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Wappen Karte
Köthen.png Koethen.png
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Köthen
Geografische Lage:
Höhe: 80 m ü. NN
Fläche: 78,42 km²
Einwohner: 30.345 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 387 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06366
Vorwahl: 03496
Kfz-Kennzeichen: KÖT
Gemeindeschlüssel: 15 1 59 023
Adresse der Stadtverwaltung: Marktstraße 1-3
06366 Köthen (Anhalt)
Website: www.Koethen-Anhalt.de
Politik
Oberbürgermeister: Kurt-Jürgen Zander (SPD)

Köthen (Anhalt) ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.

Geografie


Geografische Lage

Köthen liegt zwischen Magdeburg und Halle (Saale), westlich von Dessau und östlich von Bernburg (Saale). Nördlich des Landkreises beginnt das Biosphärenreservat Flusslandschaft Mittlere Elbe.

Geschichte


Köthen wurde 1115 n. Chr. erstmalig erwähnt. 1280 (unter Umständen auch früher) wurde eine Stadtmauer errichtet. Bis Ende des 12. Jahrhunderts hatte Köthen eigene Getreidemaße und eine Münzstätte. 1339 wurde erstmalig Osterköthen erwähnt, heute ein Teil von Köthen. 1400 begann der Bau der Jakobskirche. 1406 wurde Köthen vom Erzbischof von Magdeburg belagert. Eine damalige Kanonenkugel befindet sich heute an der Nordseite der Jakobskirche eingemauert. 1598 wurde Köthen von der Pest bedroht. Ein Jahr später stürzte der Turm der Jakobskirche ein. 1617 wurde durch Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen die Fruchtbringende Gesellschaft gegründet, welche sich der Pflege der deutschen Sprache verschrieben hatte. Die Palme als Symbol dieser Gesellschaft ist heute Teil des Wappens des Landkreises Köthen. 1618 war der Pädagoge Wolfgang Ratke in Köthen, reformierte das Schulwesen und gründete die Fürstliche Druckerei. 1636 wütete die Pest erneut in Köthen, kaum 50 Jahre später (1681-1683) trat sie abermals auf.

1715 trat Fürst Leopold sein Amt an und holte zwei Jahre später Johann Sebastian Bach als Hofkapellmeister nach Köthen. Dieser schrieb hier wichtige Werke, darunter einige der Brandenburgischen Konzerte sowie Teil I des Wohltemperierten Klaviers. Ab 1821 verbrachte der berühmte Homöopath Samuel Hahnemann anderthalb Jahrzehnte als Fürstlicher Leibarzt in Köthen, wo viele seiner bekanntesten Schriften entstanden. 1845 wurde die Köthener Sparkasse gegründet; Gründer war die Familie B. J. Friedheim. 1840 wurde der Bahnhof der Magdeburg-Leipziger Eisenbahn eröffnet. 1865 wurde das Fürstliche Ludwigsgymnasium gegründet. 1885 wurde die offizielle Schreibweise Köthens auf "Cöthen" festgelegt. 1927 wurden Stadion und Schwimmbad am Ratswall eröffnet. Köthen wurde jetzt offiziell "Köthen" geschrieben. 1942 wurden noch lebende Juden in das böhmische KZ Theresienstadt deportiert. Im April 1945 erreichten US-amerikanische Truppen Köthen. Diese gaben im Juli 1945 die Besatzung an die Sowjetunion ab. Bei einer Wahl wurde die SED die stärkste Kraft, hatte aber keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung. 1967 fanden zum ersten Mal die Köthener Bachfesttage statt.

2006 liegt die Arbeitslosenquote in der Stadt bei etwa 23 Prozent.

2004 Rathaus in Köthen Sicherlich.jpg

Eingemeindungen

Am 30. Juni 1994 wurde die Gemeinde Merzien mit den Ortsteilen Hohsdorf und Zehringen eingemeindet. Desgleichen am 1. Januar 2004 die Gemeinden Arensdorf mit Ortsteil Gahrendorf, Baasdorf, Dohndorf, Löbnitz an der Linde und Wülknitz.

Einwohnerentwicklung

1770 hatte die Stadt 24.702 Einwohner. 1946 wurden 47.000 Einwohner gezählt.

