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Wappen_Bayer.Staatsbahn.jpg Die Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen (K.Bay.Sts.B) wurden 1844 gegründet. Am 24. April 1920 gingen sie in der Gruppenverwaltung Bayern der Deutschen Reichsbahn auf. Bayern brachte dabei einschließlich der Pfalzbahnen ein Streckennetz von 8.526 km in die Deutsche Reichsbahn ein. Das bayerische Bahnnetz wurde auf die vier Reichsbahndirektionen Augsburg, München, Nürnberg und Regensburg aufgeteilt. Die Pfalzbahnen bildeten die Reichsbahndirektion Ludwigshafen. Die in Deutschland einzige Gruppenverwaltung innerhalb der Reichsbahn wurde am 1. Oktober 1933 aufgelöst.

Die drei bayerischen Hauptbahnen


Mit der Verstaatlichung der München–Augsburger Strecke im Jahre 1844 begann in Bayern die Staatsbahnzeit. Die Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen konzentrierten sich anfangs auf den Bau von drei Hauptlinien:

In den folgenden Jahrzehnten wurde das Staatsbahnnetz mehr und mehr ausgebaut. Es wurden Lücken geschlossen und von der Mitte der achtziger Jahre des 19. Jh. an das Land mit Hilfe eines weitverzweigten Lokalbahnnetztes erschlossen.

Von der Bayerischen Staatsbahn übernommene Bahnen


Lokomotiven der Bayerischen Staatseisenbahnen


Wie die meisten Länderbahnen bezog auch die Bayerische Staatseisenbahn ihre Lokomotiven von Lokomotivherstellern im eigenen Land. Daher sind J.A. Maffei, München, und die Lokomotivfabrik Krauss & Co., München, die Hauslieferanten gewesen. Vier Lokomotiven kaufte man 1899 und 1901 bei Baldwin in den USA, um an ihnen moderne Bautechniken zu studieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen in den Bau neuer bayerischer Maschinen ein.


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Baureihe geliefert von Bauart Anzahl abgestellt DRG
Baureihe
Baureihe geliefert von Bauart Anzahl abgestellt DRG
Baureihe
A I1844-47div.1A1 n2 25 1859-77 A IV1852-53Maffei1A1 n2 8 1879-83
A II1847-48M. K.1A1 n213 1872-83 A V1853-54Maffei1A1 n2241884-02
A III1851-52Maffei1A1 n2 41869-73
B I1847-50Maffei1B n2221872-96 B VIII1872Maffei1B n26 1907-11
B II1851-52Maffei1B n214 1877-79 B IX1874-87Maffei1B n21041909-2434.74
B III1852-55M. H.1B n218 1887-97 B X 1889-91Krauss1B n2v141923-2534.75
B IV1852-53K. H.1B n210 1879-81 B XI1892-93Maffei2B n239 1921-2636.70
B V 1853-63Maffei1B n295 1878-09 B XIv1895-00M. Kr.2Bn2v1001924-3136.75-82
B VI1863-71Maffei1B n21171895-22 BB I1896 MaffeiBB n4v1 192455.71
B VII1868KraussB n26 1877 BB II1899-08MaffeiBB n4vt 311932-4298.71
C I1847-49MaffeiC n25 1885-95 C IV v1889-97Kr. M.C n2v1001925-3155.81
C II1857-68M. Kr.C n2721891-06 C V1899-01Maffei2C n4v431927-3017.30
C III1868-79M. Kr. S.C n22531914-2555.78 C VI1899-09Kr. M.1C n2v1271928-3554.13
C IV zw1884-91M. Kr.C n2871924-2655.80
D I1871-75MaffeiB n2t151919-2388.70 D VII1880-94Kr. M.C n2t771925-3598.76
D II a1873KraussB n2t4 1891-94 D VIII1888-03KraussC1 n2t191925-3598.6
D II1898-22Kr. M.C n2t1811947-6689.6-8 D IX1888-99Maffei1B n2t551925-3270.71
D III1873KraussB n2t6 1894-97 D X1890-93KraussC1 n2t91925-3198.77
D IV1875-97M. Kr.B n2t1321923-3088.71 D XI1895-14Kr. M.C1 n2t1471922-5798.4-5
D V1877-78MaffeiC n2t101925-2889.81 D XII1897-07Krauss1B2 n2t1061931-3773.0
D VI1880-94M. Kr.B n2t531901-3998.75
E I1894-01Krauss1D n2v62 1923-2556.30 E I v1899Baldwin1D n4v21917
G ¾ 1919* Maffei1C h240*1945-6254.15 G 5/51911-20MaffeiE h4v55*1932-3557.5
G 4/5 N1905-06Krauss1D n2 7192756.4 Gt 2x4/41914MaffeiD`D h4vt15*1936-5496.0
G 4/5 H1915-19M. Kr.1D h4v2201933-3856.9 GtL 4/41911-14KraussD h2t13*1954-7098.8
P 3/5 N1905-07Maffei2C n4v361932-4338.0 Pt 2/4 N1909Krauss2B n2t4192672.1
ML 2/21905-08M. Kr.B h2t301922-2398.3 Pt 2/4 H1906-09Krauss1B1 h2t121931-3571.2
PtL 2/21908-14KraussB h2t421924-6398.3 Pt 3/61923Krauss1C2 h2t101946-5077.1
Pt 2/31909-16Krauss1B h2t971935-6870.0 PtzL ¾1912KraussC1 h2(4v)t3*1954-6397.1
R 4/41918-19KraussD n2t33*1946-6292.20
S 2/51904Maffei2B1 n4v101925-2614.1 S 3/5 N1903-07Maffei2C n4v391933-4817.4
S 2/5v1901Baldwin2B1 n4v21923 14.13 S 3/5 H1906-11Maffei2C h4v301945-4817.5
S 2/61906Maffei2B2 h4v1 1925 S 3/61908-18Maffei2C1 h4v79*1946-5918.4

