article

Bei der so genannten Köpenicker Blutwoche handelt es sich um die Woche vom 21. bis 26. Juni 1933, während der im Berliner Stadtteil Köpenick hunderte Gegner des Nationalsozialismus (darunter Kommunisten, Sozialdemokraten, Juden, Gewerkschafter und Parteilose) von der SA unter Führung des SA-Sturmbannführer Herbert Gehrke "verhaftet", gefoltert (bis zur Besinnungslosigkeit geschlagen, mit Fackeln versengt, Haare ausgerissen, Haut mit Dolchen abgezogen, Hoden und Nasen abgeschnitten) und Dutzende bestialisch ermordet (erschossen, zu Tode geprügelt, vergiftet, gehäutet) wurden.

Opfer waren unter anderem der frühere Ministerpräsident von Mecklenburg-Schwerin Johannes Stelling, der Reichsbannerführer Paul von Essen und der Kommunist Karl Pokern. Es wurden insgesamt fast 500 Menschen misshandelt und davon 91 ermordet (andere Quellen nennen eine Anzahl von unter 30 Getöteten).

Die Vierte Große Strafkammer des Landgerichts Berlin (Hauptstadt der DDR) verurteilte am 19.7.1950 14 Haupttäter, darunter Gehrke, zum Tode durch Erschießen. Weitere 18 SA-Leute erhielten Gefängnisstrafen. Alle Strafen wurden vollstreckt.

Literatur


  • Kurt Werner/Karl Heinz Biernat: Die Köpenicker Blutwoche 1933. hrsgg. vom Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, Berlin 1960

Weblinks


  • http://bda-koepenick.de/verfolgte/blutwoche.html

Politischer Widerstand | Nationalsozialismus | 1933 | Berliner Geschichte

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Köpenicker Blutwoche".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld