Justine Henin-Hardenne (* 1. Juni 1982 in Lüttich, Belgien) ist eine Tennisspielerin. Aus dem wallonischen Teil des Landes stammend, ist ihre Muttersprache französisch. Bis zu ihrer Hochzeit am 16. November 2002 mit Pierre-Yves Hardenne war sie unter ihrem Mädchennamen Justine Henin bekannt. Mittlerweile lebt sie in Monte Carlo, Monaco. Ihre größten sportlichen Erfolge sind der Gewinn von bislang fünf Grand-Slam-Titeln im Einzel sowie der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen von Athen. Sie stand mehrere Monate an der Spitze der WTA-Weltrangliste und wurde 2003 zur besten Spielerin des Jahres gewählt. Auch abseits des Tennisplatzes sorgt die 1,66 m große Belgierin für positive Schlagzeilen, im Dezember 2003 gründete sie eine Stiftung zugunsten krebskranker Kinder, Les 20 Coeurs de Justine. Im Alter von 12 Jahren war ihre Mutter, der sie später ihren ersten Grand Slam-Titel widmete, an der Krankheit gestorben.
Auf dem Tennisplatz begegnet sie ihren oftmals größer gewachsenen und physisch stärkeren Gegnerinnen mit einem sehr variablen und konzentrierten Spiel. Mit druckvollen Grundschlägen kann sie das Spiel bestimmen, dank ihrer exzellenten Beinarbeit zählt sie aber auch zu den besten Defensiv-Spielerinnen auf der Tour. Bekannt ist Henin-Hardenne vor allem für die einhändig gespielte Rückhand, von den Zuschauern gleichermaßen bewundert wie von ihren Kontrahentinnen gefürchtet. Wenngleich sie auch durchaus über gute Volleys verfügt, unterstreichen die teilweise überhastet wirkenden Netzangriffe, dass sich die Belgierin an der Grundlinie wohler fühlt. Elemente wie der Slice, extreme Winkel oder gefühlvolle Stopbälle ergänzen ihr umfangreiches Schlagrepertoire. Probleme bereitete ihr in den vergangenen Jahren am ehesten der Aufschlag, den sie jedoch verbesserte und der trotz ihrer geringen Körpergröße hohe Geschwindigkeiten erreicht.
| Steckbrief Justine Henin-Hardenne
|
| Justine henin hardenne medibank international 2006.jpg
| Land | Belgien
|
| Geburtsdatum | 1. Juni 1982
|
| Größe | 166 cm
|
| Gewicht | 57 kg
|
| Spielhand | Rechts (Rückh. einhändig)
|
| Profi seit | 1. Januar 1999
|
| Trainer | Carlos Rodriguez
|
| Einzeltitel | 27
|
| Karriere-Preisgeld | 11.923.973 $
|
| Aktuelles Ranking | 3 (WTA-Weltrangliste)
|
| Höchstes Ranking | 1 (20. Oktober 2003)
|
| Grand Slam-Titel (5)
|
| Australian Open
| 2004
|
| French Open
| 2003, 2005, 2006
|
| Wimbledon
| –
|
| US Open
| 2003
|
Profi-Karriere
Die Anfänge (1996–2000)
Die ersten Schritte auf internationaler Bühne machte Justine Henin Ende 1996 bei einem
ITF-Turnier auf Mallorca. Im folgenden Jahr gewann sie bereits zwei ITF-Veranstaltungen und wurde zudem im Alter von 15 Jahren jüngste belgische Meisterin aller Zeiten. 1998 kam sie zu drei weiteren Erfolgen auf der ITF-Tour und wurde auch erstmals in der Weltrangliste geführt, zum Jahresende rangierte sie auf Position 226. Ihre Profi-Karriere begann schließlich 1999 und als fünfte Spielerin überhaupt gewann sie im Mai in Antwerpen auch gleich das erste WTA-Turnier, das sie bestritt. Die erste Grand Slam-Teilnahme endete bei den
French Open nach der erfolgreich absolvierten Qualifikation in der zweiten Runde, in der sie
Lindsay Davenport erst nach drei Sätzen unterlag. Aufgrund von Verletzungsproblemen konnte sie 2000 nicht die komplette Saison bestreiten und blieb ohne Turniererfolg auf der WTA-Tour. Ihr bestes Resultat erzielte sie bei den
US Open, wo sie im Achtelfinale erneut gegen Davenport das Nachsehen hatte.
Die Jahre 2001 und 2002
Mit zwei Turniersiegen in Australien startete die Belgierin in die Saison 2001, in der sie den Sprung in die erweiterte Weltspitze schaffen sollte. Nach den French Open, wo sie gegen
Kim Clijsters den Finaleinzug verspielte, wurde sie erstmals in den Top 10 der Weltrangliste geführt und sorgte anschließend auf Rasen für Furore. Mit dem Erfolg vom Vorbereitungsturnier in s'Hertogenbosch im Gepäck kämpfte sich Justine in
Wimbledon in ihr erstes Grand Slam-Endspiel und schaltete dabei im Halbfinale mit
Jennifer Capriati die amtierende Australian und French Open-Siegerin aus. Zum Titelgewinn reichte es nicht, gegen
Venus Williams verlor sie in drei Sätzen. Ebenfalls gegen Williams musste Henin im Frühjahr 2002 drei weitere Finalniederlagen einstecken, bevor sie schließlich in Berlin ihren ersten großen Turniersieg verbuchen konnte. Ihre Endspielgegnerin
Serena Williams revanchierte sich eine Woche später im Finale von Rom für die Dreisatz-Niederlage. Als Mitfavoritin scheiterte sie bei den
French Open grippegeschwächt in der ersten Runde, in Wimbledon unterlag sie Halbfinale einmal mehr Venus Williams. Zusätzlich zu den beiden einzigen Doppeltiteln ihrer Laufbahn gewann sie im Herbst noch das Hallenturnier von Linz.
