| Basisdaten | |
|---|---|
| Gründungsdatum: | April 1919 |
| Bundesvorsitzende: | Ellen Ehmke |
| Schatzmeisterin: | Dana Lüddemann |
| Politische Geschäftsführerin: | Daniela Butter |
| Beisitzer: | Oliver Scholz, Felix Wiese, Lasse Klopstein, |
| Mitglieder: | 8.000 (März 2006) |
| Gliederung: | 11 Landesverbände |
| Anschrift: | Greifswalder Straße 4 10405 Berlin |
| Website: | www.jdjl.org |
| E-Mail-Adresse: | * |
Höchstes Gremium des Verbandes ist die einmal im Jahr tagende Bundesdelegiertenkonferenz.
Die Jungdemokraten wurden im April 1919 als Jugendverband der linksliberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP) gegründet. 1930 wirkte eine Vielzahl von Jungdemokraten an der Gründung der ebenfalls links der Mitte stehenden Radikaldemokratischen Partei mit.
Nach dem Krieg gründeten sich die Jungdemokraten als der FDP nahestehender Jugendverband neu. Waren die Jungdemokraten in den ersten Jahren rechtsliberal positioniert, wurden sie unter Einfluss der Studentenbewegung wieder ein linker Jugendverband.
Einen Einschnitt in der Geschichte des Verbandes bildet der Koalitionswechsel der F.D.P. am 1. Oktober 1982 (Wende der F.D.P. zur CDU/CSU). Die linksliberalen Jungdemokraten beschlossen daraufhin die Trennung von der F.D.P..
Die Jungdemokraten arbeiteten in den folgenden Jahren relativ eng mit den Grünen zusammen. Einige Jungdemokraten machten später bei den Grünen Karriere.
Nach der Wende in der DDR fusionierten die Jungdemokraten 1992 mit der ostdeutschen MJV "Junge Linke". Seitdem treten sie unter dem Namen Jungdemokraten/Junge Linke bzw. JungdemokratInnen/Junge Linke auf. Die offizielle Bezeichnung des Verbandes lautet hingegen "JungdemokratInnen-Junge Linke - radikaldemokratischer, emanzipatorischer und parteiunabhängiger Jugendverband e.V.".
Die in den 90er Jahren prägende Debatte zwischen einerseits linksliberalem und radikaldemokratischem sowie andererseits antinationalem bzw. orthodox-marxistischem Flügel, der sich der Organisation Marxistische Gruppe verbunden fühlte, endete 1999 damit, dass Letztgenannte die Mitarbeit auf Bundesebene einstellten und seitdem unter dem Namen Junge Linke arbeiten.
Heute sind JungdemokratInnen-Junge Linke im linken Spektrum positioniert. Sie verstehen sich selbst als linker Teil der Bürgerrechtsbewegung.
In der ersten Hälfte der 90er Jahren beschlossen sie eine Äquidistanz zu Bündnis 90/Die Grünen sowie zur PDS. Die Kritik an der rot-grünen Regierungspolitik, insbesondere an der Zustimmung von Bündnis 90/Die Grünen zum Kosovo-Krieg führte dazu, dass die JungdemokratInnen/Junge Linke sich stärker auf die PDS konzentrierten.
Teile der JungdemokratInnen-Junge Linke begreifen sich auch als Teil der radikalen Linken. So blieb auch JD/JL nicht von links-internen Konflikten verschont. Eine antideutsch orientierte Gruppe in Hamburg sowie marxistische Gruppen in Hannover und Bremen haben ihre Mitarbeit im Bundesverband der JD/JL eingestellt. Eine weitere libertär-antiautoritäre Fraktion in Berlin hat 2003 ihre Arbeit bei JD/JL eingestellt und sich der Naturfreundejugend Berlin angeschlossen.
Die Diskussion über ein Linksbündnis von PDS und der 2004 gegründeten Wahlalternative für Arbeit und soziale Gerechtigkeit WASG zur Bundestagswahl 2005 wurde von einem Teil der JD/JL-Mitglieder begrüßt. Diese forderten auf der Bundesdelegiertenkonferenz die stärkere Zusammenarbeit sowie Bündnisse mit anderen linken Jugendgruppierungen von PDS und WASG. Andere Teile der JD/JL sehen allerdings in der Parteiunabhängigkeit der Organisation einen unverzichtbaren Bezugspunkt und betonen daher, parteipolitisch nicht gebunden zu sein. Nach dieser Kontroverse stellte daher der dem Linksparteiprozess positiv gegenüberstehende Flügel seine Aktivität bei JD/JL ein und trat der Linkspartei bei.
Der Verband unterhält thematisch arbeitende Bundesarbeitskreise zu den Themen Demokratie und Grundrechte, Antirassismus, Frieden und Antimilitarismus, Wirtschaft und Soziales sowie Antifaschismus.
JD/JL waren bis 2004 im Rat von Attac vertreten.
JD/JL geben die Zeitschrift tendenz * heraus.
Der frühere eigener Hochschulverband Radikaldemokratische Hochschulgruppen (RSG) ist aufgelöst worden. JD/JL-nahe Hochschulgruppen sind Teil des Bündnis linker und radikaldemokratischer Hochschulgruppen (LiRa).
Siehe auch: Liste von Jugendorganisationen in Deutschland
Radikaldemokratie | Sozialismus | Politischer Jugendverband | Verein
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"JungdemokratInnen/Junge Linke".
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