Die Jüten sind ein germanischer Volksstamm, der seine Urheimat auf der Halbinsel Jütland hatte. Mit der Eroberung Jütlands im 5. Jahrhundert durch die Dänen gingen die Jüten teilweise im dänischen Volk auf, teilweise wanderten sie weiter nach Flandern und zusammen mit den Angeln und Sachsen darüber hinaus nach England. Teile der Jüten siedelten in Süddänemark bis an die Eider in Schleswig-Holstein als freies Volk. Die Christianisierung setzte im 9. Jahrhundert ein.
Die Jütische Sprache gehört zu den Nordgermanischen Sprachen und wird teilweise auch als Dänischer Dialekt angesehen. Zusammen mit den Angeln und den Sachsen hatten die Jüten einen nicht unerheblichen Anteil an der Entstehung der altenglischen Sprache.
Das wort Jüte (adj. jütisch) bezeichnet auch in neuerer Zeit die Einwohner von Jütland (dän. jyde, jysk). So das alte holsteinische Sprichwort Gott werde uns verhüten, dass wir nicht werden Jüten. Heute kann jedoch auch Jütländer bzw. jütländisch verwendet werden.
Germanischer Stamm | Dänemark | Schleswig-Holstein
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