Das Jahr 2003
2003 gelang der kleinen Belgierin dann endgültig der große Durchbruch. Nach Erfolgen in Dubai und Charleston und der erfolgreichen Titelverteidigung in Berlin gewann sie im Stade
Roland Garros bei den
French Open ihren ersten Grand Slam-Titel. Nachdem sie im Halbfinale den Siegeszug von
Serena Williams gestoppt hatte, die die letzten vier Grand Slam-Turniere in Folge für sich entschieden hatte, bezwang sie im Finale ihre Landsfrau
Kim Clijsters klar in zwei Sätzen. Von der Halbfinal-Niederlage gegen Serena Williams in
Wimbledon wurde sie nur kurzzeitig gebremst, ihren nächsten Erfolgen in San Diego und Toronto ließ sie schließlich den Triumph bei den
US Open folgen. Weniger als 24 Stunden nach dem dreistündigen Halbfinal-Klassiker gegen
Jennifer Capriati, in dessen Endphase sie unter Krämpfen litt, besiegte sie im Endspiel wiederum Kim Clijsters in zwei Sätzen. Mit dem Turniersieg in Zürich wurde Justine Henin-Hardenne im Oktober die 13. Spielerin an der Spitze der
Weltrangliste, zunächst für eine Woche. Mit dem Erreichen des Halbfinals bei den WTA-Championships in Los Angeles gelang ihr dann zum Saisonende erneut der Sprung auf Position eins.
Das Jahr 2004
Auch die ersten Monate des Jahres 2004 verliefen noch sehr erfolgreich. Nach dem Sieg beim Vorbereitungsturnier von Sydney gewann sie die
Australian Open in der dritten Auflage des rein belgischen Endspiels gegen
Kim Clijsters, diesmal deutlich umkämpfter in drei Durchgängen. Nach ihrem zweiten Erfolg in Dubai siegte sie auch in Indian Wells und stellte mit 7626 Zählern in der
Weltrangliste einen neuen Punkterekord auf. Das
Pfeiffersche Drüsenfieber zwang sie allerdings kurze Zeit später zu einer mehrwöchigen Turnierpause, der Versuch der Titelverteidigung bei den
French Open endete schon in Runde zwei. Es folgte wieder eine längere Auszeit, ehe sie bei den
Olympischen Spielen von Athen einen weiteren Comeback-Versuch unternahm und im Finale gegen
Amelie Mauresmo die einzige Goldmedaille für Belgien gewann. Nach wie vor nicht vollständig genesen schied sie bei den
US Open im Achtelfinale gegen
Nadia Petrova aus und verlor dadurch auch nach 44 Wochen die Führung in der Weltrangliste. Sie entschied sich schließlich dafür, die Saison vorzeitig zu beenden.
Justine Henin.JPG
Das Jahr 2005
Zu Beginn des Jahres musste Henin-Hardenne einen neuerlichen Rückschlag hinnehmen, noch in der Vorbereitung erlitt sie eine Knieverletzung und musste zwei weitere Monate pausieren, ehe sie nach insgesamt einem halben Jahr Auszeit in Miami auf die Tour zurückkehrte. Es wurde vor allem wegen der folgenden Sandplatzsaison ein beeindruckendes Comeback, trotz der langen Pause gewann die Wallonin Titel in Charleston, Warschau und zum dritten Mal in Berlin. Bei den
French Open hatte sie in den ersten Runden große Probleme und musste im Achtelfinale gegen
Svetlana Kuznetsova sogar Matchbälle abwehren, danach stürmte sie unaufhaltsam zum zweiten Triumph in Paris und ließ
Mary Pierce im Finale beim 24. Sieg in Serie nicht den Hauch einer Chance. Wegen muskulärer Probleme im rechten Oberschenkel musste sie auf ein Vorbereitungsturnier auf Rasen verzichten und scheiterte auch deshalb in
Wimbledon schon in der ersten Runde. Nach einer mehrwöchigen Pause spielte sie in Toronto (Finalniederlage gegen
Kim Clijsters) und bei den
US Open, dort revanchierte sich Mary Pierce im Achtelfinale für die Niederlage im French Open-Endspiel. Immer noch angeschlagen scheiterte Justine in Filderstadt im Auftaktmatch und beendete daraufhin wie schon im Vorjahr frühzeitig die Saison.
