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Mülheim ist ein Stadtteil von Köln, der dem Bezirk Mülheim den Namen gegeben hat. Die Einwohnerzahl beträgt 40.328 (Stand 31. Dezember 2000) und die Fläche 7,07 km².
Geschichte
Der Name des heutigen Stadtteils entstammt den einst am
Strunderbach existierenden Mühlen. Die erste Erwähnung des Ortes (als
Mulenheym) erfolgte im Jahr 1098. Andere Schreibweisen des Ortes zwischen dem
11. und
14. Jahrhundert sind
Mulinheim oder
Molenheym. Im Jahre 1322 wurde der Stadt Mülheim das
Stadtrecht verliehen; die beabsichtigte Konkurrenz der Grafen von
Berg zur Stadt Köln wurde von den Kölnern argwöhnisch betrachtet. So wurde z. B. der Bau einer Stadtmauer durch politischen und militärischen Druck verhindert. Das kleinere Mülheim nutzte dagegen Schwächen der größeren Konkurrentin, in dem man beispielsweise durch religiöse Toleranz wohlhabende
protestantische Kaufleute anlockte, die sich im streng
katholischen Köln nicht ansiedeln durften. Auch half man rheinaufwärts fahrenden Händlern, das Kölner
Stapelrecht zu umgehen, indem deren Schiffe ausgeladen wurden, um die Waren auf dem Landweg um Köln herum zu transportieren: Man vermied somit die Verpflichtung, alle Waren in Köln auszuladen und sie dort drei Tage zum Verkauf anzubieten.
Das große Rheinhochwasser im Februar 1784 zerstörte Mülheim fast völlig.
Im 19. Jahrhundert erfolgte die Industrialisierung. Einige damals gegründete Unternehmen wie Andreae, Felten & Guilleaume und Böcking haben zur überregionalen Bekanntheit beigetragen. Die Eingemeindung der Stadt Mülheim am Rhein nach Köln erfolgte trotz des Widerstandes der Bevölkerung im Jahre 1914.
Wiener Platz
Zentraler Punkt des Stadtteils ist der Wiener Platz. Hier kreuzen sich die Bundesstraßen B 8 und B 51, und es beginnt die B 506. Im Zuge der B 51 beginnt hier die rechtsrheinische Brückenrampe der Mülheimer Brücke. Auf und unter dem Platz kreuzen sich mehrere Stadtbahnlinien.
Kultur
Köln-Mülheim ist der Standort für zahlreiche Fernsehstudios, in denen u. a. die TV-Shows "Harald Schmidt", "TV Total" oder "Was guckst du?!" aufgezeichnet werden.
Im Hafen von Mülheim ist für die Serie Die Anrheiner ein eigenes Veedel entstanden.
Das E-Werk ist eine Veranstaltungshalle, die vor allem für Rock- und Popkonzerte genutzt wird. Zur Karnevalszeit findet hier die Stunksitzung statt.
Sehenswürdigkeiten
- Einige klassizistische Häuser
- Brunnen
- Mülheimia-Brunnen
- Genoveva-Brunnen
- Märchen-Brunnen
- Schifffahrt-Brunnen-Denkmal
Kirchen im Stadtteil Köln Mülheim
- Liebfrauen *
- St. Antonius *
- St. Elisabeth *
- St. Clemens *
- Friedenskirche
- Luther-Notkirche: Als Zentralkirche der Evangelischen Kirchengemeinde Mülheim am Rhein wurde 1885 die alte Lutherkirche nach Plänen der Kölner Architekten Schreiterer & Below fertiggestellt. Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche zerstört, nur der Turm blieb als Ruine übrig. Aus den Trümmern wurde die Luther-Notkirche (Adamsstr. 47, 51063 Köln) nach Plänen des Architekten Prof. Bartning neben der Turmruine errichtet. Sie wurde 1949 eingeweiht. Es ist eine freitragende Holzkonstruktion, in deren Zwischenräume die Trümmersteine gemauert wurden. Die Kirche erinnert an ein umgedrehtes Schiff. Nach diesem Muster entstanden mehrere Notkirchen in Deutschland. Die Luther-Notkirche ist aber eine der letzten, die noch im Originalzustand erhalten sind.
Persönlichkeiten
Weblinks
Stadtteil von Köln | Stadtbezirk Köln-Mülheim