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Eismeer_window.jpg von der Station Eismeer aus]]
Die Jungfraubahn (JB) ist eine Zahnradbahn im Berner Oberland in der Schweiz. Sie führt von der Kleinen Scheidegg durch Eiger und Mönch bis aufs Jungfraujoch.

Ab etwa 1860 gab es verschiedene Pläne für eine Bergbahn auf die Jungfrau, die aber alle aufgrund finanzieller Probleme scheiterten. Im Jahre 1894 erhielt der Industrielle Adolf Guyer-Zeller eine Konzession für eine Zahnradbahn, die an der Bahnstation der Wengernalpbahn (WAB) auf der Kleinen Scheidegg beginnen und in einem langen Tunnel durch das Massiv von Eiger und Mönch bis hinauf auf den Gipfel der Jungfrau führen sollte. 1896 begannen die Bauarbeiten.

Trotz des Anschlusses an die Wengernalpbahn wählte man eine andere Spurweite (1000 mm anstatt 800 mm), eine andere Zahnstange (System Strub anstelle System Riggenbach) und Drehstrom anstelle von Wechselstrom, da dieser mehr Leistung und höhere Sicherheit versprach.

Die Bauarbeiten gingen nur mühsam voran. Am 19. September 1898 konnte der Betrieb (u.a. mit einer Bergpredigt des Grindelwalder "Gletscherpfarrers" Gottfried Straßer) bis zur Station Eigergletscher am Fuße des Eiger eröffnet werden. Von dort geht es in den Tunnel, der seit 1903 inmitten der Eigernordwand einen Halt mit Aussichtsfenstern bietet. Zwei Jahre später baute man auf der Rückseite des Eigers einen weiteren Halt, Eismeer, der eine wunderbare Aussicht über die Gletscher bietet.

Die Station Rotstock wurde nur kurzzeitig bedient. Die Stationsanlagen sind heute grösstenteil abgebaut. Es führt jedoch noch eine Tür ins Freie.

Ebenfalls am Mönchsstollen, welcher sich zwischen Eismeer und Jungfraujoch befindet und für die Beseitigung von Baumaterial genutzt wurde, befindet sich ein Ausgang mit einer kleinen Plattform. Dieser Stollen ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Aufgrund knapp gewordener Finanzmittel sowie dem Tod von Adol Guyer Zeller, dem Erbauer der Jungfraubahn - wurden die ursprünglichen Pläne abgeändert. Anstatt eines Halts unter dem Mönchsjoch und der weiteren Strecke bis hinauf auf den Gipfel der Jungfrau wurde die Trasse so abgeändert, dass das Jungfraujoch die Endstation ist. Am 1. August 1912 wurde diese Station als höchstgelegener Bahnhof in Europa eröffnet.

Vom Jungfraujoch führen eine teilweise durch den Gletscher geführte Stollenbahn sowie eine einspurige Standseilbahn zur Richtstrahlstation Ostgrat. In der Mitte der Standseilbahnstrecke befindet sich eine Zwischenstation, welche von der Schweizer Armee genutzt wird, welche dort unterirdische Flugabwehr-Systeme betreibt.

Literatur


  • Florian Inäbnit: Jungfraubahn; Die Linie Kleine Scheidegg–Jungfraujoch der Jungfraubahnen. Prellbock Druck & Verlag, 3706 Leissigen, 2003. ISBN 3-907579-27-5

Weblinks


Bahngesellschaft (Schweiz) | Bahnstrecke in der Schweiz | Zahnradbahn | Schmalspurbahn | Spurweite 1000 mm | Bern (Kanton)

Jungfraubahn | ユングフラウ鉄道

 

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