Das Jahr 2006
In Australien feierte sie einmal mehr ein gelungenes Comeback. In Sydney gewann sie das Endspiel gegen Francesca Schiavone und erreichte bei den
Australian Open das Finale gegen
Amelie Mauresmo, in dem sie aber, von Magenkrämpfen geplagt, im zweiten Satz aufgab. Gut erholt gewann sie im Februar zum dritten Mal das Turnier in Dubai. Nach weniger erfolgreichen Auftritten in Indian Wells und beim frühen Aus in Miami endete in Charleston im Halbfinale gegen
Patty Schnyder schließlich auch die 27 Spiele andauernde Siegesserie der Belgierin auf Sand. In Berlin verwehrte ihr
Nadia Petrova im fast dreistündigen Finale den vierten Titel in fünf Jahren in der deutschen Hauptstadt. Doch auch ohne Sieg im Vorfeld der
French Open unterstrich Justine einmal mehr ihre Ausnahmestellung auf der roten Asche und krönte sich im Finale gegen
Svetlana Kuznetsova zum dritten Mal zur 'Königin von Paris', als erste Spielerin nach
Arantxa Sanchez-Vicario 1994 gewann sie das Turnier ohne Satzverlust. In Eastbourne gewann sie ihren zweiten Titel auf Rasen nach s'Hertogenbosch 2001 mit einem hart erkämpften Dreisatzerfolg über
Anastasia Myskina. Genau wie damals erreichte sie danach das Finale von
Wimbledon, wo sie gegen Amelie Mauresmo aber auch im zweiten Anlauf nicht den Titel erringen konnte.
Aktuelles Geschehen
Letztes Turnier
The Championships, Wimbledon 2006 in London
- Termin: 26. Juni - 9. Juli
- Kategorie: Grand Slam
- Preisgeld: 9.967.050 £ (Damen-Einzel: 3.112.140 £)
- Belag: Rasen (Freiluft)
- Internet: www.wimbledon.org
Justine hat es nicht geschafft, sich den Traum vom Wimbledon-Sieg zu erfüllen und damit als zehnte Spielerin der Tennis-Geschichte bei allen vier Grand Slam-Turnieren zu triumphieren. Amelie Mauresmo verwehrte ihr in der Neuauflage des diesjährigen Australian Open-Endspiels den letzten noch in ihrer Sammlung fehlenden großen Einzeltitel. Henin-Hardenne verpasste damit auch die Gelegenheit, bis auf weniger als 200 Punkte an die Weltranglistenerste heranzurücken, wodurch der erneute Sprung an die Spitze des Damen-Tennis rund zwei Jahre nach der Ablösung durch die Französin in greifbare Nähe gerückt wäre. Stattdessen sicherte sich Mauresmo nach zwei Stunden und zwei Minuten ihren zweiten Grand Slam-Erfolg.
Zunächst lief alles nach Plan für die Belgierin, sie begann konzentriert und suchte mit Erfolg häufig den Weg ans Netz. Mauresmo fand hingegen kaum zu ihrem Spiel, mit einem Ass holte sich Henin-Hardenne nach 31 Minuten den ersten Satz. Doch mit Beginn des zweiten Durchganges sahen die Zuschauer ein anderes Match, nach dem ersten glatten Spielgewinn bei eigenem Aufschlag war Mauresmo urplötzlich präsent, während Justine ihre Linie aus dem ersten Satz verlor und mehr und mehr leichte Fehler produzierte. Sie hatte Mühe, überhaupt den Anschluss zu halten und kam dennoch wie aus dem Nichts bei 2:4 zum Rebreak, doch Mauresmo nahm ihr postwendend wieder das Service ab und sicherte sich verdientermaßen den Satz, ebenfalls mit einem Ass.
Auch im dritten Satz schaffte es die Finalistin von 2001 nicht mehr, dem Match noch einmal eine Wende zu geben, weiterhin leistete sie sich zu viele vermeidbare Fehler und kassierte im dritten Spiel ein weiteres Break - es sollte sich als das entscheidende herausstellen. Henin-Hardenne probierte zwar noch einmal alles, aber Mauresmo servierte das Match souverän nach Hause. Bezeichnend für den Verlauf der letzten beiden Sätze verhalf ihr die Wallonin beim ersten Matchball mit einem leichten Vorhandfehler zum mit 625.000 Pfund belohnten Turniersieg, während sich Henin-Hardenne nach der zweiten Finalniederlage in Wimbledon mit der Hälfte trösten muss.