Politik


Stadtrat

Der Rat besteht aus 40 Ratsmitgliedern und dem Oberbürgermeister.

CDU SPD PDS FDP Freie Fraktion B90/Grüne Stefan Westphal (parteilos) Gesamt
2004 13 10 10 3 2 1 1 40

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Oberbürgermeister Kurt-Jürgen Zander (SPD)

Vorsitzender des Stadtrates Minister a.D. Dr. Werner Sobetzko MdL (CDU)

Kultur und Sehenswürdigkeiten


2005-12 Köthen (Anhalt) 2.jpg

Museen

  • Naumann-Museum, das einzige ornithologiegeschichtliche Museum der Welt.
  • Historisches Museum, im Ludwigsbau des Köthener Schlosses mit Schlosskapelle, Spiegelsaal, Apothekengewölbe, "Steinerner Gang" sowie der Bachgedenkstätte im Roten und Grünen Zimmer.
  • Eichendorff-Haus

Bauwerke

Vom ursprünglichen lutherischen bzw. reformierten Gepräge der Kirchen zeugt nur noch ein wenig die Ausgestaltung jeweils des Innenraums. Die Gottesdienste werden in beiden Kirchen nach der unierten Agende der evangelischen Landeskirche Anhalts gefeiert.
  • Schloss
  • Bachdenkmal
  • Hallescher Turm
  • Magdeburger Turm
  • Löwenapotheke
  • Rathaus
  • Stadtbibliothek

Parks

2005-05-05 Tierpark Köthen Eingang.jpg

  • Tierpark Köthen
  • Fasanerie
  • Friedenspark
  • Ziethebusch (unter Naturschutz stehender Urwald am Rande der Stadt)
  • Schlosspark

Bildung


2005-05-05 - Hauptgebäude FH Anhalt-Köthen.jpg

In Köthen befindet sich die Verwaltungsstelle der Hochschule Anhalt, die hier mit Studiengängen des technischen Profils vertreten ist, sowie ein Berufliches Schulzentrum.

Persönlichkeiten


Ehrenbürger

  • Gustav Albert von Goßler (1807-1869), Verwaltungsfachmann und Herzog-Anhaltinischer Köthener Staatsminister, zum Ehrenbürger ernannt am 29.November 1853
  • Salomon Herz (1794-1865), Kaufmann, zum Ehrenbürger ernannt am 18.August 1863
  • Karl Irmer (1831-1911), Kommissionsrat und Stadtrat, zum Ehrenbürger ernannt am 8. Januar 1909
  • Hermann Trautmann (1842-1926), Stadtverordnetenvorsteher, zum Ehrenbürger ernannt am 15. Dezember 1910
  • Louis Wittig, geheimer Kommerzienrat, zum Ehrenbürger ernannt am 15. Dezember 1897
  • Felix Friedheim (1845-1900), Bankier
  • Valentin Iwanowitsch Bogdanow, 1. Stadtkommandant der sowjetischen Militäradministration in Deutschland

Söhne und Töchter der Stadt

Weitere Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Partnerstädte


Städtefreundschaften

Literatur


  • Klaus Conermann: "Die Sammlungen Fürst Ludwigs im Köthener Schloss", in: Wolfenbütteler Barock-Nachrichten 16 (1989), 73-91
  • Gerhard Dünnhaupt: Die Fürstliche Druckerei zu Köthen. Frankfurt/M.: Buchhändler-Vereinigung 1979 (AGB XX.4) ISBN 3-7657-0934-4
  • Günther Hoppe, Werner Grossert, Matthias Freundel, Viktor Samarkin: Köthen (Anhalt) zwischen den Jahren 1115 und 1949. Vier Beiträge zur Stadtgeschichte. Köthen 1991.
  • Gottlieb Krause: Ludwig, Fürst zu Anhalt-Cöthen und sein Land. 3 Bde. Köthen u. Neusalz 1877-79

Weblinks


Ort in Sachsen-Anhalt | Ehemaliger Residenzort in Sachsen-Anhalt | Fruchtbringende Gesellschaft

Köthen (Anhalt) | Köthen (Anhalt) | Köthen (Anhalt) | Köthen (Anhalt) | Köthen (Anhalt) | Köthen (Anhalt) | Кётен

 

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