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Die Kaufmännische Krankenkasse – KKH versichert als viertgrößte Ersatzkasse rund 1,9 Millionen Menschen. Mit einem Haushaltsvolumen von 4 Mrd. € im Jahr 2006 zählt die KKH zu den leistungsstarken Trägerinnen der gesetzlichen Krankenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland. Die KKH ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die von einem hauptamtlichen Vorstand geführt wird. Der Vorstand besteht aus Ingo Kailuweit (Vorsitzender) und Rudolf Hauke, beide am Sitz der Hauptverwaltung in Hannover. Dem ehrenamtlichen Verwaltungsrat, dem Versichertenparlament, das alle 6 Jahre in der Sozialwahl allein von den Mitgliedern der KKH gewählt wird, gehören 30 Personen an. Klaus Balzer aus Feucht ist der Vorsitzende und Erich Balser aus Fernwald der stv. Vorsitzende des Verwaltungsrats. Die Kaufmännische ist Mitglied im Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK).

Rund 4.150 MitarbeiterInnen kümmern sich in Home-Offices, Servicezentren, regionalen Kompetenzzentren und in der Hauptverwaltung um 1,4 Millionen beitragszahlende Mitglieder und 500.000 Familienangehörige. Der Beitragssatz beträgt seit dem 1. Juli 2005 13,2 %. Er ist hälftig von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze aufzubringen. Zusätzlich zahlen die Mitglieder seit dem 1. Juli 2005, wie bei allen Krankenkassen, einen Zusatzbeitrag von 0,9 %.

Geschichte


Die KKH wurde am 10. März 1890 in Halle/Saale als eingeschriebene Hilfskasse unter dem Namen „Kranken- und Begräbniskasse des Kaufmännischen Vereins zu Halle/Saale“ gegründet. Vorläufer war der 1862 von Kaufmannsgehilfen gegründete Kaufmännische Verein. Mit dem Inkrafttreten der RVO am 1. Januar 1914 wurde die KKH als Ersatzkasse zugelassen. Am 1. April 1926 wurde der Name in „Kaufmännische Krankenkasse Halle (Saale) Ersatzkasse V. V. a. G.“ geändert. 1934 verlegte die Kasse ihren Sitz nach Berlin. Zum 1. Januar 1936 mussten nicht versicherungspflichtige Mitglieder aus den Ersatzkassen ausgegliedert werden. Sie wurden von der KKH in die neu gründete „Hallesche Krankenversicherung V. V. a. G. Berlin“ übertragen, die heute nach einer Fusion 1975 mit dem Nationalen Krankenversicherungsverein als „Halleschen-Nationale Krankenversicherung aG“ zu den privaten Krankenversicherungen gehört. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde letztlich Hannover neuer Sitz der KKH. Die Kasse hatte durch den Krieg zwei Drittel ihrer Mitglieder (in Ost- und Mitteldeutschland) verloren. 1953 fand die erste Sozialwahl statt. Bedeutende Wachstumsschübe erhielt die KKH durch die Zulassung von Krankenkassen in West-Berlin (1958) und im Saarland (1960) und ganz besonders durch die Wiedervereinigung Deutschlands 1990.

Seit dem 1. Januar 1995 wird die Pflegeversicherung für die bei der KKH krankenversicherten Personen durch eine „Pflegekasse bei der KKH“ durchgeführt. Bis 1995 war der Personenkreis der Kaufmännischen auf „Angestellte in kaufmännischen und verwandten Berufen“, d. h. auf Angestellte in gewinnorientierten = nicht staatsunmittelbaren Betrieben, beschränkt. Seit der Wahlfreiheit 1996 dürfen alle Personen der Kaufmännischen beitreten, sofern sie sich nicht der gesetzlichen Krankenversicherung durch Wahl einer privaten Krankenversicherung verschlossen haben. Die Kaufmännische geht seit November 2001 (als erste bundesweit tätige Krankenkasse) mit einer Prüfgruppe Abrechungsmanipulation gezielt Hinweisen auf Fehlverhalten im Gesundheitswesen nach.

Weblinks


  • http://www.kkh.de

Gesetzliche Krankenkasse

 

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