Nächstes Turnier
Acura Classic in San Diego
- Termin: 31. Juli - 6. August
- Kategorie: Tier I
- Preisgeld: 1.340.000 $
- Belag: Hartplatz (Freiluft)
- Letzte Teilnahme: 2003, Finalsieg über Kim Clijsters (3:6 6:2 6:3)
- Internet: www.acuraclassic.com
Titel und Finalteilnahmen
Grand Slam
| Grand Slam (5)
|
|
| French Open 2003 Kim Clijsters (BEL) 6:0 6:4
|
| US Open 2003 Kim Clijsters (BEL) 7:5 6:1
|
| Australian Open 2004 Kim Clijsters (BEL) 6:3 4:6 6:3
|
|
| French Open 2005 Mary Pierce (FRA) 6:1 6:1
|
| French Open 2006 Svetlana Kuznetsova (RUS) 6:4 6:4
|
|
|
WTA-Tour
| WTA-Tour (21)
|
|
| Antwerpen 1999 Sarah Pitkowski (FRA) 6:1 6:2
|
| Gold Coast 2001 Silvia Farina-Elia (ITA) 7:6 6:4
|
| Canberra 2001 Sandrine Testud (FRA) 6:2 6:2
|
|
| s'Hertogenbosch 2001 Kim Clijsters (BEL) 6:4 3:6 6:3
|
| Berlin 2002 Serena Williams (USA) 6:2 1:6 7:6
|
| Linz 2002 Alexandra Stevenson (USA) 6:3 6:0
|
|
| Dubai 2003 Monica Seles (USA) 4:6 7:6 7:5
|
| Charleston 2003 Serena Williams (USA) 6:3 6:4
|
| Berlin 2003 Kim Clijsters (BEL) 6:4 4:6 7:5
|
|
| San Diego 2003 Kim Clijsters (BEL) 3:6 6:2 6:3
|
| Toronto 2003 Lina Krasnoroutskaya (RUS) 6:1 6:0
|
| Zürich 2003 Jelena Dokic (SCG) 6:0 6:4
|
|
| Sydney 2004 Amelie Mauresmo (FRA) 6:4 6:4
|
| Dubai 2004 Svetlana Kuznetsova (RUS) 6:3 7:6
|
| Indian Wells 2004 Lindsay Davenport (USA) 6:1 6:4
|
|
| Charleston 2005 Elena Dementieva (RUS) 7:5 6:4
|
| Warschau 2005 Svetlana Kuznetsova (RUS) 3:6 6:2 7:5
|
| Berlin 2005 Nadia Petrova (RUS) 6:3 4:6 6:3
|
|
| Sydney 2006 Francesca Schiavone (ITA) 4:6 7:5 7:5
|
| Dubai 2006 Maria Sharapova (RUS) 7:5 6:2
|
| Eastbourne 2006 Anastasia Myskina (RUS) 4:6 6:1 7:6
|
Fed Cup / Olympia
| Fed Cup (1) / Olympia (1)
|
|
| Fed Cup 2001 Belgien - Russland 2:1
|
| Olympische Spiele 2004 Amelie Mauresmo (FRA) 6:3 6:3
|
|
|
Doppel
| Doppel (2)
|
|
| Gold Coast 2002 Partnerin: Meghann Shaughnessy (USA) Asa Svensson (SWE) / Miriam Oremans (NED) 6:1 7:6
|
| Zürich 2002 Partnerin: Elena Bovina (RUS) Jelena Dokic (SCG) / Nadia Petrova (RUS) 6:2 7:6
|
Finalteilnahmen
| Finalteilnahmen (14)
|
| Grand Slam (3)
| Wimbledon 2001
| Venus Williams (USA)
| 1:6 6:3 0:6
|
| Australian Open 2006
| Amelie Mauresmo (FRA)
| 1:6 0:2 (Aufgabe)
|
| Wimbledon 2006
| Amelie Mauresmo (FRA)
| 6:2 3:6 4:6
|
| WTA-Tour (11)
| Hawaii 2001
| Sandrine Testud (FRA)
| 3:6 0:2 (Aufgabe)
|
| Filderstadt 2001
| Lindsay Davenport (USA)
| 5:7 4:6
|
| Gold Coast 2002
| Venus Williams (USA)
| 5:7 2:6
|
| Antwerpen 2002
| Venus Williams (USA)
| 3:6 7:5 3:6
|
| Amelia Island 2002
| Venus Williams (USA)
| 6:2 5:7 6:7
|
| Rom 2002
| Serena Williams (USA)
| 6:7 4:6
|
| s'Hertogenbosch 2003
| Kim Clijsters (BEL)
| 7:6 0:3 (Aufgabe)
|
| Leipzig 2003
| Anastasia Myskina (RUS)
| 6:3 3:6 3:6
|
| Filderstadt 2003
| Kim Clijsters (BEL)
| 7:5 4:6 2:6
|
| Toronto 2005
| Kim Clijsters (BEL)
| 5:7 1:6
|
| Berlin 2006
| Nadia Petrova (RUS)
| 6:4 4:6 5:7
|
Statistik - Einzel
Grand Slam
| Grand Slam
| 2006
| 2005
| 2004
| 2003
| 2002
| 2001
| 2000
| 1999
| Match-Bilanz
|
| Australian Open
| F
| –
| S
| HF
| VF
| AF
| 2R
| –
| 26 - 5
|
| French Open
| S
| S
| 2R
| S
| 1R
| HF
| –
| 2R 1)
| 31 - 4
|
| Wimbledon
| F
| 1R
| –
| HF
| HF
| F
| 1R
| –
| 22 - 6
|
| US Open
|
| AF
| AF
| S
| AF
| AF
| AF
| 1R
| 22 - 6
|
| Match-Bilanz
| 19 - 2
| 10 - 2
| 11 - 2
| 24 - 2
| 12 - 4
| 17 - 4
| 4 - 3
| 4 - 2
| 101 - 21
|
Tourdaten
| Tourdaten 2)
| 2006
| 2005
| 2004
| 2003
| 2002
| 2001
| 2000
| 1999
| Gesamt
|
| Turniere
| 10
| 9
| 9
| 18
| 23
| 21
| 13
| 7
| 110
|
| Siege
| 4
| 4
| 5
| 8
| 2
| 3
| 0
| 1
| 27
|
| Finalteilnahmen
| 7
| 5
| 5
| 11
| 6
| 6
| 0
| 1
| 41
|
| WTA-Ranking 3)
| (3)
| 6
| 8
| 1
| 5
| 7
| 48
| 69
| –
|
Matchbilanz
| Matchbilanz 2)
| 2006
| 2005
