Käthe Kollwitz (* 8. Juli 1867 in Königsberg in Preußen, heute Kaliningrad; † 22. April 1945 in Moritzburg bei Dresden) zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts.
Sie schuf trotz schwieriger Lebensumstände mit ihren ernsten Lithografien, Radierungen, Kupferstichen und Holzschnitten einen zeitlosen Kunststil und war zeitweilig auch als Bildhauerin tätig.
Nach der Ermordung Karl Liebknechts widmete sie ihm einen Holzschnitt. Ihrer Meinung nach hat Kunst die Aufgabe, die sozialen Bedingungen darzustellen.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Kollwitz aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen und ihres Amtes als Leiterin der Meisterklasse für Grafik enthoben, da sie zu den Unterzeichnerinnen des "Dringenden Appells" zum Aufbau einer einheitlichen Arbeiterfront gegen den Nationalsozialismus gehörte. Im Jahr 1936 wurden die Exponate der Künstlerin aus der Berliner Akademieausstellung entfernt, was einem Ausstellungsverbot gleichkam. Während des zweiten Weltkrieges lebte Käthe Kollwitz eine Zeit auf Schloss Bischofstein in Lengenfeld unterm Stein. Nach dem Krieg wurde auf dem Dachboden eine vergessene Kiste mit verschollen geglaubten Grafiken gefunden. Käthe Kollwitz starb am 22. April 1945, wenige Tage vor dem Ende des Krieges, in Moritzburg bei Dresden. Nach ihr ist der Käthe-Kollwitz-Preis benannt. Ihr selbst wurde 1908 der Villa-Romana-Preis verliehen.
Kollwitz war Mitglied in der Künstlerorganisation Berliner Secession, arbeitete für die Internationale Arbeiterhilfe IAH und war als erste Frau 1919 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Einer Partei gehörte sie nie an, empfand sich aber als Sozialistin und unterstützte einen Aufruf des ISK zu einer Zusammenarbeit von KPD und SPD. 1933 wird sie zum Austritt aus der Akademie gezwungen.
200 ihrer Arbeiten sind im Dresdner Kupferstichkabinett ausgestellt. Bis 1933 war Kollwitz Professorin an der Preußischen Akademie der Künste. 1943: Übersiedelung nach Nordhausen. November 1943: Ausbombung ihrer Wohnung in der Weißenburger Straße, Zerstörung zahlreicher Grafiken, Drucke und Druckplatten. Juli 1944 Übersiedelung nach Moritzburg, (Rüdenhof). Dort erinnert eine Gedenkstätte an Leben und Werk der sozial engagierten Künstlerin.
Weitere Ausstellungen stehen in historischem Bezug oder stellen künstlerische Techniken in den Mittelpunkt ("Imago Mortis - Das Bild des Todes", "Geschichte der Lithographie"). Ein Höhepunkt war 1995 "Käthe Kollwitz - Meisterwerke der Zeichnung" zum 50. Todestages der Künstlerin mit 130 Blättern aus 48 internationalen Museen und Privatsammlungen.
Frau | Grafiker | Deutscher Bildhauer | Radierer | 20. Jahrhundert | Pour le Mérite (Friedensklasse) | Deutscher | Ostpreußen | Geboren 1867 | Gestorben 1945
Käthe Kollwitz | Käthe Kollwitz | Käthe Kollwitz | קתה קולוויץ | Käthe Kollwitz | Käthe Kollwitz | Käthe Kollwitz | Käthe Kollwitz | 凯绥·柯勒惠支
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Käthe Kollwitz".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world