köln_deutz_kölnarena.jpg | köln_deutz_kölnarena_und_rahmenbebauung.jpg Die Kölnarena ist eine überdachte Multifunktionsarena in Köln-Deutz. Sie wird wegen des das ganze Bauwerk überspannenden 76 m hohen Bogens in Köln auch "Henkelmännchen" genannt. Mit bis zu 20.000 Plätzen (variiert je nach Veranstaltung) und 83.700 Quadratmeter Nutzfläche, diversen gastronomischen Einrichtungen, moderner Bühnen-, Ton- und Lichttechnik eignet sie sich für viele Arten von Veranstaltungen wie beispielsweise Sport, Musicals, Kongresse oder Tagungen. Die Halle besitzt wegen der regelmäßig hier stattfindenden Spiele des Kölner Eishockey-Clubs ("Kölner Haie") eine abdeckbare Eisfläche.
Die Kölnarena wurde zu einem der offiziellen Ausrichtungsorte der Handball-Weltmeisterschaft 2007 sowie der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 bestimmt, die beide in Deutschland stattfinden werden.
Erbaut wurde die Kölnarena in den Jahren 1996 - 1998 anhand eines Bauplans des Architekturbüros Böhm (Peter Böhm).
Folgende Vereine tragen hier ihre Heimspiele bzw. einen Teil ihrer Heimspiele aus:
Nachdem relativ schnell klar war, dass der Bau die öffentlichen Kassen nicht belasten dürfe, suchte man nach Investoren. Diese fand man 1989 unter Beteiligung der Bauholding STRABAG SE, die den sogenannten EuroPalast bauen wollte. Doch diese zog ihre Beteiligung kurze Zeit später zurück.
Schließlich einigte man sich auf den Entwurf der Philipp Holzmann AG und die Finanzierung durch einen Immobilienfonds Köln-Deutz Arena. Als Bauplatz wurden der Fest- und Messeparkplatz in Köln-Deutz ausgewählt. Was das Projekt schließlich noch bis 1996 herauszögerte waren Zweifel daran, dass sich der Bau einer Veranstaltungshalle alleine hinterher tragen würde, deshalb war schnell klar, dass die Halle eine Randbebauung erhalten sollte. Da Mieter hier im Vorfeld nicht in ausreichender Zahl zu finden waren, entschied der Stadtrat, dass ein Großteil der Stadtverwaltung in diese Gebäude ziehen sollte. Die Eröffnung der Kölnarena fand im Oktober 1998 statt. 2000 wurde zudem die "Kölnarena 2" eröffnet, die ebenfalls zur Randbebauung gehört und in der seitdem die Kölner Haie ihr Trainings- und Verwaltungszentrum haben.
Der Bogen hat die Außenmaße von 3 m x 3 m und eine Abwicklung von 250 m. Die kurze Fläche hat eine Breite von 0,5 m.
Der Bogen besteht aus insgesamt 10 Einzelteilen. Das größte Einzelteil hat ein Gewicht von ca. 90 t. Bei der Montage wurden je 2 Teile einer Seite getrennt angeliefert und vor Ort verschweißt. Während der Montage wurden die jeweiligen Enden auf der Nord- und Südseite der Arena auf entsprechenden Hydraulischen Betonplattformen abgestützt.
Die Abhängungen vom Bogen zum Dach haben einen Außendurchmesser von 220 mm und eine Wandstärke von 18 - 30 mm. Der erste Abhänger auf der Südseite der Kölnarena kann eine Last von bis zu 360 t aushalten. Aus Unwettergründen bestand ein hohes Risiko, dass sich die Abhänger aufwiegeln, ins Schlingern geraten und so erheblichen Schaden anrichten konnten. Aus diesem Grunde spannte man im unteren Drittel der Abhänger ein Edelstahl-Drahtseil mit einem Durchmesser von 6 mm.
Die Bodenlager des Bogens auf der Nord- und Südseite, sind so gearbeitet, dass sich der Bogen in alle Himmelsrichtungen frei bewegen kann. Diese Lager können eine Maximallast von 2.500 t aufnehmen.
In die Außenhülle des Daches sind Rippen eingearbeitet, welche den gleichmäßigen und langsamen Abfluß von Regenwasser in die Regenrinne gewährleisten. Somit wird verhindert, dass sich die Regenrinne ungleichmäßig füllt und/oder durch die Dachneigung überläuft.
Die eingearbeitete, von unten nicht ersichtliche Regenrinne befindet sich im Randbereich und wird von der Verkleidung komplett verdeckt. Die Regenrinne hat die Innenmaßen von BxH 1,5 x 1,8 m und jedes der 24 Bauteile wiegt ca. 7 t. Aufgrund der Dachneigung von der Süd- zur Nordseite mit einem Höhenunterschied von 12 m wurden in die Rinne Stufen eingebaut, welche das Wasser im Fluß beruhigen sollen. Auf der Nordseite fällt das Wasser durch 2 Durchlässe in ein Auffangbecken um es nochmals zu beruhigen, bevor es in das Kanalsystem abgeleitet wird.
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