| 2004
| 2003
| 2002
| 2001
| 2000
| 1999
| Gesamt
|
| Hartplatz
| 18 - 3
| 10 - 4
| 31 - 2
| 42 - 7
| 23 - 14
| 31 - 10
| 23 - 8
| 2 - 2
| 180 - 50
|
| Sandplatz
| 14 - 2
| 24 - 0
| 4 - 2
| 19 - 1
| 14 - 4
| 14 - 4
| 3 - 2
| 9 - 2
| 101 - 17
|
| Rasen
| 10 - 1
| 0 - 1
| –
| 8 - 2
| 7 - 2
| 10 - 1
| 1 - 2
| –
| 36 - 9
|
| Teppich
|
| –
| –
| 3 - 1
| 6 - 1
| 1 - 3
| 1 - 1
| 3 - 2
| 14 - 8
|
| Gesamt
| 42 - 6
| 34 - 5
| 35 - 4
| 72 - 11
| 50 - 21
| 56 - 18
| 28 - 13
| 14 - 6
| 331 - 84
|
1) French Open 1999 gehen aufgrund dreier Siege in der Qualifikation mit 4-1 in die Match-Bilanz ein
2) Statistik für Grand Slams und Turniere der WTA-Tour
3) Jeweilige Platzierung am Ende des Jahres, aktuelle Platzierung in Klammern
(Stand: 8. Juli 2006)
Ranking
Ergänzung: Informationen zum Ranking-System und der Punkteverteilung
Die folgende Aufstellung bietet eine Aufschlüsselung von Justines Ranglisten-Punkten nach Turnieren. Die jeweiligen Punktzahlen hängen von der Turnierkategorie, dem Preisgeld der Veranstaltung sowie der erreichten Runde ab. Das Datum gibt an, an welchem Tag die Punkte zur Weltrangliste hinzugefügt wurden.
| Datum
| Turnier
| Kategorie
| Ergebnis
| Punkte
|
| 22.08.2005
| Toronto
| Tier I
| Finale
| 210
|
| 12.09.2005
| US Open
| Grand Slam
| Achtelfinale
| 96
|
| 10.10.2005
| Filderstadt
| Tier II
| Achtelfinale
| 1
|
|
|
| 16.01.2006
| Sydney
| Tier II
| Sieg
| 195
|
| 30.01.2006
| Australian Open
| Grand Slam
| Finale
| 492
|
| 27.02.2006
| Dubai
| Tier II
| Sieg
| 220
|
| 20.03.2006
| Indian Wells
| Tier I
| Halbfinale
| 146
|
| 03.04.2006
| Miami
| Tier I
| 2. Runde
| 1
|
| 17.04.2006
| Charleston
| Tier I
| Halbfinale
| 135
|
| 15.05.2006
| Berlin
| Tier I
| Finale
| 210
|
| 12.06.2006
| French Open
| Grand Slam
| Sieg
| 700
|
| 26.06.2006
| Eastbourne
| Tier II
| Sieg
| 195
|
| 10.07.2006
| Wimbledon
| Grand Slam
| Finale
| 492
|
| WTA Tour Ranking (alle Ergebnisse)
| 3. Platz
| 3093
|
| Race to the Championships (nur Kalenderjahr)
| 1. Platz
| 2786
|
Da Justine in Filderstadt und Miami nach einem Freilos für die erste Runde ihr Auftaktmatch verlor, erhielt sie nur die Minimalpunktzahl für diese Turniere.
Justine für Belgien
Nicht nur bei den
Olympischen Spielen von Athen vertrat Justine die Farben Belgiens, auch im
Fed Cup kam sie schon mehrfach für ihr Land zum Einsatz. 1999 gab sie ihr Debüt im Viertelfinale gegen die Niederlande und steuerte im Einzel zwei Punkte zum klaren Sieg ihrer Mannschaft bei. 2001 erreichte das belgische Team nach Erfolgen in der Vorrunde gegen Deutschland, Australien und Spanien ungefährdet das Finale gegen Russland. In Madrid bescherten Justine Henin und
Kim Clijsters der kleinen Tennis-Nation dann mit Siegen gegen
Nadia Petrova bzw.
Elena Dementieva den ersten und bislang einzigen Triumph im Fed Cup. Insgesamt nahm die Wallonin seit 1999 an zehn Länderduellen teil, dabei spielte sie 14 Matches im Einzel, von denen sie nur ein einziges verlor.
Nach fast dreijähriger Abstinenz gab sie im April 2006 in Lüttich bei der Neuauflage des Finales von 2001 ihr Fed Cup-Comeback und gewann beim 3:2-Erfolg des belgischen Teams ihre beiden Einzel gegen Nadia Petrova und Elena Dementieva. Als Dankeschön an das Publikum für die große Unterstützung während des Wochenendes spielte sie gemeinsam mit Kim Clijsters auch erstmals im nicht mehr entscheidenden Doppel, das die beiden Belgierinnen verloren. Justine wurde auch für das Halbfinale gegen die USA am 15. und 16. Juli nominiert, das in Oostende in der Halle auf Hartplatz stattfindet. Sie entschied sich nach den anstrengenden Wochen im Vorfeld der Begegnung mit zwei Grand Slam-Turnieren und Eastbourne gegen eine Teilnahme, möchte die Mannschaft aber vor Ort moralisch unterstützen.
