| Königspinguin | |||||||||||||||||
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| Edi2.jpg | |||||||||||||||||
| : | Vögel (Aves) |
| : | Neukiefervögel (Neognathae) |
| : | Pinguine (Sphenisciformes) |
| : | Pinguine (Spheniscidae) |
| : | Großpinguine (Aptenodytes) |
| : | Königspinguin | |}
| Wissenschaftlicher Name | |
|---|---|
| Aptenodytes patagonicus | |
| J.F. Miller, 1778 | |
| en | |
Er lebt vorwiegend auf den subantarktischen Inseln, wie zum Beispiel Südgeorgien, auf der australischen Macquarie-Insel und den französischen Crozetinseln oder den Falklandinseln.
Die Polarwissenschaftler schätzten ihren weltweiten Bestand in der Subantarktis 2004 auf rund 3 Millionen Tiere. Die Zunahme der Populationen nach einem raubbaubedingten Tiefstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts fällt zusammen mit dem jagdbedingten Niedergang der subantarktischen Wale, die zu den schärfsten Nahrungswettbewerbern in ihrer ökologischen Nische zählen.
In Europa sind sie in zahlreichen großen Zoos zu finden: in München, Berlin, Wuppertal, in Basel, Zürich und Wien, in Antwerpen, Brest und Edinburgh.
Der erste Zyklus beginnt im November, also im Frühsommer der Südhalbkugel, mit den Paarungritualen. Im Dezember legt das Weibchen ein einzelnes grünlich-weißes Ei. Während der Brutzeit fällt den Elterntieren ein Teil der Beinfedern aus, damit das Ei engeren und damit wärmeren Kontakt zum Körper hat. Männchen und Weibchen bebrüten es im zwei- bis dreiwöchigen Wechsel während durchschnittlich 55 Tagen in einer Hautfalte. Nach dem Schlüpfen braucht das Jungtier weitere neun Monate lang elterlichen Schutz, Fürsorge und Ernährung. Erst nach 10 bis 13 Monaten erfolgt der Wechsel vom jugendlichen braunen Daunenschutz zum Erwachsenengefieder und schließlich die Loslösung des Jungvogels von seinen Eltern. Der zweite Brutzyklus beginnt nach einer Phase der Regeneration mit der Eiablage im Februar und dem Schlüpfen der Jungen im April.
Sie ernähren sich von kleinen Fischen, Krill und Tintenfischen. Pro Jagd können sie bis zu 20 kg Meerestiere fressen. Ihre Hauptnahrungsgebiete liegen auf dem offenen Meer, meist weit entfernt von den Inseln, auf denen sie ihren Nachwuchs aufziehen. Im Durchschnitt liegen die Jagdgründe 400 Kilometer vor der Küste. Als enormes Problem stellt sich heraus, dass im Zuge der globalen Erwärmung zunehmend häufiger von den Tieren pro Strecke 700 oder gar 800 Kilometer zurückgelegt werden müssen.
Königspinguine sind sehr gesellig, jagen in Gruppen und bilden zum Brüten zum Teil große Kolonien mit zehntausenden Tieren. An Land haben ausgewachsene Königspinguine keine natürlichen Feinde zu fürchten. Einzig ihre Eier und kleinen Jungen müssen sie vor gelegentlichen Angriffen von Riesensturmvögeln (Macronectes giganteus und Macronectes halli) beschützen. Im Meer lauert das größere Gefahrenpotential in Form von Schwertwalen und von Seeleoparden.
Zur Verständigung und Abgrenzung untereinander verfügen sie über drei verschiedene Lautgebungen: a) Kontaktrufe zum gegenseitigen Wiedererkennen, b) den aggressiven Ruf und c) den Paraderuf, eine Art Gesang.
Das "Zentrum für Ökologie und Energetische Physiologie" der Universität Straßburg forscht über die Grenzen der natürlichen Anpassungsfähigkeit der Königspinguine unter den neuartigen Grenzbedingungen a) der weltweiten Überfischung und b) der globalen Erwärmung. Sie haben herausgefunden, dass eine Naturgrenze etwa nach zehn Tagen akut bedrohlich wird. Die Aptenodytes-Küken verhungern schlicht, wenn das sie ernährende und beschützende Elternteil länger als zehn Tage nicht von seinem Partner abgelöst wird.
Laut dem französischen Biologen und Pinguinspezialisten Pierre Jouventin, der das Forschungsinstitut und "Océanopolis" in Brest evaluierte, liegt ihre Fischausbeute im Jahresvergleich doppelt so hoch wie die Gesamttonnage der französischen Fischerei. Problematisch findet er, dass wegen der verbesserten Reisebedingungen immer mehr Menschen und Schiffe auf den subantarktischen Inseln anlanden und mit ihnen weitere Tiere und Pflanzen in dieses Ökosystem eingeschleppt werden. Seine Arbeitsgruppe strebt daher an, dass seitens des Umweltministeriums ein Nationalpark oder ein internationales Schutzgebiet eingerichtet wird.
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