Die Königlich Preußische Militäreisenbahn war eine vom Staat Preußen betriebene Bahnstrecke zwischen Berlin und Kummersdorf bzw. Jüterbog.
Nach dem Ende des 1.Weltkriegs untersagte der Versailler Vertrag dem Deutschen Reich den Weiterbetrieb der Militäreisenbahn. Der Betrieb wurde ab 1919 der Preußischen Eisenbahnverwaltung, später der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft und ab 1937 deren Nachfolgesellschaft, der Deutschen Reichsbahn übertragen. Nachdem der Streckenabschnitt von Berlin-Militärbahnhof nach Zossen schon 1919 demontiert wurde, fand auf dem verbliebenen Abschnitt von Zossen nach Jüterbog noch bis in die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts Personenverkehr statt. 1996 wurde schließlich der Abschnitt Sperenberg-Jüterbog stillgelegt, dem folgte die Stilllegung des letzten verbliebenen Streckenabschnitts von Zossen nach Sperenberg im Jahr 1998. 2003 verkaufte die Deutsche Bahn AG die Bahnstrecke an ein privates Unternehmen, welches seit dem selben Jahr Draisinenfahrten anbietet. Seit 2000 stehen die Bahnanlagen unter Denkmalschutz.
1897 erfolgte der Einbau einer dritten Schiene in das Gleis zwischen Rehagen-Klausdorf und Klausdorf für einen parallelen Schmalspur-Versuchsbetrieb, der aber um 1900 wieder eingestellt wurde, die dritte Schiene wurde wieder entfernt.
Ab 1901 erfolgten zwischen Berlin-Marienfelde und Zossen Versuche mit elektrischen Fahrzeugen sowie Schnellfahrversuche. Die Strecke wurde dafür durch die am 10. Oktober 1899 gegründete Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen (AEG, Ministerium für öffentliche Arbeiten Preußen, Siemens) auf einer Länge von 33 km elektrifiziert. Zum Einsatz kam hier 10 kV Drehstrom mit 50 Hz, wobei die dreipolige Oberleitung in etwa 5 bis 7 m Höhe seitlich vom Gleis geführt wurde (siehe auch: Bahnstrom). 1901 wurden auf dieser Strecke erstmals Geschwindigkeiten oberhalb von 160 km/h erreicht, nach Verbesserung des Oberbaus und der Fahrzeuge wurde am 7. Oktober 1903 erstmals die 200 km/h Marke überschritten. Am 27. Oktober 1903 stellte schließlich der Versuchstriebwagen der AEG mit 210,2 km/h einen neuen Weltrekord auf.
1919 erfolgte eine Stillegung des Streckenabschnittes Berlin - Zossen und der Abbau des Gleises. Die Militärbahnhöfe Berlin und Jüterbog wurden ausschließlich für den Güterverkehr genutzt. Eine Personenabfertigung erfolgte im Jüterboger Staatsbahnhof.
Technikgeschichte | Verkehrsgeschichte
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"Königlich Preußische Militäreisenbahn".
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