Weitere Informationen zum Fed Cup-Halbfinale unter www.fedcup.com
Schon gewusst?
- Am 20. Oktober 2003 wurde Justine als 13. Spielerin die Nr. 1 der Weltrangliste. Einen Tag nach dem Sieg im Finale von Zürich über Jelena Dokic löste sie ihre Landsfrau Kim Clijsters für eine Woche an der Spitze ab. Mit dem Erreichen des Halbfinales bei den WTA-Championships eroberte sie am 10. November die Spitzenposition ein zweites Mal. Sie überwinterte dort als achte Spielerin und wurde trotz längerer Zwangspausen im Jahr 2004 erst nach 44 Wochen am 13. September von Amelie Mauresmo verdrängt.
- In ihrer Laufbahn errang sie 2 Titel im Doppel (beide 2002), einmal an der Seite von Meghann Shaughnessy und einmal gemeinsam mit Elena Bovina. Bei den Australian Open 2003 spielte sie wiederum mit Bovina letztmals ein Turnier im Doppel.
- Als achte Spielerin der Turnier-Geschichte gewann Henin-Hardenne 2006 zum 3. Mal die French Open, ohne Satzverlust wiederholte sie dabei als erste Spielerin seit Steffi Graf (1996) den Vorjahreserfolg in Paris. Auch bei den WTA-Turnieren in Dubai und Berlin war die Belgierin in ihrer Karriere schon je 3x erfolgreich.
- Als einer von nur 4 Spielerinnen war es ihr ein Jahr zuvor gelungen, ohne eine einzige Saison-Niederlage auf Sand bei den French Open zu triumphieren. Nach Chris Evert und Steffi Graf hatte dies zuletzt Monica Seles 15 Jahre davor geschafft.
- 7 Niederlagen in Folge kassierte die Belgierin im direkten Vergleich mit Venus Williams, eine davon in ihrem bisher einzigen Wimbledon-Finale. Gegen keine andere Spielerin weist sie eine derartige Negativ-Serie auf. Nur im allerersten Duell der beiden in Berlin 2001 konnte sich Justine durchsetzen. Das letzte Aufeinandertreffen fand 2003 im Halbfinale der Australian Open statt.
- Als 9. Spielerin war Justine nach den Australian Open 2004 amtierende Titelträgerin bei drei der vier Grand Slams. Ihr Sieg in Melbourne blieb für längere Zeit der letzte Erfolg einer Weltranglistenersten und topgesetzten Spielerin bei einem der großen vier Turniere, erst Amelie Mauresmo gelang dies nach mehr als zwei Jahren wieder - 2006 im Finale von Wimbledon gegen Henin-Hardenne.
- An Nr. 10 gesetzt triumphierte die Belgierin 2005 bei den French Open, nie zuvor hatte eine niedriger eingestufte Spielerin in Paris gesiegt.
- Im Alter von 15 Jahren und zwei Monaten wurde Justine jüngste belgische Meisterin aller Zeiten. Sie siegte gegen Dominique van Roost, die zu jenem Zeitpunkt unter den besten 40 der Weltrangliste zu finden war.
- Auf keine andere Spielerin traf sie auf der WTA-Tour häufiger als auf Kim Clijsters, schon 20x standen sich die Dauerrivalinnen gegenüber. Mit Siegen in den Halbfinals von Roland Garros, Eastbourne und Wimbledon schaffte Henin-Hardenne zuletzt in der Bilanz den Ausgleich zum 10:10. Vor allem in den wichtigen Matches ist sie die Erfolgreichere, sie gewann sechs von neun rein belgischen Endspielen zwischen beiden und fünf der sieben Aufeinandertreffen bei Grand Slam-Turnieren.
- 2005 startete die Belgierin in Charleston eine 27 Spiele andauernde Siegesserie auf Sand, die erst ein Jahr später an gleicher Stelle im Halbfinale gegen Patty Schnyder endete. Nur Chris Evert (125 Matches!), Steffi Graf (32) sowie Martina Navratilova und Monica Seles (je 30) blieben in der Open Era auf diesem Belag länger unbesiegt.
- Kurz vor Beginn dieser Serie hatte Justine im Viertelfinale von Miami gegen Maria Sharapova erstmals nach fast zwei Jahren wieder eine Niederlage bei einem Tier I-Event hinnehmen müssen, nachdem sie zuvor 28 Spiele lang ungeschlagen geblieben war und Turniere in Charleston, Berlin, Toronto, Zürich (alle 2003) sowie in Indian Wells (2004) gewonnen hatte.
- Sogar 33 Matches in Folge blieb sie zwischen Ende Juli 2003 und Anfang März 2004 bei Freiluftveranstaltungen auf Hartplatz unbesiegt und gewann in dieser Zeit in San Diego, Toronto, Sydney und Dubai sowie bei den US Open und den Australian Open. In Doha stoppte Svetlana Kuznetsova im Halbfinale den Siegeszug, ihr bis heute einziger Erfolg in 12 Duellen mit Henin-Hardenne.
