Bei dem Flugzeug Junkers Ju 52 (später, mit Erscheinen der Junkers Ju 52/3m als Ju 52/1m bezeichnet) handelt es sich um ein einmotoriges Frachtflugzeug in Tiefdecker-Bauweise, das von Junkers Chefkonstrukteur Ernst Zindel entwickelt wurde. Es basiert auf den Erfahrungen, die mit der W33 und W34 gemacht worden sind. Ausgerüstet mit den patentierten Junkers Doppelflügeln, sollte es die Möglichkeit bieten, 2 Tonnen Nutzlast auch von und zu Behelfsflugplätzen mit kurzer Startbahn zu transportieren, was man heute als STOL bezeichnet. Deswegen wurde es auch mit einem besonders robusten Fahrwerk ausgestattet, das im Bedarfsfall gegen Kufen oder auch Schwimmer getauscht werden konnte. Für den Einsatz waren zwei Piloten erforderlich.
Der außerordentlich geräumige Laderaum mit 20 m³ Fassungsvermögen konnte durch zwei große Ladetore rechts und links am Rumpf beladen werden, ein Umstand, der dem Flugzeug den Spitznamen Fliegender Möbelwagen eintrug.
Der Erstflug dieses Types mit der Werknummer 4001 erfolgte am 13. Oktober 1930 als Ju 52ba mit einem 588 kW starken Junkers-L88-V12-Motor als Antriebsquelle. Bald wurde die Maschine mit einem 507 kW starken BMW-VIIau-Motor ausgerüstet und als Ju 52be tituliert. Sie erhielt die Kennung D-1974.
Die Firma "Luftfrako Air Express GmbH" stellte diesen Typen im Juni 1933 in Dienst, war jedoch mit den Leistungen nicht zufrieden und gab die Maschine schon bald wieder zurück.
Daraufhin wurden die Tragflächen geändert, das Seitenruder nachgebessert und drei weitere Maschinen in dieser der Auslegung (Ju 52ce), ebenfalls mit dem BMW-VIIau-Motor, mit den Werknummern 4002, 4003 und 4004 gebaut.
Eine dieser Maschinen (Werknummer 4002) diente mit dem Jumo 4 Dieselmotor bestückt zur Ermittelung der Flugleistungen mit diesem Motor. Die Typenbezeichnung lautete "Ju 52do".
Die Werknummer 4003 erhielt den verbesserten BMW-VIIa-Motor und Schwimmer. Sie wurde einer Seefliegerstaffel überlassen.
Die Werknummer 4004 wurde im Jahre 1932 mit der Kennung D-2317 nach Schweden überstellt, nachdem sie an die "Deutsche Verkehrsfliegerschule" verkauft worden war. Dieser Typ wurde von der "AB Flygindustri" umgebaut zu einem Torpedoflugzeug. Nach dem Rückflug der umgebauten Maschine stellte man in Deutschland entsprechende Versuche an, bei denen sich das Flugzeug allerdings als zu schwerfällig für diesen Zweck herausstellte. Dieser Typ wurde als Junkers K45c bezeichnet.
Die nächste gebaute Maschine mit der Werknummer 4005 erhielt den BMW-IXau-Motor mit 588 kW und wurde im Februar 1933 an den Reichsverband der deutschen Luftfahrtindustrie geliefert. Es folgten Erprobungsflüge in Staaken, doch bereits im Mai desselben Jahres wurde die Maschine durch einen Brand völlig zerstört.
Wieder mit der ursprünglichen Leitwerksform ausgerüstet, erhielt die Werknummer 4006 einen Armstrong-Siddeley Leopard-Motor von 551 kW. Mit Schwimmern ausgerüstet wurde diese Maschine an die "Canadian Airways Ltd." geliefert. 1936 wurde diese Maschine mit der Kennung CF-ARM auf einen Rolls-Royce Bussard-Motor mit 606 kW hochgerüstet. Dieser Typ (Junkers Ju 52cao) blieb bis zum Jahre 1947 im aktiven Dienst.
Da der Bedarf für ein so großes Frachtflugzeug von Junkers überschätzt worden war, blieb es bei diesen sechs Maschinen des Typs Ju 52/1m. Die letzte Ju 52/1m (Werknummer 4007) wurde nach ihrem Erstflug zum Prototyp der Junkers 52/3m. Dazu wurde sie ab April 1931 zur Untersuchung der geänderten Strömungsverhältnisse mit 2 Motorenattrappen auf den Tragflächen ausgerüstet. Weitere vier bereits begonnene Zellen wurden als Ju 52/3m fertig gestellt.
Alle in Deutschland verbliebene Ju 52/1m wurden von der Luftwaffe später als Zielflugzeuge aufgebraucht.
Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen
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"Junkers Ju 52/1m".
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