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  • Dr. Manuel Cubero, Kabelfernsehen & Content
  • Heinrich W. Kreutzer, Arbeitsdirektor
  • Paul Thomason, Chief Financial Officer (CFO)
  • Christof Wahl, Sprecher der Geschäftsführung / Chief Operating Officer (COO)
  • Rainer Wittenberg, Vertrieb & Marketing
KABEL DEUTSCHLAND GMBH
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Unternehmensform GmbH
Gegründet 2003
Firmensitz München-Unterföhring
Geschäftsführung
Mitarbeiter 2.500 (Stand: 31. Mai 2005)
Branche Kabelnetzbetreiber & Bezahlfernsehen
Website kabeldeutschland.de

Kabel Deutschland (KDG) ist größte Betreiberin von Breitbandkabelnetzen für Kabelfernsehen, Telefon- und Internetzugang in Deutschland.

Geschichte


Kabel Deutschland wird im Januar 1999 als Tocher der Deutschen Telekom gegründet, um die Breitbandkabelnetze in Deutschland, die ab Anfang der 1980er Jahre von der Deutschen Bundespost aufgebaut wurden, für den kartellrechtlich gebotenen Verkauf in einer Einheit zu organisieren. Kabel Deutschland wiederum wird in neun Regionalgesellschaften aufgeteilt, von denen in den Jahren 2000 und 2001 drei (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg) verkauft werden.

Nachdem im Februar 2002 der Verkauf der verbliebenen sechs Gesellschaften an Liberty Media vom Bundeskartellamt untersagt wurde, übernehmen im März 2003 die Finanzinvestoren Apax Partners, Providence Equity und Goldman Sachs Capital Partners Kabel Deutschland.

Im selben Jahr beginnt Kabel Deutschland damit, die Netze für weitere Dienste (Digitalfernsehen, Internet- und Telefonanschluss) aufzurüsten.

Im Februar 2006 erwarb der Finanzinvestor Providence Equity 95% der Anteile.

Flächendeckung


Kabel Deutschland wollte ein flächendeckendes Netz betreiben und dazu alle Konkurrenten aufkaufen. Das Bundeskartellamt verhinderte die Aufkäufe und somit die bundesweite Monopolstellung für KDG im Programm-Einspeise-Markt. Dies geschah zuletzt am 7. Oktober 2004 in den drei großen Fällen: ish (Provider für Nordrhein-Westfalen), iesy (Provider für Hessen) und Kabel BW (Provider für Baden-Württemberg) 2,7 Milliarden Euro hätte dies Kabel Deutschland gekostet, was - wie oben erwähnt - verhindert wurde. Damit hätte Kabel Deutschland das gesamte Überlandkabelnetz in der Hand, außerdem 17 Millionen von insgesamt 22 Millionen Kabelanschlüssen in Deutschland. Man ist aber weiterhin bemüht, wenigstens in den restlichen Bundesländern das Monopol zu erlangen und die Netzebene 4 Betreiber, die z.T. eigene lokale oder regionale Netze aufgebaut haben, zu verdrängen oder übernehmen.

Kabel Digital


Prinzip

In den meisten Städten, die im Bereich von KDG liegen, wird ein erweitertes Digitalangebot betrieben. Das Projekt ist ein Mammut-Projekt in der deutschen Medienlandschaft. Gut unterrichtete Kreise sprechen von mehreren Millionen Euro, die in manchen Großstädten allein für Werbung ausgegeben worden seien.

Kooperationen

Um das Angebot (vor allem im Bereich Digital-Fernsehen) den Kunden schmackhaft zu machen, hat Kabel Deutschland sich in letzter Zeit darum bemüht möglichst viel Exklusivrechte zu erwerben.

  • Private Sender ins Kabel: Kabel Digital hat mit RTL World und der ProSiebenSat.1-Gruppe eine Kooperation ausgehandelt, sämtliche Sender der beiden Familien ins Netz einspeisen zu dürfen. Geplant sind auch neue Pay-TV-Angebote von RTL und ProSiebenSat.1. So wurden im Juni 2006 die beiden Pay-TV Sender Sat.1 Comedy und Kabel 1 Classic ins KD-Home-Paket eingespeist. Voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2006 werden auch Pay-TV-Sender der RTL-Gruppe bei KD Home starten. Die privaten Sender sind im Paket Kabel Digital Home für knapp 17 Euro im Monat empfangbar, die freie Einspeisung (gegen eine einmalige Freischaltgebühr) wurde aus wirtschaftlichen Erwägungen im Juni 2006 eingestellt.

