Die Junkers Ju 87 war ein vom deutschen Flugzeugbauer Junkers hergestellter einmotoriger Tiefdecker mit starrem Fahrgestell und zwei Mann Besatzung. Seine Hauptaufgabe bestand in der Durchführung von präzisen Bombenangriffen bei Tage im Rahmen taktischer Einsätze. Einige Varianten wurden in späteren Jahren auch als Schlachtflugzeuge genutzt.
Typisch für diese Maschine, die vor allem durch ihren Einsatz als Sturzkampfflugzeug (Stuka) bekannt wurde, waren die ausgeprägten Knickflügel. Der Antrieb erfolgte durch einen 12-Zylinder V-Motor, Typ Junkers Jumo 210 oder 211. Der Erstflug erfolgte am 17. September 1935. Es existierte eine sehr große Anzahl von unterschiedlichen Baureihen. Zwischen 1939 und 1944 wurden 4.881 Stück hergestellt, insgesamt etwa 6.000 ab 1936.
Damit die von dem Stuka abgeworfene Bombe nicht den Propeller beschädigte, wurde sie unmittelbar vor dem Abwurf von Trägerarmen bis unterhalb des Propellerkreises ausgeschwenkt. Weitere Besonderheiten waren eine Sturzflugautomatik (ab B-2) mit einem Abfangmechanismus, die das Flugzeug automatisch nach dem Ausklinken der Bombe aus dem Sturzflug zog. Dies sollte einen Absturz durch Blackout des Piloten verhindern. Um die psychologische Wirkung der Sturzangriffe zu verstärken, waren an beiden Fahrwerksbeinen Sirenen angebracht, die den Beinamen "Jericho-Trompeten" trugen.
Die Ju 87 wurden auch im Spanischen Bürgerkrieg in der Legion Condor eingesetzt. Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden diese Maschinen zunächst an allen Fronten eingesetzt.
Nach anfänglichen Erfolgen durch die Blitzkrieg-Taktik stellten sich im Verlauf der Luftschlacht um England bei Angriffen gegen Ziele in Südengland unakzeptable Verluste bei den mit der Ju 87 ausgerüsteten Kampfverbänden ein. Die Ursachen hierfür waren die niedrige Geschwindigkeit und die leichte Abwehrbewaffnung der Ju 87. Das Flugzeug konnte als strategischer Bomber nur effektiv eingesetzt werden, wenn der Geleitschutz durch Jagdflugzeuge gewährleistet war, was der Luftwaffe gegen die Royal Air Force nicht gelang.
Die Ju 87 wurde daraufhin an der Ostfront als Sturzkampfflugzeug und als Schlachtflugzeug eingesetzt. Eine besondere Panzerjäger-Version war statt mit Bomben mit zwei 37-mm-Panzerabwehrkanonen bewaffnet. Dieser Panzerjäger wurde zuerst von der von Hans-Ulrich Rudel geführten Einheit eingesetzt. Hans-Ulrich Rudel vernichtete in seiner Kriegslaufbahn 519 feindliche Panzer.
Trotz allem war die Junkers Ju 87 das erfolgreichste Sturzkampfflugzeug des 2. Weltkriegs. Besonders 1939 und 1940 war sie eine äußerst wirksame Waffe, die ihren Ruf nicht zuletzt der deutschen Propaganda zu verdanken hatte. Ein bezeichnendes Beispiel hierfür war - abseits der Wochenschauen - der 1941 von der UFA produzierte Kriegsfilm "Stukas".
Es existieren insgesamt nur noch 2 vollständige Ju 87.
Ein Exemplar befindet sich im Museum of Science and Industry in Chicago. Die letzte vollständig erhaltene Ju 87 in Europa befindet sich im Royal Air Force Museum Hendon, Großbritannien *.
In Deutschland ist eine beschädigte Ju 87 im Auto & Technik-Museum in Sinsheim zu sehen *. Außerdem besaß das Technische Museum Berlin zwei zerstörte Exemplare, wovon eines an einen Privatmann verkauft, das andere weiterhin öffentlich zugänglich ist.
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