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Jurassic Park (1993) ist ein US-amerikanischer Actionfilm mit Thrillerelementen von Steven Spielberg, in dem ein Forscherteam auf eine Insel voller genetisch wiedererschaffener Dinosaurier gerät.

Der Film ist der Auftakt einer ganzen Filmreihe, deren abschließender vierter Teil im Sommer 2008 in die Kinos kommen soll. Die Basis legte Autor Michael Crichton mit seinem gleichnamigen Roman (deutsch: DinoPark).

Handlung


Der Milliardär John Hammond hat sich auf der pazifischen Insel Isla Nublar nahe Costa Rica einen Erlebnispark geschaffen – mit lebenden Dinosauriern und anderen paläontologischen Sensationen. Beim Aussetzen eines Dinosauriers kommt es zu einem Unfall, bei dem ein Arbeiter stirbt. Die Investoren werden nervös. Bevor also die ganze Welt an seinem Wunder der modernen Gentechnologie teilhaben darf, lädt er eine Gruppe von Spezialisten ein, um seinen „Zoo“ zu begutachten. Dr. Alan Grant, seine Kollegin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm sind zugleich fasziniert und besorgt über diesen beträchtlichen Eingriff in die Schöpfung.

Der anfangs gemütliche Probe-Ausflug wird allerdings zum Horrortrip, als ein Mitarbeiter des Parks versucht, Dinosaurier-Embryos für einen Konkurrenten von Hammonds Firma InGen zu stehlen und durch eine Backdoor das Sicherheitssystem außer Gefecht setzt. Während auch noch ein Unwetter über die Insel tobt, brechen die Dinosaurier aus ihren Gehegen aus, deren Zäune nun nicht mehr unter Spannung stehen. Dies erweist sich als fatal, da aufgrund des Stromausfalls auch die elektrisch betriebenen Fahrzeuge ausfallen und die Besucher mitten im Park festsitzen.

Der bekennende Kinderfeind Grant sieht sich vor seiner größten Herausforderung, als er mit Hammonds Enkeln Tim und Lex vom Rest der Gruppe abgeschnitten und von den Dinosauriern durch den Park gejagt wird. Auch alle anderen Überlebenden sehen sich mit den wildgewordenen Bestien konfrontiert, und als Grant und die Kinder entdecken, dass die Tiere sich entgegen Hammonds Aussagen sogar fortpflanzen können, wird auch letzterem klar, dass das Wiedererschaffen der Urzeitwesen keine gute Idee war.

Die Gruppe wird schließlich von einigen Velociraptoren eingekreist und kann nur entkommen, weil ein wütender Tyrannosaurus ihr unfreiwillig zur Hilfe kommt. Mit einem eilig herbeigerufenen Hubschrauber können die Überlebenden fliehen.

Entstehungsgeschichte


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Die Filmreihe basiert auf den Romanen von Michael Crichton. DinoPark erschien 1990 und der zweite Teil Lost World (deutsch: Vergessene Welt) erschien 1995. Die wissenschaftlichen Kernideen der Bücher werden in den Filmen wiederverwendet:

  • Die Möglichkeit zur Vervielfachung von Spuren von DNA nimmt Crichton als Grundlage, Saurier-DNA aus zu ihrer Zeit lebenden blutsaugenden Mücken zu gewinnen, die in Bernstein eingeschlossen und damit konserviert wurden.
  • Die Diskussion über die Möglichkeit, mit Hilfe der Klonierungstechnik Lebewesen aus Körperzellen zu erzeugen wird von Crichton fortgesponnen zur Möglichkeit, Fragmente von Saurier-DNA durch Amphibien-DNA zu vervollständigen und daraus Saurier-Embryonen zu erzeugen.
  • Die Unvorhersagbarkeit des Verhaltens komplexer Systeme, wie sie durch die Chaostheorie beschrieben werden.
  • Eine Theorie aus der Paläontologie wird vorgestellt: Verwandtschaft zwischen den Dinosauriern und heutigen Vögeln im Knochenbau, der Bewegung und der teilweise hohen Intelligenz.

Rezeption

Jurassic Park setzte 1993 neue Maßstäbe im Bereich der Spezialeffekte und Computertechnologie: Computergenerierte und animatronische Dinosaurier sind kaum noch voneinander zu unterscheiden und verblüffen auch heute noch. Als technische Basis wurden mehrere SGI-Rechner unter Irix verwendet. Der Film und seine Macher nutzten wie kaum ein anderer Film nach Star Wars den Merchandising-Markt.

Der Film hatte ein Budget von 65 Millionen Dollar, davon allein 18 Millionen für die computergenerierten Szenen. Er spielte weltweit rund 920 Millionen Dollar ein und war in der Zeit von 1993 und 1998 der erfolgreichste Film der Welt, ehe „Titanic“ von James Cameron neue, unglaublich hohe Bestmarken in Sachen „Weltweiter Umsatz“ setzte. Laut Box Office gehört er selbst nach mehr als zwölf Jahren noch immer zu den zehn erfolgreichsten Filmen aller Zeiten und gilt neben Star Wars als mit erfolgreichster Merchandising-Film; er löste einen globalen Boom aller Arten von Auseinandersetzungen mit dem Thema Dinosaurier aus. Neben den eigenen Merchandising-Produkten der Filmfirma überschwemmten auch zahllose andere Spielzeuge, Bücher, Filme und teils erstaunlich sinnfreie Werbeartikel den weltweiten Markt.

Unmittelbar nach den Dreharbeiten begann Steven Spielberg mit den Vorbereitungen zu Schindlers Liste. Die Nachbearbeitung des Films überwachte er per Satelliten-Videoleitung aus Europa. Beide Filme kamen im Abstand von nur wenigen Monaten in die Kinos.

Kritiken


  • "Nach dem Bestseller von Michael Crichton drehte Steven Spielberg einen atemberaubenden Thriller, der bereits sechs Wochen nach seiner Veröffentlichung zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten gehört. Mit Recht: Die Dinosaurier wirken wie echt und sorgen für die grandiosesten Filmminuten des Jahres. Vor allem die Attacke des T. Rex ist schon jetzt eine klassische Szene der Filmgeschichte." (Blickpunkt: Film)
  • "Steven Spielberg schuf ein gigantisches Kino-Spektakel, das mit viel Humor, rasanter Action und etwas Sentimentalität spannend unterhält. Die höchste Perfektion der Modell- und Animationstechnik ersetzt freilich die fehlende Substanz der Handlung, so daß die Geisterbahn der erstaunlichen Spezialeffekte weniger mit Filmkunst als mit Disneyland zu tun hat. In seiner Konzentration auf realistisch wirkenden Schrecken ist der Film zudem für Kinder zu belastend." (Lexikon des internationalen Films)
  • "Nie zuvor hat man im phantastischen Kino eine derart perfekte Tricktechnik zu sehen bekommen." (tip)
  • "Sowohl die Erzählung wie auch die Charaktere des Films sind extrem eindimensional, aber die aufwendigen Computeranimationen der ungeahnt realistisch wirkenden Dinosaurier stellen einen beeindruckenden Schauwert dar. Und die Spannungssequenzen sind von Spielberg meisterhaft inszeniert." (Reclam, Lexikon der Filmregisseure)

Auszeichnungen


Oscars (1993)

  • bester Ton
  • bester Toneffektschnitt
  • beste Spezialeffekte

Weblinks


Filmtitel | Science-Fiction-Film | Abenteuerfilm | Actionfilm | Filmtitel 1993

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