Mit Kältepole bezeichnet man jene Gebiete der Erdoberfläche, in denen im Regelfall die tiefsten Temperaturen des jeweiligen Kontinents, eines Staates oder sogar der gesamten Erde gemessen werden. Der absolute Kältepol liegt auf unserem Planeten im Zentrum der Antarktis.
Übersicht Kältepole
Globaler Kältepol
Der globale Kältepol, an dem die tiefste jemals gemessene Temperatur der gesamten Erde gemessen wurde bzw. wird, wird auch als "absoluter Kältepol" bezeichnet:
- Forschungsstation Wostok-Station (russisch für Osten) in der Ost-Antarktis
- 1997: - 91,5 °C (angeblich, nicht offiziell bestätigter Wert)
- 1983: - 89,2 °C (bestätigter Wert, daher Kältepol für die gesamte Erdoberfläche)
Kältepol aller bewohnten Gebiete der Erde
Der "Kältepol aller bewohnten Gebiete der Erde", an dem die tiefste jemals gemessene Temperatur aller dauerhaft oder ständig bewohnten Gebiete der Erde gemessen wurde bzw. wird, wird auch als "sekundärer Kältepol" bezeichnet
- Oimjakon in Nord-Ostsibirien (Jakutien, Russland):
- 1916: - 83,2 °C (angeblich, nicht offiziell bestätigt)
- 1938: - 77,8 °C (angeblich, nicht offiziell bestätigt)
- 1964: - 72,0 °C (bestätigter Wert)
In Mitteleuropa sind Kältepole typischerweise in inneralpinen Becken und
Dolinen (Kalksteingebirge) zu finden.
- Glattalp im Kanton Schwyz, (7. Februar 1991) - 52.5 °C (unbewohnte Mulde).
- La Brévine im Neuenburger Jura, (12. Januar 1987) - 41.8 °C, kälteste gemessene Temperatur an einem bewohnten Ort.
- Samedan im Kanton Graubünden, 260 Tage im Jahr unter 0°C, durchschnittlich 5 Frosttage im Juli
- Pokka bei Kittilä etwa 150km nördlich des Polarkreis in Lappland (28.1.1999) - 51,5°C (bestätigt).
- Naruska an der russischen Grenze, ca. - 50 °C.
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Siehe auch:''
Hitzepol
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