Justizvollzugsanstalt_Landsberg_am_Lech.JPGDie Justizvollzugsanstalt Landsberg ist eine Haftanstalt des Freistaates Bayern für erstmalig bestrafte männliche erwachsene Strafhäftlinge in Landsberg am Lech.
Die Anstalt erstreckt sich über 6 Hektar und bietet Platz für 565 Insassen, sowie für weitere 109 Insassen im offenen Vollzug in der Außenstelle Rothenfeld in der Gemeinde Andechs und 58 in zwei Freigängerhäusern in Landsberg am Lech. Verwaltungs- und versorgungsmäßig ist die JVA Garmisch-Partenkirchen der Justizvollzugsanstalt angegliedert.
Bekannte Festungshaftgefangene in Landsberg:
In der Zeit des Nationalsozialismus waren unter anderem folgende Personen in Landsberg inhaftiert:
Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs in Europa richtete 1945 die United States Army im Gebäude der Gefangenenanstalt Landsberg das Kriegsverbrechergefängnis Landsberg am Lech, englisch War Criminal Prison No. 1, ein.
Hier wurden Haftstrafen und Todesurteile aus diversen Prozessen gegen deutsche Kriegsverbrecher vollstreckt:
In Landsberg wurden 279 Todesurteile durch den Strang und 29 durch Erschießen vollstreckt. Da mit Gründung der im Mai 1949 entstandenen Bundesrepublik Deutschland in dieser die Todesstrafe abgeschafft war, gab es in der Folge zahlreiche Gnadengesuche für die restlichen zum Tode Verurteilten. So baten alle Parteien aus Stadt und Kreis Landsberg in einer Resolution im November 1950 um Gnade, ebenso eine Delegation des Deutschen Bundestages im Januar 1951. Am 31. Januar 1951 gaben der für die in den Nürnberger Prozessen Verurteilten zuständige US-amerikanische Hohe Kommissar, John McCloy, und der für die in den Dachauer Prozessen Verurteilten zuständige Oberbefehlshaber der US-amerikanischen Streitkräfte in Europa, General Thomas T. Handy, ihre Entscheidungen bekannt, durch die von insgesamt 28 noch nicht vollstreckten Todesurteilen sieben bestätigt wurden – nicht nur zahlreiche Todesurteile, sondern auch andere Urteile wurden im Zuge dieser Überprüfungen im Strafmaß herabgesetzt. Die sieben bestätigten Todesurteile betrafen neben Oswald Pohl, der als Hauptangeklagter des Prozesses Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS als einziger dieses Prozesses zum Tode verurteilt worden war, vier der im Einsatzgruppen-Prozess Verurteilten sowie zwei in den Dachauer Prozessen Verurteilte und wurden am 7. Juni vollstreckt.
Die Hingerichteten wurden auf dem so genannten Spöttinger Friedhof (Gefängnisfriedhof) begraben. Aufgrund starker Proteste wurde 2003 der Friedhof entwidmet und die Namensschilder von den Gräbern entfernt.
Haftstrafen verbüßten hier u. a.:
Kriegsverbrechen | Landsberg am Lech | Justizvollzugsanstalt (Bayern)
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"Justizvollzugsanstalt Landsberg".
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