Lieferanten: H. = Hartmann, K. = Kessler, M. = Maffei, Kr. = Krauss, S. = Sigl,

/*weitere Lieferungen gingen an die DRG.

Außerdem besaß die Bayer. Staatsbahn noch 11 Lokomotiven für die rechtsrheinischen Schmalspurstrecken


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Baureihe geliefert von Bauart Anzahl abgestellt
LE1885-00KraussC n2t5 Eichstätt, 1932-34
Gts 4/41909KraussD n2t1 Eichstätt, 1934
Pts ¾1906Krauss1C h24 Altötting, 1931
Gts 2x3/31917HenschelC`C h4v1 Eichstätt, 1934

Einzelheiten zu den einzelnen Baureihen der bayerischen Lokomotiven finden sich in der Liste der Lokomotiv- und Triebwagenbaureihen der Länderbahnen.

Besondere bayerische Lokomotiven

Die Einzelmaschine der Baureihe S 2/6 wurde vom Konstrukteur der Lokomotivfabrik J.A. Maffei, Anton Hammel, innerhalb von 5 Monaten entwickelt, gebaut und auf der Nürnberger Landesausstellung 1906 dem Publikum vorgestellt. Nach der Rückkehr von der Ausstellung übernahm sie die Bayerische Staatsbahn am 21.November 1906. Auf der Strecke MünchenAugsburg stellte die Maschine im Juli 1907 mit einer Spitzengeschwindigkeit von 154,5 km/h einen Weltrekord für Dampflokomotiven auf. Nach ihrer Ausmusterung 1925 blieb sie im Nürnberger Verkehrsmuseum erhalten.

Nach dem Erfolg dieser Rekordlokomotive entwickelte A. Hammel auf der Basis der für die Badische Staatseisenbahn von Maffei gebauten Maschinen der Baureihe IVf auch für Bayern eine Pacific Maschine, allerdings mit dem für Bayern nur zulässigen Achsdruck von 16 Mp. Diese in Bayern als S 3/6 (DRG Baureihe 18.4 – 18.5) eingestellten Schnellzuglokomotiven wurden ein großer Erfolg und noch von der DRG weitergebaut. Für viele Kenner gilt sie als die schönste deutsche Dampflokomotive.

1914 kamen schließlich die ersten Maschinen der stärksten bayerischen Dampflokomotive in den Dienst, die Mallett-Tenderlokomotive GT 2 x 4/4 (DRG Baureihe 96.0), die im Schiebedienst zur Unterstützung der Züge auf den bayerischen Rampen eingesetzt wurde. Der in Deutschland ungewöhnliche Antrieb auf acht Achsen musste ebenfalls wegen des in Bayern begrenzten Achsdrucks von damals 16 Mp gewählt werden.

Literatur


  • Scheingraber, Günther, Die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen, Stuttgart, 1975
  • v.Welser, Ludwig: Bayern-Report, Bände 4 – 9, Fürstenfeldbruck 1994-2001

Weblinks


  • http://www.lokomotive-online.com/bayern.htm

Verkehr (Bayern) | Ehemalige Bahngesellschaft | Bahnstrecke in Bayern | Bahnstrecke in Rheinland-Pfalz

 

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