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KPMG ist eines der größten Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und prüfungsnahe Beratung. KPMG beschäftigt derzeit ca. 104.000 Mitarbeiter in 144 Ländern, davon ca. 7.100 in Deutschland an 22 Standorten (Stand 31. Mai 2006). Der weltweite Umsatz betrug im Jahr 2005 ca. 15,69 Milliarden US-Dollar, davon ca. 1,05 Mrd. Euro in Deutschland. KPMG ist als Partnerschaft organisiert und hat drei Service Lines: Audit (Wirtschaftsprüfung), Tax (Steuerberatung) und Advisory (prüfungsnahe Beratung).

Jede nationale KPMG Firma ist eine unabhängige Legaleinheit. Alle Mitgliedsfirmen sind Mitglied von KPMG International, einer Genossenschaft mit Sitz in Zug in der Schweiz. KPMG gehört zu den Big Four Prüfungsgesellschaften.

Name


  • K steht für Klynveld und repräsentiert die Prüfungsgesellschaft Klynveld Kraayenhof & Co., welche 1917 von Piet Klynveld in Amsterdam gegründet wurde.

  • P steht für Peat und erinnert an die Prüfungsgesellschaft William Barclay Peat & Co., welche 1870 in London von William Barclay Peat gegründet wurde.

  • G steht für Goerdeler. Dr. Reinhard Goerdeler war für viele Jahre Vorstandsvorsitzender der Deutschen Treuhand-Gesellschaft (DTG) und später Vorstandsvorsitzender von KPMG. Ihm wird zu großen Teilen der erfolgreiche KMG Merger zugeschrieben.

Geschichte


  • 1911 schlossen sich William Barclay Peat & Co. und Marwick Mitchell & Co. zusammen. Die neue Firma wurde später bekannt als Peat Marwick International (PMI).
  • 1979 schließt sich Klynveld mit der Deutschen Treuhand-Gesellschaft (DTG) und McLintock Main Lafrentz zur Prüfungsgesellschaft Klynveld Main Goerdeler (KMG) zusammen.
  • 1987 mergen beide Firmen im ersten Mega-Merger der großen Prüfungsgesellschaften. Die neue Firma erhält den Namen KPMG.
  • Im Jahr 1997 kündigen KPMG und Ernst & Young ihren Zusammenschluss an. Dies wurde allgemein als Manöver zur Störung des Mergers von Price Waterhouse und Coopers & Lybrand zu PricewaterhouseCoopers angesehen. Während der PricewaterhouseCoopers Merger von den Regulierungsbehörden genehmigt wurde, wurde der KPMG/Ernst & Young Zusammenschluss später fallengelassen.
  • 2001 gliedert KPMG aufgrund gesetzlicher Vorschriften seine Beratungssparte KPMG Consulting aus und trennt sich von dieser; sie firmiert nun eigenständig als BearingPoint.
  • 2002 versucht KPMG Deutschland erfolglos, den deutschen Teil von Arthur Andersen zu übernehmen. In anderen Ländern gelingt die Übernahme der dortigen Arthur Andersen Landesgesellschaft. Arthur Andersen Deutschland schließt sich später mit Ernst & Young zusammen.
  • 2003 schließt KPMG in Deutschland fünf kleinere Niederlassungen.
  • 2003 veräußert KPMG seinen Rechtsberatungsarm Legal, in Deutschland bekannt unter dem Namen Beiten Burkhardt.
  • 2003 veräußert KPMG den Bereich Actuarial Services an die Mercer Human Resource Consulting GmbH.

KPMG Deutschland


Die Ursprünge von KPMG Deutschland lassen sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Als erste deutsche Prüfungsgesellschaft wird am 27. März 1890 in Berlin die Deutsch-Amerikanische Treuhand-Gesellschaft gegründet. Zwei Jahre später, am 18. November 1892, firmiert die Firma um und nennt sich fortan Deutsche-Treuhand-Gesellschaft (DTG). Diesen Namen hat KPMG Deutschland bis heute beibehalten. Die Firma firmiert derzeit unter dem Namen KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

KPMG prägt das Wirtschaftsprüferwesen in Deutschland. Die Führungskräfte von KPMG Deutschland gehören seit jeher zu den bekanntesten und anerkanntesten Vertretern ihrer Zunft. Sei es Dr. Reinhard Goerdeler (Sohn des ehemaligen Leipziger Oberbürgermeisters Carl Goerdeler), das langjährige Oberhaupt der Deutschen Treuhand-Gesellschaft und dem Nachfolger KPMG Deutschland oder Prof. Dr. Harald Wiedmann. Wiedmann stand KPMG von Mitte der 1990er Jahre bis 2005 vor. Ihm gelang es, die KPMG durch die schwierigen Zeiten der Bilanzskandale zu lotsen, zudem konnte unter seiner Ägide die Marktführerschaft in Deutschland weiter ausgebaut werden. Der Honorarprofessor der TU Berlin galt lange Zeit als das "Gesicht" der deutschen Wirtschaftsprüfung. Auf Wiedmann folgte im Oktober 2005 Prof. Dr. Rolf Nonnemacher. Nonnenmacher war nach der Promotion bei F.W. Wagner für KPMG in München tätig. Neben seiner Funktion als Oberhaupt der KPMG ist Nonnenmacher zudem Honorarprofessor an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

KPMG stellt in Deutschland im Kernbereich Wirtschaftsprüfung den Marktführer dar. Die Gesellschaft ist bestellter Jahresabschlussprüfer so renommierter deutscher Unternehmen wie DaimlerChrysler, Siemens, BMW, Deutsche Bank oder Allianz. In den vergangenen Monaten konnten zudem Konzerne wie MAN oder BASF als neue Mandanten gewonnen werden. KPMG ist bestellter Abschlussprüfer von 19 der DAX 30-Unternehmen (Stand Juni 2006). Zudem dominiert KPMG den Markt der Bank- und Versicherungsprüfung.

KPMG nimmt unter den Big-Four-Prüfungsgesellschaften in Deutschland die Vorreiterrolle im Bereich des Corporate Volunteering ein. Zu den regelmäßig durchgeführten CV-Veranstaltungen zählen KPMG-Make the Difference-Aktionen und der KPMG-Charity Run.

Weblinks


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