Kritiker und Gegner

Seit seinem Bestehen hat KDG viele Kritiker und Gegner, die an angebliche Korruption beim Wechsel von Telekom zu KDG glauben. Durch Kabel Digital wurden die Gegner zahlreicher, da befürchtet wird, dass die Kombination aus Telefon, Fernsehen und Internet zu einer Monopolstellung führen könnte. Die Kritiker befürchten auch, dass zur Zeit der allgemeinen technischen Neuerung im Bereich HDTV und DVB-T Kabel Deutschland die Vorliebe der Bürger zu technisch Neuem ausnutzen könnte und somit das eigene Produkt besser vermarkten könnte. Ein weiterer Kritikpunkt der Gegner ist das zu späte Erkennen der Bedeutung von DVB-C: Einige Kritiker argumentieren gegen die hohen Werbeinvestitionen; diese Mittel wären im Netzausbau besser aufgehoben gewesen. Auch an Kundenfreundlichkeit mangele es, so die Kritiker. Nicht wirklich Kritik sondern Verwunderung entsteht, wenn man überlegt, dass KDG früher als Hauptargument gegen den Satellitendirektempfang betonte, dass für den Kabelempfang kein Zusatzgerät erforderlich wäre. Seit KDG selbst einen Decoder einsetzt, argumentiert man anders herum und erklärt, die Installation eines DVB-C-Receivers sei äußerst einfach. Tatsächlich sei, wie Kritiker meinen, die Inbetriebnahme eines digitalen Empfangsgerätes für Kabel keineswegs einfacher als die Installation eines vergleichbaren Gerätes für den Satellitenempfang.

Digitalfernsehen

Für das digitale Fernsehen von Kabel Deutschland wird eine zusätzliche Empfangsbox (DVB-C-Receiver) benötigt (siehe auch digitale Fernseher).

Das Angebot besteht aus den gebührenfinanzierten Digitalsendern der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: ARD digital (24 Sender) und ZDFvision (5 Sender). Sie werden unverschlüsselt eingespeist und es fallen keine weiteren Kosten an.

KDG bietet neben dem Angebot von Premiere auch eigene Pay TV-Pakete an. Hierzu gehören Kabel Digital Home (34 Fernseh- und 35 Radiosender) und mehreren internationale Pakete, für die pro Paket und Endgerät ein Abonnement abgeschlossen werden muss und für die eine monatliche Gebühr – zusätzlich zum Kabelanschluss – erhoben werden.

Die Pay TV-Angebote von KDG und Premiere und die digital eingespeisten Privatsender (RTL Gruppe sowie die Sender der ProSiebenSat1-Gruppe) werden nur verschlüsselt eingespeist und es wird eine kostenpflichtige Smartcard pro Endgerät benötigt.

Die Pay-TV-Pakete von KDG sehen wie folgt aus:

1-2-3.tv
9live
BBC World
Bibel TV
Bloomberg TV
Das Vierte
DSF
EuroNews
Eurosport
Eurosport 2
K-TV
Kabel 1
MTV
n-tv
N24
NICK
ProSieben
RTL
RTL 2
Sat.1
Super RTL
Tele 5
terranova
TRT INT
TV5
Viva
Viva Plus
VOX

Xtra Music (10 Audios)
Evangeliums-Rundfunk (ERF Radio)
Radio Horeb

13th Street
AXN (DE)
BBC Prime
Boomerang (DE)
E!-Entertainment
Extreme Sports
ESPN Classic Sport
Fashion TV
Games TV
Gute Laune TV
Kabel eins classics
Kinowelt
Motors TV
MTV Dance
MTV Hits
NASN
National Geographic (DE)
Planet
Playboy TV
Playhouse Disney
Sailing Channel
Sat.1 Comedy
SciFi
Silverline
Spiegel TV
The History Channel
Toon Disney (DE)
Toon Disney +1 (DE)
Trace.TV
Tv.gusto premium
VH1 Classic
Wein TV
Wetter Fernsehen

Xtra Music (35 Audios)

AXN (EN)
BBC Prime
Boomerang (EN)
CNBC
ESPN Classic Sport
Extreme Sports
MTV Dance
MTV Hits
NASN
National Geographic (EN)
Sky News
TCM
Toon Disney (EN)
VH1 Classic
Sailing Channel

BBC World Service

Internet und Telefonie

Kabel Deutschland bietet neben Fernsehprodukten über das Kabelnetz auch Telefonverbindungen (Voice over IP) und Internet-Anschlüsse an. Medienberichten zufolge kämpft das Unternehmen in diesem Bereich allerdings mit schwerwiegenden technischen Problemen. Kunden beklagen die mangelhafte Qualität und schlechte Erreichbarkeit des Service und neben dem Fehlen einer kostenlosen Hotline ein funktionierendes Online-Kundenportal. Darüber hinaus wird dem Unternehmen vorgeworfen, Kunden wegen übermäßiger Internet-Nutzung trotz Flatrate außerordentlich zu kündigen.

Siehe auch


Weblinks


Kabel Deutschland

Fernsehsender

 

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