Als Körperbehaarung wird die Behaarung am menschlichen Körper im Unterschied zum Kopfhaar bezeichnet. Sie folgt anderen Wachstums- und Entwicklungsmodalitäten als das Kopfhaar.
Da sich die terminale bzw. erwachsene Körperbehaarung erst durch eine vermehrte Ausschüttung von Androgenen, männlichen Geschlechtshormonen, herausildet, wird sie bisweilen auch als androgene Behaarung bezeichnet. Auf Grund der unerschiedlich hohen Androgenausschüttung bei der Frau und beim Mann, entwickelt sich die terminale Körperbehaarung geschlechtsspezifisch. Sie gilt daher auch als sekundäres Geschlechtsmerkmal.
Die Androgensensibilität der Körperhaare zeigt sich nicht nur in der Pubertät, sondern auch bei künstlicher Androgenzufuhr, etwa durch bestimmte Hormonpräparate. Untersuchungen belegen, dass Menschen, die beispielsweise Steroidpräparate einnehmen, eine vermehrte Körperbehaarung herausbilden. Vor allem Frauen können bei der Einnahme solcher Präparate eine Behaarung ähnlich dem männlichen Wachstumsmuster bekommen (Virilisierung). Die künstlich erhöhte Androgenzufuhr beeinflusst nicht nur das Haarwachstum, sondern schädigt den gesamten Organismus (Unfruchtbarkeit, steigendes Krebsrisiko, Leberinsuffizienz etc.).
Bei Frauen kann die Körperbehaarung auch durch den sinkenden Östrogenspiegel in den Wechseljahren und die daraus folgende Androgendominanz zunehmen. Dem kann durch die Einnahme von Östrogenpräparaten entgegen gewirkt werden.
Die Entwicklung der männlichen Körperbehaarung beginnt in der Frühphase der Pubertät, setzt ich aber auch nach Abschluss der Pubertät kontinuierlich fort und erreicht sein höchste Ausprägung in der sechsten Lebensdekade. In der Regel ist es sogar so, dass sich an bestimmten Körperstellen wie etwa der Brust, den Schultern und dem Rücken eine voll ausgbildete Terminalbehaarung erst im Alter zwischen 20 und 30 oder später herausbildet. Die Ausprägung der Körperbehaarung am Ende der Pubertät entspricht demnach nicht immer dem potentiellen Terminalzustand.
Eine Form vermehrter Körperbehaarung, die ausschließlich Frauen betrifft, ist der Hirsutismus, der sich in der Entwicklung eines männlichen, für Frauen untypischen Behaarungstyps äußert. Hirsutismus wird in der Regel durch eine vermehrte Ausschüttung männlicher Geschlechtshormone ausgelöst.
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