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Tel_dan_inscription.PNG, um 840 v. Chr.)]]

König David ist eine durch die Bibel überlieferte Figur.

Religiöse Bedeutung


David (דוד) war nach der Erzählung im 1. und im 2. Buch Samuel im Alten Testament der zweite König von Israel und Juda nach seinem Vorgänger Saul, etwa 1000 v. Chr.

David ist in der biblischen Darstellung der jüngste der Söhne Isais in Betlehem und wird bereits als Knabe von Samuel zum künftigen König gesalbt. Er kommt an den Hof Sauls, um den depressiven König durch Musik zu ermuntern.

Der Hirtenjunge David erschlägt im Kampf den Riesen Goliath (David gegen Goliath) mit einer einfachen Steinschleuder und zieht so die Eifersucht Sauls auf sich, da nun David als der gefeierte Held erscheint. Saul versucht daraufhin, David zu töten, der Versuch schlägt jedoch fehl und David kann fliehen, da ihn seine Frau Michal, eine Tochter Sauls, gewarnt hat. Auch Sauls Sohn Jonatan, mit dem David eng befreundet ist, hilft ihm bei seiner Flucht.

David schlägt sich als Bandenführer durch und wird von Saul mit 3.000 auserwählten Soldaten gejagt. In den Höhlen von En Gedi begibt sich der König für seine Notdurft zufällig genau in die Höhle, in der sich David und seine Mannen versteckt halten. Doch statt den König zu ermorden, wie es seine Bande fordert, schneidet David allein einen Zipfel des königlichen Gewandtes ab.

Diesen präsentiert er Saul vor der Höhle als Zeichen seiner Loyalität. Tief gerührt prophezeit der König David, daß er dereinst König nach ihm werden würde und läßt ihn schwören, seinem Geschlecht und Namen kein Leid anzutun. Daraufhin läßt er ihn ziehen.

In der Folge macht sich David als Lehnsmann gegen die Judäer bei den Philistern verdient. Doch er betrügt die Philister und hilft eigentlich seinem eigenen Volk, indem er gegen Räuberbanden in der Wüste vorgeht. Als die Philister gegen Israel rüsten, beurlauben sie David, da sie ihm nicht mehr vertrauen.

David verschont Saul zum zweiten Mal, als David sich in Sauls Lager schlich und zum Zeichen seiner Überlegenheit nur den Spieß & Wasserkrug Sauls entwendet. Durch die zweimalige Verschonung Sauls wird der Respekt Davids vor dem Königtum Nord-Israels sinnfällig. Dies erleichterte den nord-israelitischen Stämmen später im Gegegenzug auch das Königtum Davids anzuerkennen, welches sich zum Schluss auf Nord und Süd erstreckte.

David als König

Saul stirbt im Kampf gegen die Philister und David wird daraufhin in Hebron zum König über den Südstamm Juda gesalbt. Durch politische Schachzüge und die Ausschaltung oder Bindung an sich schaltet David die Nachkommen Sauls aus. Er wird auch zum König über Israel und erobert Jerusalem. Nach der Festigung seiner politischen Macht bringt er die Bundeslade nach Jerusalem, um die Stadt nun auch zum religiösen Zentrum zu machen. David überzieht seine Feinde mit Krieg und festigt so seine Macht. Doch er nimmt sich Batseba, die Frau von Urija, eines Hethiters, einem seiner Offiziere. Als sie von ihm schwanger wird, versucht er ihren Mann Urija dazu zu bringen, mit seiner Frau zu schlafen, doch dieser will in den Kriegszeiten nicht in seinem Haus schlafen. Daraufhin lässt David Urija an die vorderste Front stellen, damit er fällt. Der Prophet Natan droht David Gottes Strafe an und das Kind Batsebas stirbt. Sie gebiert David noch einen zweiten Sohn, Salomo. Ein anderer Sohn Davids, Abschalom, versucht seinen Vater zu stürzen, was ihm auch beinahe gelingt. Der alte David bestimmt noch vor seinem Tod auf Rat Batsebas und Natans Salomo zu seinem Nachfolger und lässt ihn zum König krönen.

Außerreligiöse Bedeutung


Das David-Bild der Samuel-Bücher ist erstaunlich psychologisch differenziert. Es zeigt Licht-, aber auch Schattenseiten des Helden - Zögern, Zweifeln, Freundschaft, Liebe, Altersbeschwerden, Zorn, Begehren und schwere Schuld. Das ist bei Königserzählungen jener Zeit ohne Beispiel.

Ob David die in der Bibel dargestellte Machtfülle erreicht hat, ist in der neueren Forschung äußerst umstritten. Aus ägyptischer und assyrischer Perspektive war er zweifellos nur ein Provinzfürst. Die biblische Schilderung seiner und Salomos Regierungszeit als der Höhepunkt der staatlichen Bedeutung Israels hält literaturwissenschaftlicher und vor allem archäologischer Überprüfung nicht stand. Zur Zeit Davids dürfte Jerusalem nicht mehr als 1500 Einwohner besessen haben, wodurch verständlich wird, weshalb ägyptische Beamte die Herrscher dieser und vergleichbarer Stadtstaaten in der Amarna-Korrespondenz - freilich in vor-judäischer Zeit - als Bürgermeister und nicht als Könige bezeichnen. Von einem Großreich Davids zu sprechen, ist angesichts fehlender archäologischer Nachweise nicht angebracht. Die biblischen Berichte zeichnen die davidische und vor allem die salomonische Epoche als eine ideale Zeit - die alttestamentlichen Texte darüber selbst sind freilich eben gerade nicht in dieser Zeit entstanden.

Im Rückblick späterer Generationen wurde David daher zur Heilsgestalt und zum Hoffnungsbild des kommenden Messias. Dieser musste Nachkomme ("Sohn") Davids sein.

In letzter Zeit wird von einigen Forschern die Existenz von König David in Frage gestellt. Immerhin ist durch eine Inschrift (vermutlich eine Siegesstele des Hasael von Aram-Damaskus) nachgewiesen, dass um 840 v. Chr. die Könige Judas tatsächlich als zum "Haus David" gehörend betrachtet wurden.

Im Buch der Psalmen sind viele Lieder David zugeschrieben, teilweise in Anknüpfung an konkrete Situationen seines Lebens. "David mit der Harfe" wurde zu einem Leitbild der Musik und beliebten Gegenstand der abendländischen Kunst.

Der Stone of Scone der schottischen Könige wird als der Krönungsstein Davids betrachtet. Auch die armenischen und georgischen Königsdynastien der Bagratiden führten ihre Abstammung auf David zurück.

Davidstern


Um das 14. Jahrhundert verbanden jüdische mystische Texte das Hexagramm (den Davidstern) als Talisman - sowie andere Symbole - mit älteren Darstellungen auf einem Schild, der mit der Macht Gottes verbunden gewesen sein soll und einst König David geschützt haben soll.

Literatur


  • Lawrence A. Sinclair, Clemens Thoma: David, König I. Altes Testament II. Judentum III. Neues Testament. In: Theologische Realenzyklopädie 8 (1981), S. 378-388 (wissenschaftlicher Überblick)
  • Hans-Martin Gauger: Davids Aufstieg. Erzählung. München: Beck 1993, ISBN 3-406-37378-X
  • Finkelstein, Israel/Silberman, Neil A.: Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel, 5. Aufl., München 2003, ISBN 3-406-49321-1
  • Gerald Messadié: David, König über Israel (Roman), München: Drömer 2001, ISBN 3-426-19526-7

Wirkung in Kunst und Literatur


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