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Ein Kinder- und Jugendparlament , -Rat oder -Forum stellt eine konkrete Umsetzung von Jugendpartizipation dar.

Die meisten Kinder- und Jugendparlamente werden durch Wahlen zusammengesetzt, die von der örtlichen Stadt oder Gemeinde organisiert werden. In der Regel repräsentieren die gewählten Vertreter alle Kinder und Jugendlichen ihrer Gemeinde oder Kommune. Die Mitgliederzahl beträgt meist um die 20 Kinder bzw. Jugendliche. Auch wenn in Kinder- und Jugendparlamenten sich politische Strukturen andeuten, so ist eine Nähe zu politischen Organisationen und Parteien oft nicht notwendig, um gewählt zu werden. Die Legislaturperiode beträgt meist ein Jahr und ist mit dem Schuljahresbeginn synchronisert.

Jugendparlamente nehmen Vertretung spezieller, Kinder und Jugendliche betreffender Interessen gegenüber den jeweiligen Gemeinden wahr. Dabei werden Fragen zur Schulhofgestaltung, zu Radwegen oder Freizeitanlagen ebenso behandelt wie auch Probleme des Umweltschutzes. Mögliche Lösungsvorschläge werden in Form von Anträgen den Politikern vorgelegt. Es ist auch möglich, dass das Jugendparlament einen eigenen Etat zur Verfügung hat, über den es frei verfügen kann.

Dagegen ist ein Kinder- und Jugendforum eine niedrigschwellige partizipatorische Form eines Jugendparlamentes. Hierbei kann jeder Jugendliche sich in Projektgruppen beziehungsweise Arbeitsgruppen engagieren und selbst solche gründen.

Der Vorteile von gewählten Räten oder Parlamenten besteht in der Möglichkeit einer langfristigen und wirklich verbindlichen Arbeit. Nachteilig sind der aufwändige Wahlvorgang und die Tatsache, dass nicht jedem die Möglichkeit gegeben ist, sich zu beteiligen.

Jugendräte oder Ähnliches sind seit den 1980er Jahren in Deutschland und anderen europäischen Ländern verstärkt gefördert worden. Als geläufige Form der Jugendpartizipation haben sie sich aber noch nicht durchgesetzt.

Weblinks

Jugend und Politik

 

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