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Als Küste bezeichnet man die Zone, die sich see- und landwärts entlang einer Küstenlinie eines Meeres oder Ozeans erstreckt. Als Küstenlinie wird die Linie des mittleren Hochwassers, bei Gezeitenküsten des mittleren Tidehochwasser, bezeichnet.
In geologischer Zeit gesehen ist eine Küste nur eine Momentaufnahmen und ständig im Wandel begriffen.
Der Küstenverlauf ändert sich in erster Linie durch die Wirkung von Meeresströmungen und Gezeiten (Tide) sowie durch die erosive Kraft der Brandung.
Daneben spielen auch eustatische Meeresspiegelschwankungen sowie Landhebungen und -senkungen durch isostatische und tektonische Prozesse eine Rolle.
Neben der genannten morphologischen Arbeit des Meers an den Küsten, werden diese heute ebenfalls stark anthropogen durch Bebauung (z.B. Häfen, Siedlungen, Küstenschutz), Nutzung für Seeverkehr (z.B. Transport von Gütern) sowie die wirtschaftliche Nutzung (z.B. Fischfang, Fremdenverkehr) beeinflusst.
Küstentypen
Eine eindeutige Klassifikation in Küstentypen ist sehr schwierig. Beipielsweise lassen sich Küsten nach dem Querschnitt in
Flach- und
Steilküste, nach Schwankung des Meeresspiegels in Hebungs- und Senkungsküsten, nach geologischer Struktur in Längs- und Querküsten oder nach Verlauf in Ausgleichsküsten und gebuchtete Küsten einteilen, wobei es untereinander Überscheidungen geben kann. Einige Beispiele für Mitteleuropäischen Küsten werden im folgenden kurz gegeben.
Die Nordseeküste
Die Küste der
Nordsee ist größtenteils beeinflusst durch nacheiszeitliche
eustatische (Gletscherschmelzen) und
isostatische (Landhebung) Meeresspiegelschwankungen, einzelne
Sturmflutereignisse und die
Gezeiten. Charakterisch für die Nordseeküste ist die
Wattküste mit ihren typischen Barriereinseln. Sie reicht von Westfriesland über Ostfriesland bis nach Nordfriesland, also von der nierderländischen Insel Texel bis zum dänischen Fischereihafen Esbjerg. Landgewinnungs- und Küstenschutzmaßnahmen (
Deiche) prägen dabei die Küstenlandschaft. Eine weitere Form der Küste, die Steilküste, prägt beispielsweise die Hochseeinsel Helgoland.
Siehe auch: Nordsee
Die Ostseeküste
Die Küstenformen der
Ostsee sind hauptsächlich ein Resultat eiszeitlicher
Gletscherbewegungen und nach-eiszeitlicher Geländehebung (
Isostasie) im nördlichen und Absenkung im südlichen Bereich der Ostsee, die bis heute andauern. Des Weiteren werden die Küsten durch die Lage in der
Westwindzone beeinflusst, wodurch über die Strömung von Westen her beständig
Sedimente verdriftet werden. Prägende Küstentypen sind die
Fördenküste, die
Boddenküste, die
Ausgleichsküste und die Fjord-
Schärenküste.
Siehe auch: Ostsee
Weitere Küstentypen
Mangrovenküste
Die Mangrovenküste gibt es ausschließlich im Bereich der Tropen. Ein starker Pflanzenbewuch mit Stelzwurzeln ist charakteristisch.
Canaleküste
Bei der Canaleküste handelt es sich um ein versunkenes Gebirge. Durch den Meeresanstieg (Eusthasie) ist das parallel zur Küste verlaufende Gebirge im Meer versunken. Die Antiklinalen verlaufen parallel. Ein Beispiel für die Canaleküste ist die dalmatische Küste.
Lagunenküste
Die Lagunenküste ist die vollendete Form der Haff- oder Nehrungsküste. Die Buchten sind endgültig zusammengewachsen. Die Nehrungs nennt sich jetzt, vornehmlich in Italien,
Lido. Die Lagune ist vom offenen Meer getrennt. Diese Küstenform findet sich überwiegnd in Italien.
Küstenregionen
Weblinks
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