Denkmal Kölner Zoo1.jpg Der Kölner Zoo in Köln beherbergt etwa 7000 Tiere in 700 Arten auf momentan 20 Hektar. Der Zoo genießt internationales Renommee und ist an zahlreichen Erhaltungszuchten von Tierarten beteiligt, die vom Aussterben bedroht sind.
Der Erste Weltkrieg und die darauffolgende Weltwirtschaftskrise führten aufgrund von Geldmangel dazu, dass der Zoo sich baulich nicht weiterentwickelte. Die Stadt Köln bewahrte ihren Zoo vor der Schließung, indem sie die Mehrheit des Aktienkapitals übernahm und damit bis heute für die Verlustabdeckung verantwortlich ist. Die Jahre vor und während des Zweiten Weltkriegs waren schwer für das Unternehmen. Am Ende war der Zoo völlig zerstört und musste für zwei Jahre geschlossen werden.
Der Kölner Zoo lag ursprünglich am Stadtrand. Mittlerweile ist das Gebiet rings um den Zoo dicht bebaut, so dass das Zoogelände nicht mehr erweitert werden kann. Gelegentlich ist es Thema der Kölner Stadtpolitik, den Zoo mit dem defizitären Botanischen Garten, der sogenannten „Flora“, der sich nur durch eine Straße getrennt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Zoogelände befindet, zusammenzulegen.
2006 wurde Achim Winkler, stellvertretender Leiter des Duisburger Zoos, zum neuen Direktor gewählt.
Fische werden in einer Reihe kleiner Becken gezeigt. Zu den Besonderheiten zählt ein großes Riffaquarium, dass das Leben an einem Korallenriff zeigt und wo zahlreiche Doktor- und Kaninchenfische gepflegt werden. Im großen Tanjanikabecken werden die typischen Barsche gezeigt, die in diesem großen Süßwassersee schwimmen. Zu den Besonderheiten zählt auch das sogenannte „Rheinpanorama“, in dem die Fischarten gezeigt werden, die in den unterschiedlichen Flußabschnitten des Rheins zu Hause sind.
Das Regenwaldhaus besteht aus einer großen Freiflughalle sowie einzelnen, auf einer Galerie befindlichen Gehegen. Wer sich etwas Zeit nimmt, wird viele Vogelarten, aber auch Flughunde und Reptilien entdecken können. Die hier gehaltenen flugfähigen Vögel halten sich überwiegend im oberen Bereich der Halle auf und sind für Besucher am besten während der Fütterungszeiten zu sehen. Die am Boden lebenden Vögel laufen den Besuchern häufig über den Weg. Feste Aufenthaltsreviere haben sich dagegen die großen Krontauben (Goura scheepmakeri*) erobert, die sich regelmäßig auch auf den Besuchergängen aufhalten und bereits erfolgreich Nachwuchs aufgezogen haben.
Zu den Publikumslieblingen des Tropenwaldhauses zählen die Zwergotter, die regelmäßig Nachwuchs produzieren und ausgesprochen verspielt sind, eine große weiße Python sowie die Weißhandgibbons.
Die noch kleine Herde besteht zur Zeit aus zwei Elefantenkühen, die jeweils ein Bullenkalb führen, sowie zwei weiteren jungen Kühen, einem Jungbullen und einem ausgewachsenen Elefantenbullen. Ziel der Haltung ist es, einen artgerechten Sozialverband aufzubauen. Da sich Elefantenherden - sowohl im Freiland als auch im Zoo - aus verwandten weiblichen Tieren mit ihrem abhängigen Nachwuchs zusammensetzen, ist man im Kölner Zoo erfreut, dass das am 30. März 2006 geborene Jungtier eine Kuh namens Marlar ist.
Der Bau hat insgesamt rund 15.000.000 Euro gekostet. Verbaut wurden dabei in zwei Jahren mehr als 7000 m³ Beton und 1000 t Stahl. Gestaltet wurde der Park vom Architekturbüro Oxen+Römer aus Hürth.
Im Innengehege wurde ein vorhandener Trümmerberg mit in die Planung einbezogen, so dass es sich teilweise in Hanglage befindet. Überspannt wird es dabei von einem rund 3000 m² großen begrünten Holzdach. Durch Öffnungen in der Decke und in den Wänden gelangt zudem Tageslicht in den Innenbereich. Dieser Teil besitzt zum Wohl der Elefanten eine Bodenheizung. Im Außenbereich werden die Besucher durch Wasserbecken und künstliche Felsen von den Tieren getrennt. Um die Gelenke der Elefanten zu schonen, wurde echter Sand aus der Sahara importiert.