- Auf Platz 69 beendete die Wallonin ihre erste Saison als Tennis-Profi, die sie auf Position 226 begonnen hatte. Rund eineinhalb Jahre später stieß sie 2001 nach dem Erreichen des Halbfinals bei den French Open in die Top 10 vor, wo sie seither abgesehen von rund vier Monaten im Frühjahr 2005 zu finden ist.
- Als Nr. 178 der Weltrangliste bestritt sie ihr erstes Profi-Turnier 1999 in Antwerpen. Ihr erstes Match auf der Tour gewann sie mit 6:2 und 6:1 gegen Lubomira Bacheva, im Finale bezwang sie Sarah Pitkowski, damals Nr. 35 der Welt, mit dem gleichen Ergebnis.
- 2003 wurde sie von der International Tennis Writers Association zur Spielerin des Jahres gewählt.
- Nach dem Turniersieg in Indian Wells 2004 stand Henin-Hardenne mit 7626 Punkten an der Spitze der Weltrangliste. Dieser Rekord ist mit der Änderung des Ranking-Systems zu Beginn des Jahres 2006 unerreichbar geworden.
- Mit dem Turniersieg in Dubai 2006 erreichte sie als 14. Spielerin die Marke von 10.000.000 $ Karriere-Preisgeld.
Erwähnenswerte Matches
- French Open 1999, 2. Runde gegen Lindsay Davenport (3:6 6:2 5:7)
Bei ihrer ersten Grand Slam-Teilnahme im Hauptfeld stand Justine zugleich erstmals einer Topspielerin gegenüber und brachte die damalige Nr. 2 der Welt an den Rand einer Niederlage.
- Berlin 2001, Achtelfinale gegen Venus Williams (6:1 6:4)
Nach zehn vergeblichen Anläufen gelang Justine bei einem ihrer Lieblingsturniere der erste Sieg über eine Top 10-Spielerin. Es blieb ihr einziger Erfolg in acht Duellen mit der damaligen Weltranglistenzweiten.
- French Open 2001, Halbfinale gegen Kim Clijsters (6:2 5:7 3:6)
Gegen ihre belgische Landsfrau konnte sie die große Chance, erstmals bei einem Grand Slam ins Endspiel einzuziehen, nicht nutzen. Dabei verspielte sie eine zwischenzeitliche 4:2-Führung im zweiten Satz.
- Wimbledon 2001, Halbfinale gegen Jennifer Capriati (2:6 6:4 6:2)
Beim traditionsreichsten Grand Slam sorgte die Belgierin für die große Sensation des Turnieres, als sie die amtierende Australian- und French Open-Siegerin aus dem Titelrennen warf und selbst zum ersten Mal das Finale an der Church Road erreichte.
- Wimbledon 2001, Finale gegen Venus Williams (1:6 6:3 0:6)
Im Endspiel konnte sie der klaren Favoritin dann immerhin einen Satz abnehmen, war aber letztlich doch chancenlos. In den beiden folgenden Jahren war jeweils im Halbfinale Endstation gegen eine der Williams-Schwestern (2002 gegen Venus, 2003 gegen Serena).
- Berlin 2002, Finale gegen Serena Williams (6:2 1:6 7:6)
Unbestritten der bis dahin größte Erfolg auf der Tour. Auf dem Weg zum ersten Titel bei einem Tier I-Turnier hatte sie im Halbfinale Jennifer Capriati bezwungen. Eine Woche später hatte sie im Endspiel von Rom gegen Williams das Nachsehen.
- Australian Open 2003, Achtelfinale gegen Lindsay Davenport (7:5 5:7 9:7)
Von Krämpfen geplagt und trotz eines 1:4-Rückstandes im dritten Satz kämpfte die Belgierin Davenport in diesem Krimi noch nieder, es war der erste Sieg im sechsten Duell mit der Amerikanerin.
- Dubai 2003, Finale gegen Monica Seles (4:6 7:6 7:5)
Nach Abwehr eines Matchballes im zweiten Satz drehte Justine das Match noch zu ihren Gunsten, psychologisch nach eigener Aussage ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu ihrem ersten Grand Slam-Titel.
- Berlin 2003, Finale gegen Kim Clijsters (6:4 4:6 7:5)
Bei der erfolgreichen Titelverteidigung wehrte Henin-Hardenne im zehnten Spiel des dritten Satzes drei Matchbälle ab, der nächste große Turnier-Erfolg nach einem klaren Sieg über Serena Williams in Charleston.
- French Open 2003, Halbfinale gegen Serena Williams (6:2 4:6 7:5)
Von 15.000 Zuschauern frenetisch angefeuert stoppte die kleine Belgierin den Siegeszug der Weltranglistenersten, die zuvor die letzten vier Grand Slams allesamt für sich entschieden hatte.
- French Open 2003, Finale gegen Kim Clijsters (6:0 6:4)
Im ersten rein belgischen Endspiel in der Grand Slam-Geschichte sicherte sich Justine Henin-Hardenne im Stade Roland Garros schließlich ungefährdet nach kaum mehr als einer Stunde ihren ersten großen Einzel-Titel.
