in deutschen Landen anzutreffen? Ich bin sicher, dass ich ihn in Gegenden, wo Deutsch nicht die Landessprache ist, noch nicht gesehen habe. Dennoch ist er bei weitem der beste, der praktischste und sparsamste Ofen, der bis heute erfunden worden ist. Dem unwissenden Fremden erscheint er nicht gerade vielversprechend; doch man kommt bald dahinter, dass er Meisterhaftes leistet, Der Ofen hat ein Türchen, durch das man nicht einmal den Kopf stecken könnte - ein Türchen, das zum restlichen Bauwerk in einem krassen Missverhältnis steht; dennoch ist die Tür genau richtig, denn man benötigt kein sperriges Brennmaterial. Man benutzt Brennstoff von geringer Größe und davon traumhaft wenig. Hinter der Tür liegt eine winzige Brennkammer, die nicht mehr Brennstoff aufnimmt, als ein Kleinkind im Arm herbeitragen kann. An einem kalten Morgen um halb acht bringt der Knecht ein Körbchen mit schlanken Kieferstreichholz an und macht die Tür zu. Nach zehn, zwölf Minuten sind sie heruntergebrannt. Dann steckt er den Rest hinein, schließt die Tür ab und geht mit dem Schlüssel davon. Die Arbeit ist getan. Erst am nächsten Morgen kommt er wieder. Den ganzen Tag lang und bis tief in die Nacht ist es in jedem Winkel des Zimmers herrlich warm und gemütlich, man bekommt kein Kopfweh und leidet weder unter stickiger Luft noch unter Beklemmungen. In einem Zimmer in Amerika, sei es mit Dampf, heißem Wasser oder offenem Feuer beheizt, ist es in der Nähe des Heizkörpers oder der Feuerstelle am wärmsten - die Hitze verteilt sich nicht gleichmäßig im Raum; in einem deutschen Zimmer ist es hingegen in der einen Ecke so angenehm wie in der anderen. >Nichts ist gewonnen oder verloren, wenn man neben dem Ofen sitzt. Seine Oberfläche ist nicht heiß; man kann ihn überall anfassen, ohne sich zu verbrennen. Überlegen Sie sich das einmal. Einmal einschüren hält den ganzen Tag; das Heizen kostet fast nichts; den ganzen Tag über herrscht gleichmäßige Wärme, statt dass es abwechselnd zu heiß oder zu kalt ist; man kann sich in aller Ruhe seinen Geschäften widmen; jede Angst und Sorge um das Feuer erübrigt sich; der Traum, den ganzen Tag lang körperliches Behagen zu empfinden, ist wahr geworden. Amerika könnte diesen Ofen adoptieren, aber kommen die Amerikaner auf die Idee? Der amerikanische Holzofen, gleich welcher Sorte, ist ein Alptraum. Wie soll man seine Seelenruhe finden, wenn der Ofen mehr Aufmerksamkeit braucht als ein Baby? Alle Augenblicke muss man nachschüren, die ganze Zeit muss man ihn im Auge behalten; und als Lohn für all die Mühe wird man die halbe Zeit gegrillt und die halbe Zeit erfriert man. Er erwärmt keinen Winkel des Zimmers außer dem, in dem er steht; er erzeugt Kopfweh und Erstickungsangst; die Haut fühlt sich trocken und fiebrig an; und wenn die Holzrechnung kommt, meint man, einen Vulkan gespeist zu haben. In Amerika haben wir auch vielerlei Kohleöfen - Teufelswerk allesamt. Die üblichen Brenner sind gewitzt und fordern wenig Aufmerksamkeit; aber keiner von ihnen gleich welcher Sorte, verteilt die Wärme gleichmäßig im Raum oder kann die Temperatur halten, und alle sorgen dafür, dass das Leben aus der Atmosphäre weicht und einem die stickige, verqualmte Luft den Kopf umnebelt...
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