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Kuerschner-1568.pngs Ständebuch, 1568]] Ein Kürschner ist ein Handwerker, der Tierfelle zu Pelzkleidung verarbeitet.

Neben der reinen Herstellung der Kleidungsstücke zählt auch die Beratung von Kunden sowie die Auswahl und Beurteilung des passenden Fells zu seinen Aufgaben. Ebenso repariert er Schadstellen in Fellkleidung.

Die Kürschnerei ist in Deutschland ein zulassungsfreies Handwerk. Somit können auch Gesellen einen eigenen Betrieb führen, ohne über langjährige Berufserfahrung oder einen Meisterbrief zu verfügen. Kürschner/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und umfasst neben den handwerklichen Fähigkeiten auch die Vermittlung von kaufmännischen Kenntnissen.

Der Kürschner könnte wegen seiner kreativen Arbeit heutzutage auch Pelz-Designer genannt werden. Seine Tätigkeit umfasst die komplette Herstellung eines Pelzes, Entwurf und Schnittherstellung, das Sortieren, Schneiden und Nähen der Felle, das Zwecken (spannen), Abgleichen, Beheften, Zusammenähen, Ausfertigen und Füttern des Pelzteils. Hinzu kommen das Nähen der Stoffhüllen für Pelzinnenfutter, die Verarbeitung von Leder und Stoff in Zusammenhang mit der Pelzverarbeitung und die Herstellung von Kleinpelzen wie Schals, Muffs oder einfache Hutformen. Einen erheblichen Teil seiner Arbeit in den Sommermonaten besteht in der Pflege der Kundenpelze: Pelzumgestaltung, Reparatur, Reinigung, Pelzaufbewahrung und Pflege.

Die Ausbildung erfolgt in den Betrieben des Kürschnerhandwerks. Der schulische Teil der Ausbildung erfolgt im Blockunterricht in der Berufsschule in Fürth (Bayern).

Handwerksberuf

 

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