Jules Chéret (* 31. Mai 1836 in Paris; † 23. September 1932 in Nizza) war ein französischer Maler, Grafiker und Lithograph. ArletteDorgere.jpg Chéret war der Sohn eines Druckers und durch diesen erfuhr Chéret seine erste künstlerische Ausbildung. Mit 13 Jahren begann Chéret 1849 eine Ausbildung zum Lithographen in einer Pariser Druckerei und beendete diese 1852. Anschließend studierte er an der Ecole Nationale de Dessin und wurde dort u.a. Schüler von Horace Lecoq de Boisbaudan. 1854 ging Chéret nach London um sich künstlerisch weiter zu bilden.
Dort arbeitete er für eine "Lithographische Anstalt", welche aber seinen künstlerischen Ansprüchen nicht genügte. Er kehrte 1866 nach Paris zurück und ließ sich als freischaffender Künstler in seiner Heimatstadt nieder. Als solcher gründete eine eigene Druckerei, in der er 1889 und 1890 - also noch vor Henri de Toulouse-Lautrec - zwei Plakate für das Moulin Rouge schuf. Die von ihm geschaffenen Plakate, hauptsächlich für Tanz- und Varieteveranstaltungen, gelten als erste Schritte zur eigenständigen Kunstform Plakatkunst.
In seinen späteren Jahren lebte und wirkte Jules Chéret in Nizza. Dort starb er auch im Alter von 96 Jahren erblindet am 23. September 1932. Anlässlich seines ersten Todestages zeigte eine Ausstellung des Pariser Salons eine erste große Werkschau.
Chérets gesamtes künstlerisches Werk umfasst ca. 1200 Plakate, die er in ungefähr vierzig Jahre geschaffen hatte. Durch die Reduzierung der Farbtiefe seiner Drucke schuf er einen ganz eigenständigen Stil mit dem er sich bewusst von gemalten Plakaten abwandte. Nach eigenen Aussagen ließ er sich von den späten Impressionisten ebenso wie von alten japanischen Drucken inspirieren.
Mann | Franzose | Grafiker | Maler | Geboren 1836 | Gestorben 1932
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Jules Chéret".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world