Koetzschenbroda.jpg | Friedenskirche_Radebeul.jpg Kötzschenbroda ist ein Stadtteil der sächsischen Stadt Radebeul im Landkreis Meißen.
Ursprünglich eine eigenständige Stadt, wurde Kötzschenbroda im Jahre 1935 eingemeindet, obwohl Kötzschenbroda zu dieser Zeit mit 18.000 Einwohnern deutlich größer war als Radebeul (12.000).
Bekanntgeworden ist Kötzschenbroda durch die deutsche Version von Glenn Millers Musiktitel Chatanooga Choo Choo: Verzeihn Sie, mein Herr, ist das der Zug nach Kötzschenbroda (Interpret: Bully Buhlan). Später nahm Udo Lindenberg dieses Lied als Vorlage zu seinem Sonderzug nach Pankow. Der Bahnhof Kötzschenbroda trägt heute den Namen Radebeul-West.
Kötzschenbroda wurde 1226 als Schozebro erstmals erwähnt. Seit dem 15. Jahrhundert Wein- und Gartenbau (Obst, Spargel, Erdbeeren) auf fruchtbaren Lößböden.
1429 wurde Kötzschenbroda von Hussiten ausgeraubt und angebrannt, 1633 erlitt der Ort noch einmal das gleiche Schicksal durch die Schweden. Im Dreißigjährigen Krieg wurde am 27. August 1645 im Pfarramt Kötzschenbroda der Waffenstillstand von Kötzschenbroda zwischen Schweden und Sachsen geschlossen.
Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Dresden - Riesa - Leipzig (1839) siedelte sich zunehmend Industrie an. Nach der Eingemeindung von Fürstenhain (1875), Lindenau (1920) sowie von Zitzschewig, Naundorf und Niederlößnitz (1923) erhielt Kötzschenbroda am 1. April 1924 Stadtrecht. Der Anschluss an Radebeul 1935 erfolgte mit dem gemeinsamen Ziel beider Städte, auf diese Weise einer drohenden Eingemeindung durch Dresden zu entgehen.
Einwohnerentwicklung
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