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Der private Fernsehsender kabel eins, ehemals Kabel 1 und davor Der Kabelkanal, ist ein Vollprogramm und gehört zur ProSiebenSat1-Senderfamilie. Das Programm von kabel eins besteht schwerpunktmäßig aus Spielfilmen und Fernsehserien sowie eigen- und auftragsproduzierten Shows und Unterhaltungsformaten mit täglichen Nachrichten, Reportage-Magazinen und Dokumentationssendungen. Das Angebot des Senders reicht von Kultur und Wissenschaft über Unterhaltung und Erotik und richtet sich auch an ältere Zielgruppen.

Am 29. Februar 1992 um 10:15 Uhr geht Der Kabelkanal als ein Unterhaltungs-Spartensender auf Sendung. Die erste Sendung war der britische Spielfilm Ein neuer Geist auf Schloss Rathbarney (Happy ever after, 1954) mit David Niven. Der Kabelkanal ist zu diesem Zeitpunkt exklusiv über die Kabelanschlüsse der Deutschen Telekom empfangbar. Der Sender war zwar über Eutelsat empfangbar, allerdings verschlüsselt in der Norm D2-MAC. Mit dem Kabelkanal wollte die Deutsche Telekom, die damals Alleineigner der großen Kabelnetze war, ihr Angebot gegenüber dem damals stark anwachsenden Satellitendirektempfang attraktiver machen. Der Kabelkanal war ein Joint-Venture zwischen der Kirch-Gruppe und der Deutschen Telekom, die meist alten Programmbestandteile (Filme, Serien) stammten aus dem Fernseharchiv des Filmhändlers Leo Kirch. Erst später ist auch der unverschlüsselte Empfang über Satellit (Astra) möglich. ProSieben, damals ein Unternehmen der Kirch-Gruppe, ist zu dieser Zeit mit 45 Prozent am Kabelkanal beteiligt.

Am 24. Dezember 1994 wird aus dem Kabelkanal der Sender Kabel 1. Am 7. April 1995 wird Kabel 1 auf den Satelliten Astra 1a aufgeschaltet, und ist ab diesem Zeitpunkt europaweit unverschlüsselt empfangbar. Nach und nach wird das Programm ausgebaut und sendet vom 14. Juli 1997 an mit der Lizenz eines Vollprogramms. Kabel 1 ist eine hundertprozentige Tochter der ProSiebenSat.1 Media AG.

Zwischenzeitlich musste das Kabel-1-Logo aufgrund einer Klage der ARD umgestaltet werden. Die ARD setzte sich vor Gericht mit der Auffassung durch, dass das Erscheinungsbild der im Kabelsymbol eingeschlossenen „1“ (vgl. Abbildung unten rechts) zu Verwechselungen mit dem Logo des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders Das Erste führen könne.

Vorsichtshalber wurde die „1“ aus dem Logo entfernt; übrig blieb ein „Stummel“ direkt in der Mitte des Emblems.

Der_Kabelkanal.jpg | Kabel1.png

Im Oktober 1999 fiel dann nach 5 Jahren das Urteil – die ARD verlor in allen Anklagepunkten und das Logo bekam seine "1" – gekoppelt mit einem kompletten On-Screen-Redesign – zurück.

Am 28. März 2005 wird aus dem Sender kabel eins. Das Logo und On-Screen-Design änderte sich erneut *.

Bisherige Geschäftsführer: Donald P. T. McLoughlin (1992), Karlheinz Jungbeck (1992–1996), Dr. Ludwig Bauer (1996–1997), Nicolas Paalzow (1997–2000), Andreas Bartl (2000–2005), Guido Bolten (seit 2006)

Bekannte Formate


Bekannte Formate des Kabelkanals bzw. von Kabel 1 sind bzw. waren:

Marktanteile in der kommerziellen Zielgruppe 14–49 Jahre


  • 1995: 3,5 %
  • 1996: 4,1 %
  • 1997: 4,8 %
  • 1998: 4,7 %
  • 1999: 5,3 %
  • 2000: 5,4 %
  • 2001: 5,2 %
  • 2002: 5,0 %
  • 2003: 4,9 %
  • 2004: 5,2 %
  • 2005: 5,5 %

kabel eins hatte 2005 das bisher beste Jahr seit Bestehen des Senders. Dies gelang vor allem mit Serien- und Spielfilmklassikern aber auch mit Reportage- und Dokumenationssendungen.

Der Internet-Auftritt kabeleins.de bietet mit einem umfangreichen Online-Filmlexikon und einem großen Serienlexikon unter anderem detaillierte Informationen zu Film- und Fernseh-Klassikern.

Weblinks


Fernsehsender (Deutschland)

Kabel 1

 

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