| Wissenschaftlicher Name
|
| Pinus contorta
|
| Dougl. ex Loud. 1838
|
Die
Küsten-Kiefer oder
Dreh-Kiefer (
Pinus contorta) ist eine immergrüne
Nadelbaumart aus der
Gattung der
Kiefern (
Pinus).
Den Namen Dreh-Kiefer bekam sie, weil sich ihre Nadeln über die Länge um etwa 360° drehen. Sie ist eine
Pionierpflanze, die zwar lichtbedürftig, sonst aber sehr anspruchslos ist, was die Boden-, Wasser- und Klimaansprüche angeht.
Verbreitung
Die Küsten-Kiefer ist im westlichen
Nordamerika heimisch. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich in West-Ost-Richtung von der
Pazifikküste bis zu den
Rocky Mountains und in Nord-Süd-Richtung von
British Columbia in
Kanada über die
USA (
Washington,
Ohio,
Wyoming,
Kalifornien) bis nach
Mexiko (
Baja California Norte). Die Küsten-Kiefer ist in allen Höhenlagen von 0 bis 3500 m
NN. (maximale Höhenangabe 3900 m NN.) anzutreffen.
Systematik
Man unterscheidet im Allgemeinen drei Unterarten mit
disjunkten Arealen:
- P. c. subsp. contorta: Verbreitet an der Pazifikküste, vom südlichen Alaska bis ins nordwestliche Kalifornien; es werden zwei Varietäten unterschieden:
- P. c. subsp. contorta var. contorta (Küsten-Kiefer): Verbreitet an der Pazifik-Küste von Alaska bis ins nordwestliche Kalifornien.
- P. c. subsp. contorta var. bolanderi (Mendocino-Küsten-Kiefer): Verbreitet im Mendocino County an der kalifornischen Küste.
- P. c. subsp. latifolia: Verbreitet in den Rocky Mountains, von Yukon bis Colorado
- P. c. subsp. murrayana: Verbreitet in der Kaskadenkette, der Sierra Nevada und angrenzenden Gebirgszügen, vom südlichen Washington bis ins nördliche Baja California.
Beschreibung
Junge Bäume der Unterart
P. c. subsp.
contorta wachsen zunächst breitbuschig; hieraus entspringt dann ein starker Trieb, der eine schmale Krone bildet. Alte Bäume sind in der Regel hoch und schmal, ab und zu jedoch auch breit buschförmig. Die dunkle
Rinde ähnelt der von Birnbäumen; sie zerbricht durch tiefbraune Risse (überwiegend Längsrisse) in vorstehende Felder.
P. c. subsp.
contorta hat Zweige, die im ersten Jahr grünlichbraun, im zweiten Jahr orangebraun gefärbt sind. Die Knospen sind dunkelbraun, lang zylindrisch und sehr harzig. Sie treiben bereits sehr früh im April; der Jahreszuwachs ist Anfang Juli abgeschlossen. Die gedrehten Nadeln sind zu zweien gebündelt und 3-7 cm lang. Die
Zapfen sind eikegelförmig und etwa 5 cm groß. Sie benötigen hohe Temperaturen, um sich zu öffnen und ihre Samen zu verbreiten. Eine Ausnahme bilden die Zapfen der subsp.
murrayana, die sich bereits mit der Reife öffnen. Die Schuppen der Zapfen sind stachlig.
Die Unterart P. c. subsp. latifolia bildet eine viel lockerere Baumkrone als die Unterart contorta; die Nadeln stehen auch weniger dicht und sind 6 bis 10 cm lang.
Während P. c. subsp. contorta nur eine Wuchshöhe von zehn Metern erreicht, erreichen die beiden anderen Varietäten Wuchshöhen von 30 bis 40 m, die subsp. murrayana gar bis zu 50 m. Die Samen brauchen zur Reife 16 bis 20 Monate.
Sonstiges
Forstlich wird die Drehkiefer (
P. c. subsp.
contorta) unter anderem auf den
britischen Inseln genutzt. In
Mitteleuropa ist ein Anbau auch denkbar. Die Wuchsleistung ist hier zwar nicht besser als die der heimischen
Waldkiefer (
Pinus sylvestris), aber sie hat geringere Standortsansprüche.
Die Küsten-Kiefer ist der symbolische Baum der kanadischen Provinz Alberta.
Image:Pine cones, male and female.jpg|P. c. subsp. contorta.
Image:Pinus contorta latifolia tree.jpg|P. c. subsp. latifolia.
Image:Pinus contorta.JPG|P. c. subsp. latifolia, Männliche Zapfen. Finnland.
Image:Dead pines.jpg|P. c. subsp. latifolia, befallen von Dendroctonus ponderosae (Bergkiefernkäfer).
Weblinks
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