- US Open 2003, Halbfinale gegen Jennifer Capriati (4:6 7:5 7:6)
Eine der hochklassigsten und dramatischsten Partien der letzten Jahre gewann die Belgierin nach drei Stunden Spielzeit trotz eines 3:5-Rückstandes im zweiten und eines 2:5-Rückstandes im dritten Satz. Dabei fehlten Capriati zehnmal nur zwei Punkte zum Sieg.
- US Open 2003, Finale gegen Kim Clijsters (7:5 6:1)
Keine 24 Stunden, nachdem sie völlig entkräftet mit Infusionen behandelt werden musste und ihre Finalteilnahme fraglich war, stand ihr zweiter Grand Slam-Erfolg fest. Nach Abwehr von zwei Satzbällen beim Stand von 4:5 ließ sie Clijsters keine Chance mehr.
- Filderstadt 2003, Finale gegen Kim Clijsters (7:5 4:6 2:6)
Eines von acht Matches zwischen Nr. 1 und Nr. 2 der Weltrangliste, in dem es um die Spitzenposition ging. Durch die Niederlage verpasste Henin-Hardenne den Sprung an die Spitze, der ihr dann eine Woche später in Zürich gelang.
- Australian Open 2004, Finale gegen Kim Clijsters (6:3 4:6 6:3)
Das interessanteste der drei Grand Slam-Endspiele der Dauerrivalinnen. Dabei sah Henin-Hardenne bei 4:2 im zweiten und 4:0 im dritten Satz schon wie die sichere Siegerin aus, ehe Clijsters es jeweils noch einmal spannend machte.
- Athen 2004, Halbfinale gegen Anastasia Myskina (7:5 5:7 8:6)
Im zweiten Satz bei 5:4 und eigenem Aufschlag schon fast am Ziel, geriet Justine noch ins Stolpern. Erst mit dem Rücken zur Wand bei 1:5 im dritten Satz fand sie in die Partie zurück und gewann 7 der letzten 8 Spiele und damit das Match.
- Athen 2004, Finale gegen Amelie Mauresmo (6:3 6:3)
Einmal mehr feierte sie nach einem nervenaufreibenden Halbfinale einen großen Triumph. Im Spiel um Gold ließ Henin-Hardenne ihrer Kontrahentin keine Chance, souverän ließ sie im gesamten Match nicht einmal einen Breakball zu.
- French Open 2005, Achtelfinale gegen Svetlana Kuznetsova (7:6 4:6 7:5)
Ein über dreistündiges Marathon-Match, allerdings nicht sehr hochklassig, da von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Bei 3:5 im dritten Satz musste Justine zwei Matchbälle abwehren, behielt aber schließlich doch noch die Oberhand.
- French Open 2005, Finale gegen Mary Pierce (6:1 6:1)
Nach klaren Siegen über Maria Sharapova und Nadia Petrova ließ die Belgierin im Finale auch Publikumsliebling Pierce nicht den Hauch einer Chance. Nach nur etwas mehr als einer Stunde hielt sie zum zweiten Mal den Coupe Suzanne Lenglen in ihren Händen.
- Wimbledon 2005, 1. Runde gegen Eleni Daniilidou (6:7 6:2 5:7)
Dem Triumph in Roland Garros folgte die Ernüchterung auf dem 'Heiligen Rasen' von Wimbledon - erstmals in der Grand Slam-Geschichte scheiterte die amtierende French Open-Siegerin in London in der ersten Runde.
- Australian Open 2006, Finale gegen Amelie Mauresmo (Aufgabe bei 1:6 0:2)
Nach dem hart erkämpften Finaleinzug mit Siegen über Lindsay Davenport und Maria Sharapova streikte im Endspiel der Körper. Zu keinem Zeitpunkt im Vollbesitz ihrer Kräfte gab Justine schließlich, von heftigen Magenkrämpfen geplagt, das Match auf.
- French Open 2006, Finale gegen Svetlana Kuznetsova (6:4 6:4)
Besser erging es der Belgierin beim zweiten Grand Slam des Jahres, wo sie als erste Spielerin nach Steffi Graf 1996 den Titel in Roland Garros erfolgreich verteidigte, nach einem ausgeglichenen Finale feierte sie ihren dritten Triumph auf der roten Asche von Paris.
- Wimbledon 2006, Finale gegen Amelie Mauresmo (6:2 3:6 4:6)
Das dritte Grand Slam-Finale in Folge begann verheißungsvoll, doch nach dem Gewinn des ersten Satzes verlor Henin-Hardenne die spielerische Linie und brachte sich mit vielen Fehlern um die Chance, ihre Titelsammlung zu komplettieren.
Literatur
Über Justine Henin-Hardenne sind bislang keine deutschsprachigen Titel erschienen.
- Patrick Haumont: Justine Henin-Hardenne. Le bonheur au bout du court. Editions Luc Pire, Brüssel 2003, ISBN 2-87415-358-3 (Flag of France.svg)
- Mark Ryan: Tie-Break! Justine Henin-Hardenne, tragedy & triumph. Robson Books, London 2004, ISBN 1-86105-752-0 (Flag of the United Kingdom.svg)
Weblinks
Frau | Belgier | Tennisspieler (Belgien) | Olympiasieger (Tennis) | Geboren 1982
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