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Jules Chevalier (* 15. März 1824 in Richelieu, Frankreich; † 21. Oktober 1907 in Issoudun, Frankreich) war ein französischer Priester und Autor. Jules Chevalier gründete 1854 den Orden der Herz-Jesu-Missionare.

Gründung des Ordens


Er studierte in Bourges Theologie und empfing 1851 die Priesterweihe. Mitte des 19. Jahrhunderts war er tief bewegt wegen der Nöte seiner Zeit. Im Herzen Jesus sah er seine Berufung und glaubte, daraus könne eine neue Welt hervorgehen. Deshalb gründete er am 8. Dezember 1854 als Vikar in Issoudun die Gemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare ("Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu von Issoudun", original: "Missionnaires du Sacré-Coeur de Jésus"; abgekürzt: MSC)

Entwicklung des Ordens


Kongregation und Statuten wurden erstmals 1869 und endgültig am 24. Juni 1891 päpstlich bestätigt. Die Arbeitsgebiete umfassen die Missionierung, die Leitung von Exerzitien und Apostolischen Schulen als Vorbereitungsanstalten für Missionsberufe und die Unterhaltung von Fürsorgeanstalten. 1959 zählte der Orden 3000 Mitglieder in 12 Provinzen, darunter die deutsche mit dem Sitz im zu jener Zeit noch selbständigen Hiltrup bei Münster (Westfalen). Zur Förderung der Herz-Jesu-Verehrung und des Kultes Unserer Lieben Frau vom heiligsten Herzen Jesu und für Missionsarbeit stiftete Chevalier mit Marie-Louise Hartzer 1874-82 die Kongregation der "Filles de Notre-Dame du Sacré-Coeur" ("Töchter Unserer Lieben Frau vom heiligsten Herzen Jesu"), die 1928 vom damaligen Papst bestätigt wurde. Chevalier wurde 1872 zum Erzpriester ernannt. Durch sein Wirken entwickelte sich Issoudun zum größten Marienwallfahrtsort in Mittelfrankreich.

Weblinks


  • http://www.msc-salzburg.at/
  • http://www.misacor.org

Mann | Franzose | Ordensgründer | Geboren 1824 | Gestorben 1907

 

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