Küstriner Vorland ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland im Bundesland Brandenburg. Die an der Oder verlaufende östliche Gemeindegrenze bildet gleichzeitig die deutsche Ostgrenze zur Republik Polen. Der Ort gehört zum Amt Golzow.
Geografie
Gemeindegliederung
Die ehemaligen Gemeinden Gorgast, Küstrin-Kietz und Manschnow bilden je einen Ortsteil. Weitere bewohnte Gemeindeteile sind Schäferei, Kuhbrücke, Herzershof und Neu Manschnow.
Geschichte
Die Gemeinde Küstriner Vorland entstand am 31. Dezember
1997 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Gorgast, Manschnow und Küstrin-Kietz. Küstrin-Kietz war bis zum Ende des zweiten Weltkrieges ein Stadtteil der Stadt
Küstrin. Deren zwischen Oder und Warthe gelegene Altstadt wurde im
Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die östlich gelegenen Stadtteile (
Küstrin-Neustadt, auf polnisch
Kostrzyn nad Odrą) gehören heute zur
polnischen Woiwodschaft Lebus.
Politik
Gemeinderat
Der Rat der Gemeinde besteht aus 16 Ratsfrauen und Ratsherren.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
Ortsteile
Gorgast
1375 erstmals erwähnt, rd. 900 Einwohner.
Küstrin-Kietz
Bei Deutschland verbliebener Teil der ehemaligen Festungsstadt
Küstrin, erstmals urkundlich erwähnt 1232, rd. 850 Einwohner. Die westlich der
Oder gelegenen Küstriner Stadtteile bildeten unter dem Namen
Küstrin-Kietz seit 1945 eine selbständige Gemeinde. Diese wurde 1954 zunächst in
Friedensfelde, einige Monate später in
Kietz umbenannt. Seit dem 3. Oktober 1991 heisst der Ort als Ergebnis einer Bürgerbefragung wieder
Küstrin-Kietz.
Manschnow
1336 erstmals erwähnt, rund 1.250 Einwohner.
Wappen der Ortsteile
Bild:Wappen Gorgast.png|Gorgast
Bild:Wappen Kuestrin-Kietz.png|Küstrin-Kietz
Bild:Wappen Manschnow.png|Manschnow
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Museum zur Geschichte Küstrins im Kulturhaus Küstrin-Kietz
Bauwerke
- Herrenhaus der ehemaligen Johanniterkommende in Gorgast von 1840
- neugotische Kirche in Gorgast von 1888
- Fort Gorgast, ehemals zur Festung Küstrin gehörig, gilt als besterhaltenes Außenfort
- Gebäude der ehemaligen Attilleriekaserne auf der bis zum Ende des zweiten Weltkrieges zu Küstrin-Altstadt gehörenden Oderinsel im Ortsteil Küstrin-Kietz, letzte Zeugnisse der Küstriner Garnison auf deutschem Boden, seit dem Abzug der russischen Streitkräfte ungenutzt
- Kulturhaus in Küstrin-Kietz, multifunktionales Kultur- und Veranstaltungszentrum
Parks
- Gorgaster Park (durch Lenné angelegt) mit Kriegerdenkmal
Naturdenkmäler
- Naturschutzgebiet auf der Oderinsel in Küstrin-Kietz
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
- Durch das Gemeindegebiet verläuft in west-östlicher Richtung die Bundesstraße 1 mit Grenzübergang nach Polen in Küstrin-Kietz. Im Ortsteil Manschnow zweigt die B 112 Richtung Frankfurt/Oder von der B 1 ab.
- Mit der Eisenbahn ist die Gemeinde über die grenzüberschreitende Regionalbahn-Strecke Bahnhof Berlin-Lichtenberg - Küstrin/Kostrzyn nad Odra (Ostbahn) zu erreichen. Im Gemeindegebiet befinden sich der Grenzbahnhof Küstrin-Kietz, die Station Gorgast sowie der zur Zeit nicht genutzte Haltepunkt Küstrin-Altstadt auf der Oderinsel. Die Bahnstrecke Küstrin-Kietz - Frankfurt/Oder wurde 1996 stillgelegt.
- Für die Fahrgastschifffahrt auf der Oder existiert in Küstrin-Kietz eine Anlegestelle.
Literatur
- Küstrin. Stadtgeschichte und Stadtverkehr, Verlag GVE Berlin, 2005, ISBN 3-89218-091-1
Weblinks
- http://www.kuestriner-vorland.de - Internetportal der Gemeinde
- http://www.amt-golzow.de
- http://www.vfdgkuestrins.de - Seite des Vereins für die Geschichte Küstrins
- http://www.fort-gorgast.de
- http://www.manschnow.de
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