Im Verbindungsbereich zwischen den beiden Gehegen befindet sich eine Beobachtungsbox, die auch für kleinere Behandlungen ausgelegt ist. Zudem können die Tiere beim Durchschreiten dieses Bereiches automatisch gewogen werden. In der Anlage sind insgesamt 45 Kameras für die Beobachtung angebracht, welche in der Nacht wegen der Dunkelheit im Infrarotbereich betrieben werden. Damit die Pfleger möglichst selten die Elefanten stören, erfolgt die Fütterung automatisch mittels einer Zeitschaltuhr.
Am 30.03.2006 wurde um 08:15 das Elefantenkalb 'Marlar' geboren.
Die Tiere werden nach Möglichkeit vergesellschaftet - so teilten sich die Schwarzstörche mit den Bartkäuzen ein Gehege; in der Freifluganlage lebten neben Turmfalken auch die Sperber- und die Waldohreulen. Zu Beginn des Jahres 2005 zeigten sowohl die Schwarzstörche als auch die Sperbereulen Balzverhalten und Brutvorbereitungen. Aus diesem Grund werden die Bartkäuze und die Turmfalken im Moment hinter den Kulissen gepflegt, um die zur Brut schreitenden Tiere weitgehend ungestört zu lassen.
Im wahrscheinlichen Brutkasten der Sperbereulen wurde außerdem eine Kamera installiert, so dass Besucher hier die Brut und später die Aufzucht der Nestlinge beobachten können. Jetzt schon gut zu beobachten ist das Balzverhalten der Vögel, dass mit einer Fülle unterschiedlichster Lautäußerungen einhergeht. Das Nest der Schwarzstörche ist für Besucher dagegen verhältnismäßig gut einsehbar.
Das Eulenkloster entspricht insbesondere mit der Freiflughalle modernen tierpflegerischen Erfordernissen. Die Tiere werden nicht präsentiert, sondern leben in einer ihrer natürlichen Umwelt entsprechenden Umgebung. Für Besucher macht dies das Entdecken der Tiere mitunter schwer - insbesondere an Tagen mit hohem Besucheraufkommen verharren die Eulen unauffällig an ihren Ruheplätzen und werden von den Besuchern übersehen.
Da Mantelpaviane ein vielschichtiges Sozialsystem haben, das sich aus kleinen Familiengruppen (Harems), Clans und Banden zusammensetzt, macht es aus tiergärtnerischer Sicht auch in Zoologischen Gärten Sinn, viele Individuen zu halten, so dass die Tiere ihr normales Sozialverhalten ausleben können. Die Anzahl der Mantelpaviane wird im Kölner Zoo jedoch seit über zehn Jahren mit Hilfe einer Geburtenkontrollmaßnahme erfolgreich reguliert, so dass der Tierbestand mit geringen Abweichungen immer etwa gleich hoch ist und nicht weiter steigt.
Die tägliche Fütterung der Mantelpaviane zählt zu den Publikumsmagneten des Zoos. In den Sommermonaten steigt einer der Tierpfleger in den Wassergraben und wirft von dort aus den Affen Äpfel, Sellerie, hartgekochte Eier, Karotten, Lauch und ähnliches zu. Die Tiere zeigen dabei einen großen Teil ihres Verhaltensrepertoires. Dazu gehören vor allem Auseinandersetzungen unter den weiblichen Tieren benachbarter Haremsgruppen, da für diese, wie für alle Säugetierweibchen, die Nahrung eine Schlüsselressource darstellt. Die Haremsführer reagieren auf die Auseinandersetzungen „ihrer“ Weibchen, indem sie versuchen, die Weibchen wegzuführen und so den Frieden wieder herzustellen. Häufig geraten die Männchen dabei selber aneinander und zeigen durch Drohgebärden (Backenpumpen, Drohgähnen) und Scheinangriffe ihre Wehrhaftigkeit. Dabei kommt es jedoch nicht zu Verletzungen.
Mantelpaviane gehören zu den weniger stark gefährdeten Tierarten. Aus Gründen der Erhaltungszucht besteht daher theoretisch keine Notwendigkeit, diese Tierart im Zoo zu pflegen. Mantelpaviane zählen jedoch zu den Tierarten, die für die Zoobesucher aufgrund ihres lebhaften Verhaltens eine große Attraktivität bezitzen. So ist auch der Affenfelsen bis heute einer der Hauptanziehungspunkte im Zoo.
Ebenfalls regelmäßige Gäste im Zoogelände sind Rabenkrähen, die vor allem in Bärengehegen und in der Waschbäranlage auf die Fütterung der Zootiere warten. Rabenkrähen vergreifen sich allerdings auch an der Brut der Flamingos und der Enten, so dass hier die Aufzucht wesentlich schwieriger geworden ist.
Preszwalski-Pferde_im_Schnee.jpg Der Kölner Zoo unterstützt eine Reihe von Naturschutzprojekten und begleitet diese wissenschaftlich:
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